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So schnell raste Patrick Fischer beim Ausweisentzug über die Autobahn

Switzerland s head coach Patrick Fischer during the IIHF Ice hockey, Eishockey World Championship, WM, Weltmeisterschaft semi final match between Switzerland and Denmark at Avicii Arena in Stockholm,  ...
Patrick Fischer an der WM im letzten Jahr.Bild: www.imago-images.de

So schnell raste Fischer über die Autobahn, als ihm der Ausweis entzogen wurde

Der geschasste Trainer der Eishockey-Nati wurde bereits vor der Coronapandemie straffällig. Jetzt ist klar, wie gefährlich er mit dem Auto unterwegs war.
22.04.2026, 10:5622.04.2026, 10:57
Benjamin Weinmann
Benjamin Weinmann

Die Debatte um den abgesetzten Schweizer Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer bricht nicht ab. Am Dienstag wurde auch in der SRF-Sendung «Club» über den Fall disktuiert. Fischer wurde unter Druck freigestellt, nachdem dieser seine Urkundenfälschung während der Coronapandemie bekannt gab. Er reiste mit einem gefälschten Zertifikat an die Olympischen Spiele in Peking – im Wissen, dass er im Falle einer Covid-Ansteckung innerhalb des Teams die ganze Olympia-Mission gefährdet hätte.

In einem Video-Geständnis betonte der 50-Jährige, dass er sich zuvor stets ans geltende Recht gehalten habe. Dies konnte der «Tages-Anzeiger» kurz nach dieser Aussage widerlegen. Denn Fischer war bereits 2019 einmal straffällig geworden. Um was für ein Delikt es sich genau handelte, blieb bisher unklar. Nun bringt die Zeitung Licht ins Dunkle.

Hohe Busse wurde fällig

Wie der «Tages-Anzeiger» schreibt, geht es um eine grobe Verletzung von Verkehrsregeln. Und zwar fuhr Fischer im März 2019 mit 164 km/h auf der Autobahn in der Nähe von Winterthur – bei einem vorgeschriebenen Tempolimit von 120 km/h.

Berücksichtigt man die Sicherheitsmarge von 7 km/h resultiert eine Geschwindigkeitsübertretung von 37 km/h. Patrick Fischer musste eine Busse in der Höhe von 2200 Franken und Verfahrenskosten von 800 Franken bezahlen.

Hinzu kam eine Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu je 440 Franken, also 11’000 Franken. Der Vollzug der Geldstrafe wurde aufgeschoben, unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren. Weil Fischer mit der Urkundenfälschung erneut straffällig wurde, wurden die 11'000 Franken fällig.

Laut der Stiftung Roadcross, die sich für Sicherheit im Verkehr einsetzt, ereignen sich täglich rund ein Dutzend Verkehrsunfälle mit schweren oder tödlichen Verletzungen. «Insgesamt werden rund 80’000 Menschen im Strassenverkehr durch eigenes oder fremdes Verschulden verletzt – und dies jährlich», schreibt die Organisation auf ihrer Website.

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besserwisser#99
22.04.2026 11:35registriert September 2019
Ist schon viel und war klar, dass auch das noch ans Licht kommt. Aber diese News hat nun wirklich keinen Einfluss & Mehrwert mehr auf das Ganze.
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ELMatador
22.04.2026 11:56registriert Februar 2020
Soso, der Herr „Regeln gelten für alle und es gibt keine Ausnahmen“ macht für sich selbst immer wieder Ausnahmen … Wer hätte das gedacht.

Für mich macht ihn das einfach immer unglaubwürdiger.
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Juan Carlos
22.04.2026 11:29registriert Dezember 2014
Ein echter Ehrenmann, dieser Fischer.
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Wegen persönlicher Befangenheit: SRF-Ombudsfrau tritt im Fall Fischer in den Ausstand
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SRF muss sich nach dem Covid-Zertifikat-Fälschungsskandal rund um Patrick Fischer gleich um mehrere Beschwerden kümmern. SRF-Redaktor Pascal Schmitz erfuhr bei einem Mittagessen von Fischer persönlich, dass dieser vor vier Jahren mit einem gefälschten Covid-Zertifikat zu den Olympischen Spielen in Peking reiste und dafür auch verurteilt wurde. Schmitz recherchierte daraufhin und es kam schlussendlich so weit, dass Fischer noch vor der Heim-WM entlassen wurde.
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