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Davon soll man satt werden?

Der Essplan dieser Frau ist ja sowas von geradezu anstössig gesund. Immerhin: Das Internet lacht sich krumm

So vorbildlich, dass es fast unausstehlich ist: Diät-Streberin Kara Rosen wird das Ziel beissenden Spotts.



Gestatten, Kara Rosen, Inhaberin der Firma Plenish  (Frucht- und Gemüsesäfte, «die antreiben, entschlacken und heilen»). Vor Kurzem war sie an der Reihe, die «My Day On a Plate»-Kolumne des «Telegraph» zu bedienen. Und das sah wie folgt aus:

6 Uhr Heisses Wasser und Zitrone bevor ich dusche.
7 Uhr Eine Handvoll Nüsse vor dem Hantel- oder Lauftraining.
8 Uhr 30 Danach Eiweiss-Rühreier (Eigelb schmeckte mir noch nie) und ein Grüntee. Ich gönne mir aber einen Mandel-Milch-Cappuccino am Wochenende.
9 Uhr Ich beantworte Emails und bespreche danach die Lancierung einer neuen Saft-Geschmacksrichtung mit dem Team.
11 Uhr Ein grüner Saft verhindert Magenknurren.
13 Uhr Ich kaufe mir einen grünen Salat, esse ihn aber am Arbeitsplatz, wo ich Avocado und Chia-Samen hinzufüge. Und ein paar Reiswaffeln (ich mag etwas Kohlenhydratiges zu Mittag).
15 Uhr Meistens spüre ich zu dieser Zeit ein Energietief, besonders an einem Tag voller Sitzungen, und sehne mich nach Koffein, also nehme ich mir eine unserer pikanten ‹Limonades› mit Chili.
18 Uhr 30 Feierabend.
20 Uhr Sobald meine Tochter im Bett ist, koche ich mein Nachtessen: Federkohlsalat mit Pistazien, Oliven, getrockneten Kirschen, Argan-Öl und ein Tröpfchen Apfelessig – manchmal auch mit braunem Reis oder grilliertem Fisch.
21 Uhr Ingwertee mit einem Spritzer Zitronensaft während ich Mails checke.

Boah.

Streberin.

Für Frau Rosen sind zwei Reiswaffeln «etwas Kohlenhydratiges» und ein «Mandel-Milch-Cappucino» ist ein Wochenend-Luxus. Ihr unglaublich ehrgeiziger Tagesablauf beginnt um 6 in der Früh mit «heissem Wasser mit Zitrone» und endet um 21 Uhr mit «Ingwertee mit einem Spritzer Zitronensaft». Diese Plenish-Säfte müssen ja geradezu magische Ingredienzien enthalten.

Ähnlich dachte wohl «Telegraph»-Redaktorin Anita Singh, als sie twitterte:

«Nimm dir ein Twix, Schätzchen.»

Offenbar kam Singhs Tweet an, denn seither veröffentlichen Unzählige ihre eigenen Versionen von «My Day On a Plate»:

«4 Uhr 30: Den erstbesten Fuchs, den ich finden und fangen kann.»

«7 Uhr 10: Zwölf Staubflecken, verteilt auf einem 20cm-grossen Stück Well-Karton. Vielleicht sogar ein Blättchen.»  

«15 Uhr: Meistens spüre ich zu dieser Zeit ein Energietief, also schlafe ich ein über einem Teller Schoggi-Guetzli.»

«11 Uhr 30: Weizengras hinkotzen.»

«Ich habe nachgerechnet: Ich komme auf *etwas* mehr Kalorien wie Kara.»

«20 Uhr – Mitternacht: Schleichende existenzielle Malaise.»

«7 Uhr 30: Stehe in der Dusche und frage mich, weshalb alles schiefgelaufen ist.»

«Kuchen, Curry, Kuchen, mehr Kuchen.»

Und? Wer findet Karas Essplan angemessen?

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