Aktuelle Themen:

Chris Rock on stage: Der Comedian und Schauspieler moderiert die diesjährige Oscar-Verleihung.
Bild: Chris Pizzello/Invision/AP/Invision

Das sind die Oscar-Gewinner: Bester Film: «Spotlight» + bester Darsteller: Leonardo DiCaprio + beste Darstellerin: Brie Larson

Die 88. Oscar-Verleihung hat in Hollywood begonnen. Zum zweiten Mal moderiert Komiker Chris Rock. Bevor die Gala aber begann, kam es zu Protesten schwarzer Bürgerrechtler, die dagegen demonstrierten, dass keine schwarzen Schauspieler nominiert wurden.

Publiziert: 29.02.16, 03:10 Aktualisiert: 29.02.16, 08:04

Die Sieger in den wichtigsten Kategorien

Beste Hauptdarstellerin: Brie Larson – «The Room» AP/A24
Bester Hauptdarsteller: Leonardo DiCaprio – «The Revenant» AP/Twentieth Century Fox / Kimberley French
Bester Film: «Spotlight» AP/Open Road Films / Kerry Hayes
Bestes adaptiertes Drehbuch: «The Big Short» AP/Paramount Pictures / Jaap Buitendijk
Bestes Originaldrehbuch: «Spotlight» AP/Open Road Films / Kerry Hayes
Beste Nebendarstellerin: Alicia Vikander in «The Danish Girl». AP/Focus Features / Uncredited
Bester Nebendarsteller: Mark Rylance – «Bridge of Spies» AP/Disney / Jaap Buitendijk
Bester animierter Kurzfilm: «Bear Story» AP/Gabriel Osorio
Bester Animationsfilm: «Inside Out» AP/Disney-Pixar / Pixar
Beste Kamera: «The Revenant» Getty Images North America / Kevin Winter
Bestes Kostüm- und das Produktionsdesign, Bester Film- und den Tonschnitt, Beste Tonmischung, Bestes Make-up/Hairstyling: «Mad Max: Fury Road» AP/Warner Bros Pictures / Jasin Boland
  • Bester Film: «Spotlight» (Regie: Thomas McCarthy)
  • Beste Hauptdarstellerin: Brie Larson – «Room»
  • Bester Hauptdarsteller: Leonardo DiCaprio – «The Revenant»
  • Bestes Originaldrehbuch: «Spotlight»
  • Bestes adaptiertes Drehbuch: «The Big Short»
  • Beste Regie: Alejandro González Iñárritu – «The Revenant»
  • Beste Nebendarstellerin: Alicia Vikander – «The Danish Girl»
  • Bester Nebendarsteller: Mark Rylance – «Bridge of Spies»
  • Beste Kamera: Emmanuel Lubezki – «The Revenant»
  • Bester fremdsprachiger Film: «Son of Saul»
  • Bester Animierter Kurzfilm: «Bear Story»
  • Beste Filmmusik: Ennio Morricone – «The Hateful Eight»
  • Bester Schnitt: Margaret Sixel für «Mad Max: Fury Road»
  • Bester Filmsong: «Writing's On The Wall» aus dem Film «Spectre», Musik und Text von Jimmy Napes und Sam Smith
  • Bester Dokumentarfilm: Asif Kapadia und James Gay-Rees für «Amy»

Bester Darsteller

Der US-Schauspieler Leonardo DiCaprio ist am Sonntag für seine Rolle in «The Revenant» als bester Hauptdarsteller geehrt worden. Der 41-Jährige gewann bei seinem sechsten Anlauf zum ersten Mal. Fünfmal war DiCaprio seit 1994 zuvor für einen Oscar nominiert, als Schauspieler und Produzent von «The Wolf of Wall Street» und als Darsteller für «Blood Diamond», «Aviator» und «Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa». Doch erst seine fast stumme Rolle als bärtiger Abenteurer unter der Regie des Mexikaners Alejandro González Iñárritu brachte ihm endlich Gold ein.

Beste Darstellerin

Bei den Frauen hat sich eine Hollywood-Newcomerin die höchste Schauspieler-Ehre gesichert: Brie Larson wurde für ihre bewegende Rolle der als Teenager entführten Joy Newsome in Lenny Abrahamsons Independentdrama «Room» als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Die Trophäe nahm sie am Sonntagabend (Ortszeit) aus den Händen von Vorjahresgewinner Eddie Redmayne entgegen.

Die 26-jährige Kalifornierin hatte im Vorfeld der Verleihung als Favoritin gegolten. Ihre Darstellung der emotionalen Tour de Force einer jungen Frau, der nach sieben Jahren Gefangenschaft gemeinsam mit ihrem Sohn die Flucht gelingt, hatte ihr zuvor bereits einen Golden Globe und einen SAG Award eingebracht. Sie verwies damit ihre Mitkonkurrentinnen Cate Blanchett («Carol»), Jennifer Lawrence («Joy»), Charlotte Rampling («45 Years») und Saoirse Ronan («Brooklyn») auf die hinteren Plätze.

Beste Regie

Der mexikanische Regisseur Alejandro González Iñárritu hat mit «The Revenant» den Oscar für die beste Regie gewonnen. Bereits im vergangenen Jahr hatte er den Regie-Oscar für «Birdman» gewonnen. «Ich kann nicht glauben, dass das passiert», sagte er. (sda/dpa)

So hat alles angefangen

Als erstes vergab die Academy den Oscar für das beste Drehbuch an die Macher des Films «Spotlight», der sich um die Aufdeckung eines Kindsmissbrauchs-Skandals in der katholischen Kirche in Boston dreht. Der Film mit den meisten Nominierungen ist das Rachedrama «The Revenant» mit zwölf Nominierungen. 

Bestes Kostümdesign für «Mad Max»? Jep, kann man machen, auch wenn der Grossteil der Darsteller wenig bis gar nichts trägt. 
Bild: AP/Warner Bros Pictures

Das postapokalyptische Actionspektakel «Mad Max: Fury Road» ist derweil auf dem Weg zum erfolgreichsten Film dieser Oscar-Verleihung. Bis zur Vergabe der Hauptpreise in der Nacht zu Montag hatte das Science-Fiction-Abenteuer bereits sechs Oscars gewonnen. Für «Mad Max» gab es Trophäen in einer Reihe von Nebenkategorien, nämlich für das Kostüm- und das Produktionsdesign, für den Film- und den Tonschnitt, die Tonmischung sowie Make-up/Hairstyling.

Die Nominierten

Oscars 2016 Bester Film

«The Revenant» von Alejandro González Iñárritu mit Leonardo DiCaprio. Ein Trapper tappt in viele Gefahren. AP/Courtesy Twentieth Century Fox / Uncredited
«Room», ein Geiseldrama, von Lenny Abrahamson. Mit Brie Larson und Jacob Tremblay.
«The Martian» von Ridley Scott mit Matt Damon. Könnte auch eine Erfindung von David Bowie sein. AP/20th Century Fox / Aidan Monaghan
«Spotlight» von Tom McCarthy mit Michael Keaton (von links), Liev Schreiber, Mark Ruffalo, Rachel McAdams, John Slattery und Brian d'Arcy James. Der «Boston Globe» recherchiert gegen Missbrauch in der katholischen Kirche. AP/Open Road Films / Kerry Hayes
«The Big Short» von Adam McKay. Mit Christian Bale (und Ryan Gosling, Brad Pitt, Steve Carell ...). Finanzgenies sehen den grossen Crash voraus. AP/Paramount Pictures / Jaap Buitendijk
«Mad Max: Fury Road» von George Miller. Die Dystopie im Industrial-Look ist neu auch ein bisschen feministisch. AP/Warner Bros. Pictures / Jasin Boland
«Bridge of Spies» von Steven Spielberg mit Tom Hanks. Ermitteln mitten im Kalten Krieg. AP/DreamWorks II Distribution Co / Jaap Buitendijk
«Brooklyn» von John Crowley mit Saoirse Ronan. Mausarme Irin geht nach New York und verliebt sich dort in einen Italo-Amerikaner. AP/Fox Searchlight / Kerry Brown

Oscars 2016 Beste Hauptdarstellerin

Brie Larson in «Room». AP/A24
Saoirse Ronan in «Brooklyn». AP/Fox Searchlight / Kerry Brown
Cate Blanchett in «Carol». AP/The Weinstein Company / Wilson Webb
Jennifer Lawrence in «Joy». AP/Twentieth Century Fox / Courtesy Twentieth Century Fox
Charlotte Rampling in «45 Years». AP/Agatha A. Nitecka / Agatha A. Nitecka

Oscars 2016 Bester Hauptdarsteller

Leonardo DiCaprio in «The Revenant».
Eddie Redmayne in «The Danish Girl». AP/Focus Features
Michael Fassbender als «Steve Jobs». AP/Universal Pictures
Matt Damon in «The Martian». AP/20th Century Fox / Giles Keyte
Brian Cranston in «Trumbo». AP/Bleecker Street / Hilary Bronwyn Gayle

Oscars 2016 Beste Regie

Alejandro González Iñárritu für «The Revenant». Hier mit seinen Golden Globes für die beste Regie und den besten Film und mit DiCaprio. Getty Images North America / Kevin Winter
Tom McCarthy für «Spotlight» mit Mark Ruffalo. Getty Images North America / Rich Polk
George Miller für «Mad Max: Fury Road» mit Charlize Theron. X00102 / ERIC GAILLARD
Adam McKay für «The Big Short» – mit Ryan Gosling. Getty Images North America / Jason Merritt
Lenny Abrahamson für «Room». X90045 / MARIO ANZUONI

