Es wird viel gebaut, wie hier im Glattpark. Bild: KEYSTONE
Eine neue Studie zeigt die Wohnverhältnisse in der Schweiz: Wer eine Wohnung sucht, sollte das NICHT in Zürich tun. Noch teurer ist es in Genf.
Viele Schweizer Zentrums-Regionen reagieren auf die zunehmende Wohnungsnot: In der Schweiz steht nur noch eine von hundert Wohnungen frei. Obwohl in den nächsten Jahren viel gebaut wird, fördern die grösseren Städte gezielt den gemeinnützigen Wohnungsbau. Dies weil die neuen Wohnungen für einkommensschwache Personen nur selten bezahlbar sind.
Zu diesem Schluss kommt eine heute vorgestellte Studie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, die von der SP-Fraktion in Auftrag gegeben wurde.
Dies sind die wichtigsten Resultate:
... gab es in der Schweiz Ende 2012. Die meisten davon liegen in den Ballungszentren. Das sind die stärksten Kantone:
Falls Sie eine Wohnung suchen, sollten Sie im Kanton Bern suchen. Da ist die Leerwohnungsziffer mit 1,22 Prozent am höchsten. Es folgen die Städte Lugano und Luzern mit 1,2 und 1,14 Prozent.
Am schwierigsten ist es in der Stadt Zürich, da steht nur jede 1250. Wohnung frei (0.08 Prozent).
45 Quadratmeter haben Schweizer im Schnitt zur Verfügung. Bild: KEYSTONE
Seit 1980 stieg der Wohnbedarf pro Person von 34 auf 45 Quadratmeter. Auch hier gibt es regionale Unterschiede:
In allen grösseren Ballungszentren der Schweiz sind die Mieten stark gestiegen.
Hier sehen Sie, wo die Preise zwischen 2004 und 2012 am stärksten gestiegen sind:
Diese drei Zentren liegen bei der Mietpreisentwicklung sehr nahe beieinander. Von 2004 bis 2012 stiegen die Preise überall um ungefähr 30 Prozent – bei einem landesweiten Schnitt von 15,8 Prozent.
Am wenigsten zugenommen haben die Preise der Stadt Bern: Immerhin um etwas mehr als 20 Prozent.
Es entstehen viele neue Wohnungen, vor allem für gutsituierte. Bild: KEYSTONE
Leere Wohnungen sind Mangelware und die Bevölkerung wächst immer weiter – Masseneinwanderungs-Initiative hin oder her. Darum entstehen in den nächsten Jahren vor allem in den Regionen mit starkem Wirtschaftswachstum einige grosse Bauvorhaben.
Die Studie hat auch untersucht, ob in den Schweizer Städten eine soziale Entmischung (Segregation) stattfindet.
Am stärksten sind diese Effekte in Basel und Luzern wo sich die Bewohner eines Quartiers nach Nationalität und Alter nur sehr wenig unterscheiden.
Genf, Lausanne und Winterthur kennen diese Probleme (fast) nicht – auch in Zürich hat man sie dank einer aktiven Politik weitgehend unter Kontrolle. Allerdings gibt es auch da zunehmend einkommensschwache Familien, die sich ihre Wohnungen in aufstrebenden Quartieren nicht mehr leisten können.
Wohnung einer Genossenschaft in Zürich. Bild: KEYSTONE
Um die Lage der Mieter zu entschärfen, empfehlen die Autoren eine Reihe von Massnahmen: