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Nimmt kein Blatt vor den Mund: Elizabeth Warren Bild: AP

Warren kritisiert Twitter scharf – Werbung für Öl gestattet, für die Umwelt aber nicht?

Publiziert: 06.11.19, 09:24

Die US-Präsidentschaftskandidatin Elizabeth Warren ist bekannt dafür, grosse Techfirmen nicht mit Samthandschuhen anzufassen. So will sie den Tech-Riesen Facebook zum Beispiel zerschlagen.

Nun hat sich Warren Twitter zur Brust genommen. In einem Tweet attackierte die Senatorin aus Massachusetts die neue Regelung des Kurznachrichtendienstes, keine politische Werbung mehr zu schalten.

Der Grund dafür ist folgender: Unter den neuen Regeln verbietet Twitter Umweltschutzorganisationen, politische Werbung für das Klima zu machen. Umgekehrt dürfen gewinnorientierte Firmen wie der Ölkonzern Exxon Mobil ungehindert Werbeplätze kaufen, um die Klimaerwärmung kleinzureden. Warren schrieb auf Twitter:

«Die neue Anzeigenpolitik von Twitter wird es Unternehmen von fossilen Energieträgern ermöglichen, Anzeigen zu kaufen, mit denen sie sich selbst verteidigen und irreführende Informationen verbreiten können. Andererseits wird es Organisationen, die den Klimawandel bekämpfen, nicht erlauben, Anzeigen zu kaufen, die diese Unternehmen zur Verantwortung ziehen würden. Wir brauchen Rechenschaftspflicht.»

Der CEO von Twitter, Jack Dorsey, antwortete Warren am Dienstagabend. Dabei sagte er lediglich, dass die neuen Regeln betreffend politischer Werbung noch nicht offiziell angekündigt sind. Dies würde am 15. November geschehen. Den Input von Warren würde er jedoch zur Kenntnis nehmen.

Warren liess jedoch nicht locker und trat gleich nochmals nach. Auf einen Tweet von Jack Dorsey, in dem er erklärt, dass es für sein Unternehmen nicht kredibil sei, gegen Hacker vorzugehen, die die politische Meinung der Nutzer beeinflussen wollen, für Geld jedoch alles zu erlauben, konterte Warren:

«Wenn man ein riesiges Unternehmen ist, das Millionen an Werbebudget hat, das man dafür verwenden kann, auf Twitter Leute falsche Informationen über den Klimawandel unterzujubeln, ist es genau das, was ihr tut.»

Eine Antwort von Dorsey steht noch aus. Sicher ist jedoch, dass Waren ihr Image als Silicon-Valley-Schreck nicht so schnell verlieren wird.

(dfr)

Elizabeth Warren – wird sie die neue Präsidentin der USA?

Jubel nach der Wahl: Elizabeth Warren im November 2012, nachdem sie den Republikaner Scott Brown in Massachusetts im Rennen um den Senatssitz hinter sich gelassen hat. AP / Michael Dwyer
Seite an Seite mit dem Präsidenten: Obama stellt Warren im September 2010 als oberste Konsumentenschüzterin der USA vor. EPA / MICHAEL REYNOLDS
Umarmung für den kommenden Aussenminister: Elizabeth Warren und John Kerry, damals noch Senator, bevor dieser sich vor dem Ausschuss als Aussenminister empfiehlt. EPA / JIM LO SCALZO
Im Zeugenstand: Elizabeth Warren sagt im Juli 2010 vor dem Finanzausschuss des Senats gegen die Banken aus. AP / Manuel Balce Ceneta
Frauenpower im Senat: Warren und und Maxine Waters drücken ihren Unmut darüber aus, dass der Senat den Dodd-Frank-Act für einen besseren Konsumentenschutz bei den Banken, nicht angenommen hat. AP/AP / J. Scott Applewhite
Frauenpower auf der Strasse: Warren unterstützt Martha Coakley, eine demokratische Richterin, im Einsatz gegen Kindsmissbrauch und für die gleichgeschlechtliche Ehe. AP/AP / Steven Senne
Frauenpower für die Partei: Elizabeth Warren unterstützt Senats-Kanidatin Alison Lundergan Grimes in Kentucky. AP/FR43398 AP / Timothy D. Easley

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