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Adolf Hitler

Elon Musk vergleicht kanadischen Premier mit Hitler – die Reaktionen

Der Tesla-Chef ist wegen eines fragwürdigen Tweets in einen Shitstorm geraten.
Der Tesla-Chef ist wegen eines fragwürdigen Tweets in einen Shitstorm geraten. bild: Keystone

Elon Musk vergleicht Trudeau mit Hitler – der Konter des Auschwitz-Museums sitzt 👊

18.02.2022, 08:2319.02.2022, 10:09

Elon Musk hat es wieder getan. Mit einem geschmacklosen Tweet hat der US-Multimilliardär südafrikanischer Herkunft die Öffentlichkeit gegen sich aufgebracht.

Am Donnerstag (US-Zeit) veröffentlichte der Tesla-Chef über sein Twitter-Profil ein Meme, das den Nazi-Diktator Adolf Hitler zeigt und einen Vergleich zum kanadischen Premierminister Justin Trudeau zieht.

Der umstrittene Tweet wurde am Donnerstag gegen 19 Uhr Schweizer Zeit gelöscht.
Der umstrittene Tweet wurde am Donnerstag gegen 19 Uhr Schweizer Zeit gelöscht.screenshot: twitter

Die Gedenkstätte des früheren NS-Vernichtungslagers Auschwitz kommentierte Musks Tweet mit den Worten:

«Das Bild von Adolf Hitler zu verwenden und damit die Tragödie aller Menschen auszunutzen, die durch das von ihm geschaffene totalitäre Regime Nazi-Deutschlands gelitten haben, gedemütigt, gefoltert und ermordet wurden, ist traurig und beunruhigend. Es missachtet die Erinnerung an alle Opfer und verletzt viele Menschen.»
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Nach heftiger öffentlicher Kritik wurde Musks Tweet gelöscht. Doch da kursierten längst zahlreiche Screenshots. Elon Musk erreicht über sein Twitter-Profil ein riesiges Publikum, er hat aktuell mehr als 71 Millionen Follower.

Massnahmen-Kritiker und «Holocaust-Relativierer»

Der Unternehmer und Tesla-Chef hatte den Hitler-Vergleich offenbar als Antwort auf einen Bericht über die Truckerproteste gegen Corona-Massnahmen in Kanada gepostet. Auf dem Foto des NS-Diktators sind die Worte zu lesen: «Hört auf, mich mit Trudeau zu vergleichen. Ich hatte ein Budget.» Laut Berichten ist das eine Anspielung darauf, dass Kanadas Regierungschef während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 dem Parlament keinen neuen Haushalt vorgelegt hatte.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Elon Musk als Massnahmen-Kritiker äussert. Das American Jewish Committee erwiderte ebenfalls via Twitter:

«Elon Musk hat ein äusserst schlechtes Urteilsvermögen gezeigt, indem er sich auf Hitler berufen hat, um in den sozialen Medien seinen Standpunkt zu vertreten. Justin Trudeau mit einem Diktator zu vergleichen, der Millionen ermordet hat, ist keine angemessene Art, die Politik zu kritisieren.»
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Auch aus Deutschland gab es Kritik, so etwa vom Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, der an die staatliche Unterstützung für den Bau der Tesla-Fabrik in Deutschland erinnerte. Meron Mendel twitterte:

«Das Land Brandenburg muss unverzüglich seine Millionensubventionen an Elon Musk zurückziehen. Holocaust-Relativierer sollten hier nicht willkommen sein.»
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Trotz Anfragen mehrerer US-Medien äusserte sich Musk zunächst nicht zu der Kritik und entschuldigte sich auch nicht. Sei vorläufig letzter Tweet am Donnerstag lautet: «Gründe zum Hassen bleiben besser in Erinnerung als Gründe zum Lieben.»

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Musk hatte die kanadische Regierung zuvor mehrfach scharf attackiert und sich solidarisch gezeigt mit den demonstrierenden Lastwagenfahrern, dem «Freedom Convoy».

Möglich, dass beim erfolgsverwöhnten Unternehmer die Nerven auch wegen der Probleme bei Tesla blank liegen. So hat die US-Verkehrsaufsicht den Druck massiv erhöht und die Untersuchung von Bremsproblemen angekündigt.

Quellen

(dsc)

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