Aktuelle Themen:

Erstmals seit Jahrzehnten sind Sikhs aus Indien über die Grenze nach Pakistan gepilgert

Pakistan und Indien haben am Samstag den Grenzkorridor eröffnet. Ein historischer Schritt.

Publiziert: 09.11.19, 22:04 Aktualisiert: 09.11.19, 22:11

Erstmals seit Jahrzehnten sind Sikhs aus Indien über die Grenze nach Pakistan gepilgert und haben dort den Schrein ihres Religionsgründers besucht. Indien und Pakistan haben am Samstag eigens dafür einen Grenzkorridor eröffnet.

Als «historisch» bezeichnete Pakistans Ministerpräsident Imran Khan diesen Schritt. Khan und Indiens Premierminister Narendra Modi hatten den Korridor auf beiden Seiten der Grenze eingeweiht.

Modi zog einen Vergleich zum Mauerfall in Berlin: «Der 9. November war der Tag, an dem die Berliner Mauer fiel und sich zwei gegnerische Seiten zusammenschlossen. Heute haben wir auch die Öffnung des Kartarpur-Sahib-Korridors in Zusammenarbeit mit Indien und Pakistan gesehen.»

Sikh-Pilger in Kartarpur, Pakistan. Bild: AP

Inmitten von Spannungen um die umstrittene Region Kaschmir hatten die beiden Länder Ende Oktober ein Abkommen für die Eröffnung des Grenzkorridors unterzeichnet. Er soll helfen, die zerrütteten Beziehungen zu verbessern.

Indien und Pakistan haben drei Mal Krieg gegeneinander geführt und sind bis heute verfeindet. Pakistan hatte die diplomatischen Beziehungen zu Indien erheblich eingeschränkt, nachdem Anfang August Neu Delhi der indisch-kontrollierten Region Kaschmir den Sonderstatus entzogen hatte. Islamabad beansprucht die Region auch.

12'000 Sikhs aus 68 Ländern

Unter den ersten Pilgern, die die Grenze überquerten, war der frühere indische Premierminister Manmohan Singh, selbst ein Sikh. Die Öffnung werde dazu beitragen, Vertrauen zwischen beiden Ländern aufzubauen, sagte er. Rund 12'000 Sikhs aus 68 Ländern nahmen an der Zeremonie teil, darunter auch Gäste aus den USA, Kanada, Australien und Grossbritannien.

Der neue Korridor verbindet den pakistanischen und den indischen Punjab. Der Wanderprediger Guru Nanak Dev gründete dort im 15. Jahrhundert die monotheistische Religion. In Kartarpur Sahib verbrachte er die letzten 18 Jahre seines Lebens und starb auch dort. Derzeit gibt es weltweit rund 27 Millionen Sikhs, die meisten von ihnen leben in Indien.

(dsc/sda/dpa)

Indien versinkt im Plastik

Neu-Delhi ist Gastgeberstadt des diesjährigen UNO-Umwelt-Tags am 5. Juni 2018 zum Thema Plastikmüll. Die folgenden Bilder sind alle heute entstanden und zeigen das Plastik-Desaster in Indien. EPA/EPA / JAIPAL SINGH
Plastikabfall soweit das Auge reicht. AP/AP / Channi Anand
Plastikflaschen, Säcke, Lebensmittelverpackungen und andere Abfälle, die die Kanalisation und die Strassen verstopfen, sind ein vertrautes Bild in den Slums von Mumbai. EPA/EPA / DIVYAKANT SOLANKI
Streunende Hunde, Ziegen und Kühe suchen im Plastikmüll nach Futter. EPA/EPA / JAIPAL SINGH
Ein Arbeiter sortiert Plastik. EPA/EPA / DIVYAKANT SOLANKI
Strandgut. EPA/EPA / HOTLI SIMANJUNTAK
Nach Angaben des indonesischen Umwelt- und Forstministeriums erreichte die nationale Abfallproduktion in einem Jahr 64 Millionen Tonnen, darunter 14 Prozent Kunststoff. EPA/EPA / ADI WEDA
Depok, Indonesien, am 5. Juni 2018. EPA/EPA / ADI WEDA
Selfie mit Plastikabfall in Mumbai, Indien, 5. Juni 2018. AP/AP / Rafiq Maqbool
Jammu, Indien, 5. Juni 2018. AP/AP / Channi Anand
Eine Kuh sucht im Müll in Jammu, Indien, nach Nahrung. EPA/EPA / JAIPAL SINGH
Bhopal, Indien, 5. Juni 2018. EPA/EPA / SANJEEV GUPTA
Jammu, Indien, 5. Juni 2018. AP/AP / Channi Anand
Kalkutta, Indien, 5. Juni 2018. AP/AP / Bikas Das
Mumbai, Indien, 5. Juni 2018. AP/AP / Rafiq Maqbool
Jammu, Indien, 5. Juni 2018. AP/AP / Channi Anand
Jammu, Indien, 5. Juni 2018. EPA/EPA / JAIPAL SINGH
Indien verbot Plastiktüten im Jahr 2009 und erweiterte sie später auf alle Kunststoffverpackungen und Einweg-Kunststoffe, aber das Verbot wird selten durchgesetzt. EPA/EPA / JAIPAL SINGH
Trotz der Zusage von Premierminister Narendra Modi, das Land bis zum Ende seiner Amtszeit im Jahr 2019 zu säubern, erzeugt Indien weiterhin jährlich rund 5,6 Millionen Tonnen Plastikmüll. EPA/EPA / JAIPAL SINGH
Srinagar, Indien, 5. Juni 2018. AP/AP / Mukhtar Khan
Srinagar, Indien, 5. Juni 2018. AP/AP / Mukhtar Khan

Wer von euch kennt Ranveer Singh?

Video: SRF / Roberto Krone

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben