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Ein automatischer Twitter-Account räumt mit den falschen Bezeichnungen auf.
Ein automatischer Twitter-Account räumt mit den falschen Bezeichnungen auf.Bild: EPA/VANITY FAIR / HO

Ist es eine Sie oder ein Er? Im Fall von Caitlyn Jenner sorgt jetzt ein Twitter-Roboter für Klarheit. Immer wieder

Der 65-jährige ehemalige Leichtathlet Bruce Jenner hat sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen und heisst jetzt Caitlyn Jenner. Somit klar eine Sie. Weil zahlreiche Menschen dennoch er als Bezeichnung wählen, sorgt ein automatisierter Twitter-Account für Ordnung.
04.06.2015, 05:4904.06.2015, 09:08
Philipp Rüegg
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Nach der Veröffentlichung des Covers vom Modemagazin Vanity Fair taten sich Fernsehstationen, Blogs und Nachrichtenportale schwer, Caitlyn Jenner korrekt als eine Sie zu bezeichnen. Darum entwickelte die Washington-Post-Journalistin Caitlin Dewey einen automatisierten Twitter-Account, der sich des Problems annimmt. 

Misgendering
In der LGBT-Community, der Gemeinschaft der Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen, wird die inkorrekte Geschlechter-Bezeichnung sowie die fehlende Akzeptanz und Gleichberechtigung von Transsexuellen als Misgendering bezeichnet.

Unter @she_not_he generiert der Bot automatisch eine Antwort, wenn jemand von Caitlyn fälschlicherweise in der männlichen Form schreibt. Dafür durchsucht das automatisierte Programm Tweets nach den Begriffen «Jenner» und «He». Sobald ein passender Beitrag gefunden wurde, wird ein Korrekturhinweis verschickt.

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Der Twitter-Account zählt mittlerweile fast 2000 Anhänger und hat bereits über 2400 Tweets versandt. Die Reaktionen der Empfänger fällt dabei ganz unterschiedlich aus. Die Journalistin Dewey teilt die Betroffenen in vier Gruppen auf.

Bot- oder Spam-Hasser

Fans

Homophobe

Einsichtige

Besonders die letztgenannte Gruppe macht Dewey Freude. «Unsere Online-Dialoge sind so giftig und angriffslustig geworden, dass es selten ist, dass man jemandes Ansicht ändern, sich in der Mitte treffen oder jemandem zustimmen kann.» Dewey ist sich im Klaren, dass die Einsichtigen eine kleine Gruppe darstellen. Dennoch bestehe Hoffnung, dass im Internet immer noch Dialoge mit Respekt geführt werden könnten.

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