meist klar
DE | FR
7
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Digital
Wirtschaft

Facebook soll zerschlagen werden – doch die Konzern-Anwälte wehren sich

IMAGE DISTRIBUTED FOR AVAAZ - A campaigner from the global citizens movement Avaaz wearing a mask of Facebook CEO Mark Zuckerberg holds a sign reading "Regulate me", outside the European Com ...
Protest gegen Mark Zuckerbergs Social-Media-Imperium in Brüssel. Auch im Heimatland, den USA, wächst der öffentliche Druck, den Facebook-Konzern in die Schranken zu weisen.Bild: keystone

Facebook soll zerschlagen werden – doch die Konzern-Anwälte wehren sich

Instagram und WhatsApp sollen abgespalten werden, um die Dominanz von Mark Zuckerbergs Social-Media-Imperium zu brechen.
11.03.2021, 07:2911.03.2021, 09:45

Facebook wehrt sich vor Gericht gegen die Wettbewerbsklagen, mit denen die US-Regierung und die Bundesstaaten die Zerschlagung des Online-Netzwerks erreichen wollen. Facebook beantragte am Mittwoch (Ortszeit) , die Klagen abzuweisen.

Die Handelsbehörde FTC habe den Markt, in dem Facebook aktiv sei, zu vage umrissen, argumentierte das Online-Netzwerk. Auch der Monopol-Vorwurf entbehre einer plausiblen Grundlage. Die Klage der Bundesstaaten sei unberechtigt, da sie keine Begründung wie einen Schaden für ihre jeweilige Wirtschaft dargelegt hätten.

Instagram und WhatsApp abspalten

Die FTC und mehr als 40 Bundesstaaten werfen Facebook in ihren im Dezember eingereichten beiden Klagen unfairen Wettbewerb vor und wollen vor Gericht die Abspaltung von Instagram und WhatsApp erreichen. Facebook habe die Foto-Plattform und den Chatdienst gekauft, um seine Dominanz vor den Rivalen zu schützen, lautet ihr Argument.

Facebook konterte nunmehr unter anderem, dass die FTC nur einschreiten dürfe, um aktuelle Rechtsverletzungen zu unterbinden – aber nicht, um frühere Entscheidungen zu korrigieren. Die US-Wettbewerbshüter hatten seinerzeit die Übernahmen von Instagram und WhatsApp freigegeben.

Facebook kaufte Instagram 2012 für etwa eine Milliarde Dollar und WhatsApp 2014 für rund 22 Milliarden Dollar. Beide Dienste haben inzwischen deutlich mehr als eine Milliarde Nutzer.

Schon in der Vergangenheit hatte es Forderungen gegeben, Instagram und WhatsApp wieder aus Facebook herauszulösen. Der Konzern hat in den vergangenen Jahren die Infrastruktur hinter der Plattform seines Online-Netzwerks sowie Instagram und WhatsApp enger zusammengeführt. Das würde eine Aufspaltung technisch erschweren.

(dsc/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Mit diesen Facebook-Ads wurden die US-Wahlen manipuliert

1 / 7
Mit diesen Facebook-Ads wurden die US-Wahlen manipuliert
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

«Gruppenchats sind der Horror!»

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
The Destiny // Team Telegram
11.03.2021 10:04registriert Mai 2014
Währenddem verklagt Twitter den Texas AG, damit dieser keine Untersuchung zu den "Zensuren" (Löschbestimmungen und Umgang) von Twitter machen kann. Schöne neue Welt. Wie sagt man, hast du nichts zu verbergen, dann...
283
Melden
Zum Kommentar
7
Die GLP will den Bundesrat zu EWR-Verhandlungen zwingen – das sind die Sonntagsnews
Ein Missbrauch-Skandal an einer christlichen St. Galler Schule, jede Menge Bundesratsnews und das Problem der steigenden Zahl psychischer Erkrankungen: Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.

FDP-Parteipräsident Thierry Burkart will, dass Ignazio Cassis weiterhin das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) führt. So bleibe die Schweiz auch personell gegenüber der EU als Verhandlungspartner verlässlich, sagte Burkart in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Ganz anders sieht das SP-Aussenpolitiker Fabian Molina. Er ist der Meinung, dass Cassis vom Aussen- ins Innenministerium wechseln sollte. Mit dem aktuellen FDP-Bundesrat an der EDA-Spitze komme die Schweiz im Europa-Dossier nie ans Ziel. Die «SonntagsZeitung» berichtet ihrerseits, dass die Charme-Offensive von Elisabeth Baume-Schneider (SP/JU) für die Bundesratskandidatur bereits verpufft. Die Kandidatin hält im übrigen fest, dass sie nie Mitglied in der Revolutionären Marxistischen Liga gewesen sei.

Zur Story