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Toni Brunner strebt 2015 zwei zusätzliche SVP-Ständeratssitze an 

Publiziert: 15.06.14, 04:23 Aktualisiert: 15.06.14, 10:25

Bild: KEYSTONE

Auf den «Sturm» folgt ein «langer Marsch auf das Stöckli»: SVP-Präsident Toni Brunner will, dass seine Partei bei den nächsten Wahlen zwei zusätzliche Mandate im Ständerat gewinnt. Antreten sollen nicht mehr Partei-Hardliner, sondern «mehrheitsfähige» Kandidaten. 

Das Ziel von zwei zusätzlichen Sitzen im Ständerat bei den Wahlen 2015 scheine «bescheiden und kein Sturm zu sein, sondern ein langer Marsch ins Stöckli», sagte Brunner im Interview mit der «SonntagsZeitung». Langer Marsch heisst für Brunner, dass es sich um ein mittelfristiges Projekt handelt: «Der Durchbruch wird irgendwann kommen, das kann auch erst bei den übernächsten Wahlen sein.»

«Durchaus ein Wort mitreden» könne die SVP 2015 aber in St. Gallen, in Zürich, im Aargau, in Bern und in der Innerschweiz. Es gelte nun von der «Eisbrecherstrategie» von 2011 auf eine «realistische Mehrheitsstrategie» umzuschwenken. 

Den Ständerat sieht Brunner als «Problemkammer», die «linke und EU-anpasserische Projekte» vorantreibe. Darauf angesprochen, dass gemässigtere SVP-Ständeräte möglicherweise gar nicht die Ideen der Partei vertreten würden, sagte Brunner: Auch die «mehrheitsfähigen» SVP-Politiker müssten die politischen Grundwerte der Partei in den Ständerat tragen. 

Verluste statt Gewinne

Bei den vergangenen Wahlen hatte die SVP den «Sturm auf das Stöckli» ausgerufen. Profilierte SVP-Politiker wie Christoph Blocher (ZH), Caspar Baader (BL), Adrian Amstutz (BE), Jean-François Rime (FR) oder Brunner selbst scheiterten jedoch in den Mehrheitswahlen. Noch schlimmer: Die SVP-Delegation reduzierte sich von sieben auf fünf Mitglieder. 

Als Kandidaten könnte die SVP 2015 etwa auf bestandene Exekutivpolitiker oder gemässigte Nationalräte zurückgreifen. Entsprechende Spekulationen kursierten in den vergangenen Wochen in den Medien. So tauchte beispielsweise der Name der früheren Zürcher SVP-Regierungsrätin Rita Fuhrer als Kandidatin auf. In Bern meldete Nationalrat Rudolf Joder sein Interesse an. (rey/sda) 

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