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Palästinenser bei gewaltsamen Protesten an Gaza-Grenze getötet

Publiziert: 03.09.21, 08:36

Wieder tödliche Proteste an der Grenze zu Gaza Bild: keystone

Bei neuen Konfrontationen mit israelischen Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen sind nach Angaben von Sanitätern ein Palästinenser getötet und 15 weitere verletzt worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza starb am Donnerstagabend ein 26-Jähriger an Schussverletzungen. Unter den Verletzten seien auch fünf Kinder.

Die israelische Armee teilte am Freitag mit, am Vorabend hätten sich mehr als 1000 Menschen zu gewaltsamen Demonstrationen an der Gaza-Grenze versammelt. «Die Randalierer warfen Sprengsätze und verbrannten Reifen.» Die Soldaten hätten bei der Bekämpfung der Unruhen auch scharfe Munition eingesetzt.

An der Grenze zu Gazastreifen kommt es seit Tagen jeden Abend zu gewaltsamen Protesten, die unter anderem von der in dem Küstengebiet herrschenden Hamas organisiert werden. Am Mittwoch hatte Israel eine Reihe von Erleichterungen umgesetzt, um die Lage zu beruhigen. Die Fischereizone vor dem Küstengebiet wurde ausgeweitet, der einzige Warenübergang geöffnet und die Wasserversorgung verbessert. Ausserdem wurde die Zahl der Einreisegenehmigungen für Geschäftsleute erhöht.

Die Hamas fordert jedoch eine vollständige Aufhebung der seit 2007 verschärften Blockade des Gazastreifens. In dem Küstengebiet leben etwa zwei Millionen Menschen unter sehr schlechten Bedingungen. Israel und Ägypten begründen die Blockade mit Sicherheitserwägungen. Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft.

Israel hatte sich im Mai einen elftägigen militärischen Schlagabtausch mit militanten Palästinensern im Gazastreifen geliefert. Ägypten vermittelte schliesslich eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas, die am 21. Mai in Kraft trat. (aeg/sda/dpa)

Banksy sprayt in Gaza Katzen auf zerstörte Häuser – und lockt Geschäftemacher an

Der britische Streetart-Künstler Banksy hat heimlich den Gazastreifen besucht. Dort hinterliess er diese Katze, die mit einem rostigen Schrottknäuel «spielt». X90014 / SUHAIB SALEM
Banksys sarkastischer Kommentar: «Ich wollte auf die Zerstörung in Gaza hinweisen, aber im Internet achten die Menschen nur auf Bilder von Katzenbabys.» EPA/EPA / MOHAMMED SABER
Das Bild einer trauernden Frau, eine Anspielung auf die griechische Göttin Niobe, hat Banksy auf die Tür eines zerstörten Hauses gesprayt. EPA/EPA / MOHAMMED SABER
Heute befindet sich dort nur noch der Türrahmen. Ein Künstler hat dem Hausbesitzer das Bild für weniger als 200 Franken abgekauft. AP/AP / Adel Hana
Kunstwerke von Banksy verkaufen sich in der Regel für mehrere hunderttausend Franken. Der Künstler Belal Khaled verteidigt sich: Er habe das Bild legal erworben und wollen keinen Profit daraus schlagen. AP/AP / Adel Hana
Ein weiteres Banksy-Werk in Gaza zeigt einen Wachturm, der zum Kettenkarussell umfunktioniert wurde. Anlass für Banksys Besuch waren die massiven Zerstörungen im letztjährigen Gaza-Krieg. AP/AP / Adel Hana
2008 hatte Banksy bereits Bethlehem besucht und sich dort unter anderem mit einer Friedenstaube mit Schutzweste verewigt. EPA/EPA / JIM HOLLANDER
Das Graffito eines israelischen Soldaten, der von einem Mädchen gefilzt wird, geniesst längst Kultstatus. AP / MUHAMMED MUHEISEN

Wie entstand der Konflikt im Nahen Osten?

Video: www.explain-it.ch

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