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Lasst uns über Alternativen zu fossilen Brennstoffen nachdenken

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bild: shutterstock / watson
Madame Energie

Lasst uns über Alternativen zu fossilen Brennstoffen nachdenken

Das Thema Heizen hatten wir ja bereits einmal. Klar, die Heizung runterdrehen macht kurzfristig Sinn, wenn es ums Energiesparen geht. Auf längere Sicht lohnt es sich hingegen, dass wir uns über Alternativen zu fossilen Brennstoffen Gedanken machen. Genau das tue ich in diesem und im nächsten Blog. Zum Beispiel über Holz und Sonne.
28.12.2022, 08:1428.12.2022, 08:14
Sandra Casalini
Sandra Casalini
Contentpartnerschaft mit EnergieSchweiz
Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit EnergieSchweiz. Die Beiträge werden von der freischaffenden Journalistin Sandra Casalini verfasst.

Gemeinsam für eine nachhaltige Energiezukunft! EnergieSchweiz setzt sich als Förderprogramm des Bundesamts für Energie mit freiwilligen Massnahmen für den Ausbau erneuerbarer Energien und der Steigerung von Energieeffizienz ein. Mittels Information, Beratung, Aus- und Weiterbildung von Fachkräften sowie Massnahmen zur Qualitätssicherung setzt sich EnergieSchweiz dafür ein, die Ziele der Energiestrategie 2050 zu erreichen.

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Ohne fossile Brennstoffe wäre die Welt heute eine andere. Dank ihnen konnte im 19. Jahrhundert die industrielle Revolution stattfinden, sie trieben das Wirtschaftswachstum an – und den Klimawandel. Denn Kohle, Öl und Gas setzen jede Menge Treibhausgase frei, und diese sind hauptverantwortlich für die Erderwärmung. Ausserdem ist auch ihre Gewinnung nicht ganz ohne. So hinterlässt der Abbau von Kohle riesige Krater in der Landschaft, die Renaturierung der Gebiete ist aufwändig und langwierig. Die Bilder davon, was passiert, wenn ein Öltanker im Meer kentert, kennen wir alle. Aber auch schon bei der Gewinnung sickert Öl in den Boden oder tropft aus undichten Pipelines.

Auf lange Sicht günstiger

Abgesehen davon, dass fossile Brennstoffe langsam knapp und teuer werden, schaden sie der Umwelt. Aber das wissen wir ja eigentlich. Trotzdem wird über die Hälfte der Heizungen in der Schweiz nach ihrem Ableben wieder mit Heizungen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, ersetzt. Weil wir denken, dass es so am einfachsten und am günstigsten ist. Dabei ist es tatsächlich so, dass die meisten Heiz-Alternativen auf lange Sicht in Sachen Unterhalt und Energiekosten günstiger sind. Und: Man ersetzt die Heizung einmal und greift dabei ein bisschen in die Tasche, das stimmt. Dann aber leistet man einen Beitrag zum Umweltschutz, der extrem viel bringt und den Alltag null tangiert – im Gegensatz zum Runterdrehen der Gas- oder Öl-Heizung.

«Verfeuert wird das Holz in Schnitzeln, Stücken oder Pellets. Da braucht es doch Unmengen, oder? Wo lager ich das Zeug?»

Sollte meine Gas-Heizung also dereinst den Geist aufgeben – was früher oder später der Fall sein wird –, würde ich sie echt gern durch eine nicht fossile Alternative ersetzen. Aber eben. Ich kann mir vieles nicht so richtig vorstellen. Zum Beispiel Holz. Es soll CO₂-neutral sein, weil bei der Verbrennung genauso viel Kohlendioxid freigesetzt wird, wie die Bäume im Verlauf ihres Wachstums der Atmosphäre entzogen haben. Okay, vielleicht ist das ein doofer Gedanke, aber so total umweltfreundlich ist das Abholzen von Wäldern, um Holz zum Heizen zu gewinnen, jetzt auch nicht. Verfeuert wird das Holz in Schnitzeln, Stücken oder Pellets. Da braucht's doch Unmengen, oder? Wo lager ich das Zeug? Da brauch ich ja einen Extraraum! Und irgendwie stell ich mir das ein bisschen vor wie ein Lagerfeuer. Rauch, Russ, Asche – nicht nur, dass das stinkt; so gut für die Atmosphäre können die auch nicht sein.

Kriegt man mit Sonne das ganze Jahr ein Haus warm?

Zweite Alternative: Solarenergie. Recht logisch. Sonnenkollektoren, zum Beispiel auf dem Hausdach, sammeln, wie es ihr Name schon sagt, sozusagen Sonne auf und geben die Wärme dort ab, wo sie hingeleitet wird. Ich gebe zu, ich finde die Vorstellung von Sonnenkollektoren auf meinem Dach recht sexy. Es schreit so: «Schaut her, ich bin das Umweltbewusstsein in Reinkultur!» Aber, liebe Leute, wir leben in der Schweiz. In Zürich betrugen die Sonnenstunden im Jahr 2021 magere 1734, das macht 72,25 Tage Sonne im Jahr. So richtig viel ist das nicht. Dass man damit 365 Tage im Jahr ein Haus warm kriegt, wage ich zu bezweifeln. Oder doch?

Das sagt die Expertin

Corina Schick, Impulsberaterin, BSc FHO Energie- und Umwelttechnik, Energieexpertin Bau und GEAK-Expertin bei Unita GmbH

«Beim Heizen mit Holz gibt es drei Möglichkeiten: Hackschnitzel, Stückholz oder Pellets. Erstere kommen wegen ihrer Grösse vor allem in der Industrie oder öffentlichen Bauten vor. Eine Stückholzheizung verbrennt das Holz quasi rückstandslos und ist günstig in Anschaffung und Betrieb, braucht aber Lagerplatz, das stimmt. Auch Pellets verbrennen sehr sauber, und ein Pelletlagerraum braucht in der Regel nicht mehr Platz als ein Brennstofflagerraum einer Ölheizung. Drei Viertel aller verkauften Pellets in der Schweiz stammen von hier. Das Schweizer Waldgesetz schreibt vor, dass nur so viel Holz genutzt werden darf, wie gleichzeitig nachwächst. Die Verbrennung von Holz setzt gleich viel CO₂ frei, wie wenn das Holz ungenutzt im Wald verrotten würde. Wer mit einheimischem Holz heizt, belastet das Klima also kaum.

Solarenergie ist sehr vielfältig, und es gibt tatsächlich auch hier Gebäude, welche nur mit ihr beheizt werden. Dafür ist der Einbau eines grossen Speichers notwendig, welcher die Sonnenenergie über mehrere Tage speichern kann. Meist werden Photovoltaik-Anlagen aber zur Strom- und Warmwasserproduktion eingesetzt, sowie zur Unterstützung eines anderen Heizsystems. Die Kombination mit einer Wärmepumpe ist zum Beispiel ideal.»

Wie geht es euch, liebe User:innen? Könnt ihr euch vorstellen, mit Holz oder Sonne zu heizen? Habt ihr Fragen dazu? Oder habt ihr bereits Erfahrungen gemacht? Teilt sie mit uns in der Kommentarspalte.

Über die Autorin:

Sandra Casalini ist Journalistin, Kolumnistin und Bloggerin, und schreibt am liebsten mitten aus dem Leben. In der Schweizer Illustrierten erzählt sie regelmässig aus ihrem Alltag als Mutter von zwei Teenagern, auf Watson bloggt sie über alles, was mit Gesundheit zu tun hat. Dem Thema Energie nimmt sie sich auf die gleiche Art und Weise an wie den beiden anderen Themen: nicht als Expertin, sondern als normale Frau, die immer wieder damit in Berührung kommt. Aber immer mit Humor und auch mal mit einer Prise Ironie.
Sandra Casalini, bei sich zu Hause in Thalwil, am 04.12.2018, Foto Lucian Hunziker
bild: lucia hunziker
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Vorausgesetzt, dass man sich für die Basics an die Bibel mit ihren 10 Geboten hält, sollte man überdies noch:

Den Namen des bevorzugten Kassiers an der Coop/Migros- (und nein, es heisst in verbalisierter Form nicht MigroS, sondern Migro. Ausser, Sie wollen einen schweizweiten Aufstand anzetteln) Kasse kennen.
 
Ständig ein bisschen ein schlechtes Gewissen gegenüber dem bevorzugten Kassier an der Coop/Migros- (und nein, es heisst in verbalisierter Form nicht MigroS, sondern Migro. Ausser, Sie wollen einen schweizweiten Aufstand anzetteln) Kasse haben, weil man die Artikel am Passabene/Subito Checkout selber scannt/zahlt und somit mittelfristig den Arbeitsplatz des bevorzugten Kassiers gefährdet.

Immer Briefmarken zuhause haben.


Mit herzlichen Grüssen! Ihre Kafi
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