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Bild: watson
Die Schildkröten fliegen wieder

Das neue «Mario Kart 8» hat uns so gepackt, dass wir gleich selber zu Mario wurden und uns hinters Lenkrad klemmten

Ist das neue «Mario Kart 8» gut genug, um die an die Xbox und Playstation verlorenen Schäfchen zurückzuholen? 
30.05.2014, 09:56
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Philipp Rüegg
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Anders als die meisten Gamer, hab ich mir entgegen besseren Wissens die Wii U gleich beim Launch gekauft. Bereut hab ich's nicht, auch wenn meine Nintendo-Konsole die meiste Zeit nur Staub angesammelt hat. Bis jetzt. Eineinhalb Jahre nach dem Marktstart bringen die Japaner endlich die lang erwartete Fortsetzung einer ihrer erfolgreichsten Marken heraus. Noch rechtzeitig, um die nötige Wende für die strauchelnde Spielkonsole zu schaffen?

«Mario Kart» im Selbsttest

Bunt, abgedreht und spassig wie eh und je

«Mario Kart 8» erfindet das Rad nicht neu. Aber auch wenn man von Nintendo gerne etwas mehr Mut zur Innovation erhofft hätte, freut man sich doch über das vertraute Gefühl, das sich beim Spielen von Beginn an einschleicht. Wer in seinem Leben schon mal ein «Mario Kart» gespielt hat, kann gleich den Turbo zünden. Zum ersten Mal erstrahlt die Rennserie in knalliger HD-Grafik. Wenn man den ganzen Fernseher für sich alleine hat, sieht «Mario Kart 8» dadurch so richtig zum Anbeissen aus. Sowohl beim Leveldesign als bei den Animation hat sich Nintendo enorm viel Mühe gegeben. Die typisch fröhliche Orchestermusik tut ihr übriges. Ab drei lokalen Spielern sinkt jedoch die Zahl der Bilder pro Sekunde von 60 auf 30 und auch die Optik wird stark reduziert. 

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Geschickt mischen die Entwickler alte Figuren, Waffen und Strecken mit neuen Inhalten. Mario-Kart-Fans werden rund die Hälfte der Strecken aus Vorgängerversionen erkennen. Zu den bekannten Waffen, wie Schildkröten, Bananen und Sternen sind einige neue dazugekommen. Der Boomerang lässt sich dreimal abfeuern, die Feuerblume noch viel mehr, die verfressene Topfplanze schnappt nach den Gegnern und die Hupe schleudert nicht nur andere Fahrer aus der Bahn, sondern wehrt sogar die berüchtigte blaue Schildkröte ab.

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Im Vorfeld gross angepriesen wurde die neue Vertikalität. Auf diversen Strecken kann man an der Wand oder gar an der Decke fahren. Mehr als ein Gimmick bleibt diese Möglichkeit allerdings nicht. Meist kann man dadurch lediglich ein paar zusätzliche Turbos abstauben.

Mehr Spass mit Freunden

«Mario Karts»-Paradedisziplin bleibt der Multiplayer–Modus. Sobald sich ein paar Freunde vor dem Fernseher oder online versammeln, geht die Post ab. Noch immer ist es unglaublich befriedigend, seine Gegner kurz vor der Ziellinie vom sichergeglaubten ersten Platz zurück ans Ende der Tabelle zu bombardieren. Oder man wird selbst Opfer solcher Ungehäuerlichkeiten. In diesem Fall bedankt man sich beim Kumpel umgehend mit einem Tomätchen.

Bowser hat seine ganze Familie mitgebracht.
Bowser hat seine ganze Familie mitgebracht.
Bild: Nintendo

Verschenkter Sieg

Leider versagt Nintendo auf der Zielgeraden. Der beliebte Battle-Modus, bei dem es darum geht, Mitspieler abzuschiessen und sie ihrer drei Ballone zu entledigen, spielt nicht mehr in Arenen, sondern in gekürzten Strecken-Versionen. Dadurch vergeht einfach zu oft zu viel Zeit, bis man jemandem über den Weg fährt – geschweige denn mit Schildkröten malträtieren kann. Gerade der enge Raum sorgte in früheren Spielen für hitzige Gefechte. Die Zugabe von Computergegnern kann diesen Verpatzer auch nicht mehr wettmachen.

Trotz dieses verschenkten Punktes gibt es für das neue «Mario Kart 8» einen Podestplatz. Tolle Grafik, abwechslungsreiche Strecken und eine riesige Portion Spielspass machen auch den achten Teil zum Pflichtkauf. Spätestens jetzt dürfen auch Unentschlossene zur Wii U greifen, ohne Angst haben zu müssen, einen 340 Franken teuren Staubfänger erstanden zu haben.

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