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Vielversprechendes Heilmittel: Eine Substanz aus dem Hanf könnte schon bald als Antibiotikum eingesetzt werden. Bild: AP/AP

Neue Studie zeigt: Cannabis kann vermutlich noch viel mehr, als wir dachten

Mitten in den ohnehin grossen Hype um Cannabis-Wirkstoffe sorgt eine neue Meldung für Schlagzeilen: Cannabidiol tötet Bakterien. Das macht Cannabis zu einem potenziell neuartigen Antibiotikum.

Publiziert: 25.06.19, 05:05 Aktualisiert: 25.06.19, 08:44
Simon Maurer / ch media

Die Cannabispflanze wird schon lange nicht mehr nur mit Kiffen in Verbindung gebracht. Volksmedizin und Naturheilkunde verwenden Blätter und Blüten der Pflanze seit Jahrtausenden zur Heilung verschiedenster Krankheiten, mehrere Inhaltsstoffe haben nachgewiesenermassen eine therapeutische Wirkung. Eine der wichtigsten Substanzen aus Hanf ist das nicht-psychoaktive Cannabidiol. Bisher wird es vor allem bei Nervenkrankheiten vorgesehen: Cannabidiol wird in mehreren Studien als Heilmittel gegen Depression, ADHS und Colitis ulcerosa getestet.

Ein Forscherteam der australischen Universität Queensland hat ein überraschendes weiteres Einsatzgebiet für das Hanfprodukt entdeckt: Laut den Wissenschaftern tötet Cannabidiol gewisse Bakterienarten enorm effizient ab. Das macht Cannabis zu einem potenziellen neuartigen Antibiotikum, das seit langem verzweifelt gesucht wird, da es gegen die gängigen Antibiotika immer mehr Resistenzen gibt. In Laborversuchen wirkte Cannabidiol so gut, dass damit sogar mutierte Bakterien getötet werden konnten, gegen welche Reserveantibiotika nichts nützten.

Mechanismus ein Geheimnis

Bisher ist nicht bekannt, wie Cannabidiol die Bakterien tötet. Der Hauptautor der Studie, Mark Blaskovich, vermutet aber, dass es sich um einen neuen, bisher unentdeckten Mechanismus handelt: «Der Fakt, dass Cannabidiol gegen jene Bakterien wirkt, gegen welche andere Antibiotika nicht wirken, lässt vermuten, dass Cannabidiol ganz anders agiert wie die uns bekannten Antibiotika.»

Blaskovich sieht nicht nur deshalb grosses Potenzial in Cannabidiol. Er betont, dass die Substanz auch andere Wirkungen habe als medizinische. So sei sie zum Beispiel auch entzündungshemmend. Mit Cannabidiol könnten damit zwei Beschwerden – Infektion und Entzündung – gleichzeitig bekämpft werden. Ein weiterer Vorteil sei, dass mögliche Nebenwirkungen bereits gut erforscht sind. Denn Cannabidiol ist als Medikament gegen Epilepsie zugelassen.

Trotz den vielversprechenden Ergebnissen rät Studienautor Blaskovich davon ab, Infektionen auf eigene Faust mit Cannabidiol zu behandeln. Es sei noch weitere Forschung nötig, bevor der Wirkstoff beim Menschen als Antibiotikum eingesetzt werden könne. So sei im Moment noch unklar, gegen welche Bakterienarten Cannabidiol wirklich helfe. Um das sicher sagen zu können, müsse man zuerst den Wirkungsmechanismus genau erforschen. (bzbasel.ch)

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