Oscars 2016 Bester Nebendarsteller

Mark Rylance als Spion in «Bridge of Spies». AP/Disney / Jaap Buitendijk
Tom Hardy in «The Revenant». AP/Twentieth Century Fox
Sylvester Stallone als Rocky Balboa in «Creed» (mit Michael B. Jordan). AP/Warner Bros. Pictures / Courtesy Warner Bros. Pictures
Christian Bale in «The Big Short». AP/Paramount Pictures / Jaap Buitendijk
Mark Ruffalo (hinten) in «Spotlight». AP/Open Road Films / Kerry Hayes

Oscars 2016 Beste Nebendarstellerin

Kate Winslet in «Steve Jobs». Universal Pictures
Jennifer Jason Leigh in «The Hateful Eight». AP/The Weinstein Company / Andrew Cooper
Alicia Vikander in «The Danish Girl». AP/Focus Features / Uncredited
Rooney Mara in «Carol». AP/The Weinstein Company / Wilson Webb
Rachel McAdams in «Spotlight». AP/Open Road Films / Kerry Hayes

Der Protest

Einige Dutzend Demonstranten unter der Führung des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Al Sharpton kamen wenige Stunden vor der Oscar-Verleihung in Los Angeles in der Nähe des Veranstaltungsorts zusammen. Sharpton sprach von den «weissen Oscars» und hielt eine kleine weisse Oscar-Statue in den Händen.

Auf Schildern standen Slogans wie «Hollywood muss es besser machen» oder «Schämt euch». Zum zweiten Mal in Folge waren bei den Academy Awards keine schwarzen Schauspieler nominiert.

Die Eröffungsrede

Auf die Rassendiskussion machte auch der schwarze Moderator Chris Rock aufmerksam, der die Show mit einem Monolog eröffnete. Die Awards seien auch als die «Preise der Weissen» bekannt, sagte der 51-Jährige – gekleidet in einem weissen Anzug.

«Warum protestieren wir aber? Warum bei diesen Oscars?» Immerhin sei es schon die 88. Verleihung. Diese ganze «keine Schwarzen»-Sache habe es schon mehr als 70 Mal gegeben. «Da gab es aber keine Proteste», sagte Rock mit Verweis auf die 50er und 60er Jahre. «Wir waren damit beschäftigt, vergewaltigt und gelyncht zu werden. Wenn deine Grossmutter an einem Baum hängt», dann sei einem egal, was die beste Dokumentation sei.

">

Ihm sei mehrfach gesagt worden, er solle die Moderation absagen. Darüber habe er lange nachgedacht. «Aber dann habe ich mir gesagt: Sie werden die Oscars eh abhalten.»

Rocks Eröffnungsrede löste in den sozialen Medien eine lebhafte Diskussion aus. Das Magazin «People» twitterte: «Die unglaublichste Eröffnungsrede aller Zeiten? Wir denken ja.» (wst/sda/dpa)

Oscars 2016 Stars ganz jung

Genau hier sahen wie Leonardo DiCaprio (und rechts Johnny Depp) zum ersten Mal: 1993 in «What's Eatig Gilbert Grape».
1994 lernten wir dann Kate Winslet in Peter Jacksons «Heavenly Cratures» kennen. Übrigens mit Melanie Lynskey, der «Rose» aus «Two and a Half Men».
Hier umarmt Matt Damon den Strand, die Welt, alles.
Ooooohhh, Jennifer Larwrence! Als Teenie!
Und das ist Christian Bale, 1987 im Kinderfilm «Mio, mein Mio». Später wurde er zum «America Psycho».
Und wer ist der Langhaarige? Na? Eddie Redmayne! 2007 in «Elizabeth».
Und das ist? Julianne Moore! 1993 in Robert Altmans «Short Cuts»! Sie vergibt heuer den Oscar für den besten Hauptdarsteller.
Lang vor «Breaking Bad» machte Brian Cranston eifrig Werbung für Hämorrhoiden-Creme. Ca. 80er-Jahre.
In «Mad Max» ist sie furios: Charlize Theron, glückliche Übergeberin eines Oscars.
2008 war Saoirse Ronan 14 und für einen Oscar als beste Nebendarstellerin in «Atonement» nominiert. EPA / PAUL BUCK
Cate Blanchett! Vor 18 Jahren! Süss! AP / JIM COOPER
Hot! Hot! Hot! Jason Segel mit 19. Auch er ist heuer ein «Presenter».
Oscar-Überreicher Ryan Gosling spielte mit 18 den jungen Herkules. Heute schämt er sich dafür.

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben