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Elektroauto

Diese günstigen Kleinwagen haben 2026 Hit-Potenzial

VW ID. Polo
VW ID. Polo: Der kleine Stromer wird VWs Einstiegsmodell in die E-Mobilität.Bild: vw

Jetzt wird's elektrisch: Diese bezahlbaren Kleinwagen kommen 2026

Das Segment der Kleinwagen erlebt 2026 ein Comeback. In diesem Jahr liegt der Fokus vor allem auf bezahlbaren Elektroautos. Ein Überblick.
26.01.2026, 18:3226.01.2026, 18:32
Christopher Clausen / t-online
Ein Artikel von
t-online

Lange hat’s gedauert: Die Elektrifizierung hält nun auch bei den Kleinwagen Einzug. In den vergangenen Jahren war das Angebot bezahlbarer Einstiegsmodelle spürbar geschrumpft: Ford strich den Fiesta, auch Modelle wie der Mitsubishi Space Star verschwanden. Zwei wichtige Gründe: Immer höhere Anforderungen an die Abgasreinigung und die Assistenzsysteme, sodass die Produktion kaum noch wirtschaftlich möglich war, hiess es von den Herstellern.

Nun kommt eine Reihe neuer Modelle auf den Markt, ein guter Teil davon ist elektrisch. Der Grund: Die Herstellung von Batteriezellen ist günstiger geworden. Doch die tiefsten Preise früherer Verbrenner-Kleinwagen werden nicht mehr erreicht.

Renault Clio

Neuer Renault Clio: Kurz nach dem Jahreswechsel kommt die sechste Modellgeneration.
Neuer Renault Clio: Kurz nach dem Jahreswechsel kommt die sechste Modellgeneration. bild: clausen

Der französische Kleinwagenklassiker zählt zu den wenigen nichtelektrischen Neuheiten. Die sechste Generation tritt optisch selbstständig, fast schon aggressiv auf – wohl auch, um sich so stark wie möglich vom im freundlichen Retro-Stil gehaltenen E-Modell Renault 5 abzusetzen. Antriebsseitig geht es aber vor allem um Effizienz, beispielsweise in Form eines Vollhybrids (ab 26’500 Franken). Einstiegsoption ist aber ein Dreizylinderbenziner für knapp 20'000 Franken.

Renault Twingo Electric

Renault Twingo
Der Elektro-Twingo ist 3,79 Meter lang und somit 13 cm kürzer als der bereits kleine Renault 5.Bild: Renault

Noch ein Retro-Modell aus dem Hause Renault: Die elektrische Neuauflage des knuffigen Twingo besinnt sich auf ihre Wurzeln und ähnelt dem Ur-Modell noch stärker als die Neuauflagen von Renault 4 und Renault 5.

Mit dem sehr günstigen Basispreis von 18'900 Franken – in Deutschland nur 14'000 bis 17'000 Euro mit staatlicher Kaufprämie – könnte der Fünftürer ab März neue Kundenkreise erschliessen. Diese müssen allerdings Kompromisse bei Ladegeschwindigkeit und Reichweite (260 Kilometer) machen.

Aktuell ist nur die Version ab 20'900 Franken bestellbar, die Basisversion soll ab Frühjahr bestellbar sein.​

VW ID. Polo

Noch getarnt: Kenner entdecken an der Aussenhülle des ID. Polo viele VW-typische Designmerkmale – und Aussenspiegel, die auf den Türen befestigt sind.
Noch getarnt: Kenner entdecken an der Aussenhülle des ID. Polo viele VW-typische Designmerkmale – und Aussenspiegel, die auf den Türen befestigt sind.

Der Polo gehört zu den Klassikern im Kleinwagensegment. Während die Version mit Verbrennungsmotor wohl noch bis mindestens 2030 produziert wird, kommt im Spätsommer 2026 parallel die Elektroversion als ID. Polo auf den Markt.

In der Elektro-Variante wächst der Kofferraum um 24 Prozent von 351 auf 435 Liter. Der vier Meter lange Stromer wird mit der grösseren von zwei Akku-Varianten Reichweiten bis 450 Kilometer bieten.

Bestechen soll er aber vor allem mit seinem günstigen Einstiegspreis von 24'990 Euro – wobei mit der staatlichen Kaufprämie von 3000 bis 6000 Euro beim Kauf eines E-Autos in Deutschland Endkundenpreise unter 20'000 Euro möglich sind. Damit wird der neue ID. Polo günstiger als der Verbrenner-Polo ab rund 22'500 Euro. Einschränkend gilt, dass die Basisversion mit schwächerem Motor und kleinem LFP-Akku (300 Kilometer Reichweite) erst etwas später nachgereicht wird.

Endlich wieder Schalter: Beim ID. Polo und allen künftigen Modellen bringt VW die Schalterleiste für die wichtigsten Funktion zurück. Beim Vorserienmodell fehlt noch die Gummimatte in der Handyablage.
Endlich wieder Schalter: Beim ID. Polo und allen künftigen Modellen bringt VW die Schalterleiste für die wichtigsten Funktion zurück. Beim Vorserienmodell fehlt noch die Gummimatte in der Handyablage.bild: vw

Was feststeht: Mit dem ID. Polo besinnt sich VW auf alte Tugenden, setzt auf ein konservativeres Äusseres und einen hochwertigen Innenraum, wie der erste Check von t-online zeigt. Damit setzt der Kleine Massstäbe für alle Elektromodelle der Marke – auch das Facelift von ID.3 und ID.4 dürfte davon profitieren.

Der ID. Polo wird ab April bestellbar sein.

VW ID. Cross

Der ID. Cross ist 4,16 Meter lang, 12 cm kürzer als der aktuelle Golf, bietet aber viel Platz im Innenraum.
Der ID. Cross ist 4,16 Meter lang, 12 cm kürzer als der aktuelle Golf, bietet aber viel Platz im Innenraum.bild: vw

Der elektrische Polo ist nicht die einzige Neuheit, mit der VW elektrisch durchstarten will. Neben dem klassischen Kleinwagen gibt es als Ableger einen kleinen Elektro-SUV mit dem Namen ID. Cross. Der orientiert sich am bisherigen Verbrenner-Modell T-Cross, dessen Nachfolge er auch mittelfristig antritt. Der ID. Cross soll Reichweiten bis 450 Kilometer und erschwingliche Preise ab «rund 28'000 Euro» bieten (mit der neuen Kaufprämie sinkt der Preis in Deutschland nochmals um 3000 bis 6000 Euro).

Er dürfte ab Sommer bestellbar und ab Herbst erhältlich sein.

VW ID. Cross: Zurück zu physischen Tasten am Lenkrad und unter dem Touchscreen.
VW ID. Cross: Zurück zu physischen Tasten am Lenkrad und unter dem Touchscreen.bild: vw

In Sachen Design kehrt VW wie auch bei seinen anderen neuen Stromern zum klassischen Verbrenner-Stil zurück, der Innenraum der seriennahen Studie sieht aufgeräumt aus.

Skoda Epiq …

Noch eine seriennahe Studie: Der Epiq wird ebenfalls in diesem Jahr in Serie gehen.
Noch eine seriennahe Studie: Der Epiq wird ebenfalls in diesem Jahr in Serie gehen.

…und Cupra Raval

Progressive Optik? Der Cupra Raval ist aktuell noch mit Tarnfolie unterwegs.
Progressive Optik? Der Cupra Raval ist aktuell noch mit Tarnfolie unterwegs. bild: cupra

Ableger von VW ID. Polo und ID. Cross wird es auch von den anderen Konzernmarken geben: Der Skoda Epiq kommt noch eine Spur kantiger und alltagspraktischer daher, der Cupra Raval spielt die Rolle des sportlichen Nonkonformisten. Da beide Modelle auf der gleichen Technik wie die Schwestermodelle von VW basieren, sind ebenfalls je nach Akku-Variante Reichweiten von 300 bzw. bis 450 Kilometer erwartbar.

Cupras Kleinwagen Raval ist wie der ID. Polo rund 4 Meter lang und ab Ende März bestellbar. Sie werden in Spanien im gleichen Werk produziert. Die Preise beginnen bei 25'950 Euro (Schweizer Preise sind noch nicht bekannt).

Skodas 4,1 Meter langer Elektro-SUV Epiq dürfte einen Basispreis unter 30'000 Franken haben.

Nissan Micra

Nissan Micra
Mit angedeuteten Kulleraugen: Die Neuauflage des Micra basiert auf der Technologie des Renault 5.Bild: Nissan
Nissan Micra
Der Micra übernimmt auch weitgehend die Inneneinrichtung des Renault 5.Bild: Nissan

Kommt Dir die Form bekannt vor? Die Technik des neuen Nissan Micra stammt vom Renault 5, optisch tritt der Japaner aber relativ eigenständig und mit leichter Offroad-Optik auf.

Das vor allem für die Kurzstrecke entwickelte Einstiegsmodell mit gut 300 Kilometer Reichweite startet bei 28'200 Franken, die «Langstrecken»-Variante mit mehr als 400 Kilometern Reichweite kostet über 30'000 Franken.

Kia EV2

Der EV2 ist 4,06 Meter lang.
Der EV2 ist 4,06 Meter lang.bild: kia
Minimalistisch: Cockpit mit drei Displays, textil bespannten Flächen und Recyclingmaterialien.
Minimalistisch: Cockpit mit drei Displays, textil bespannten Flächen und Recyclingmaterialien.bild: kia

Die Koreaner bauen ihre starke Position im Elektrosegment konsequent aus – diesmal nach unten. Der gut vier Meter lange SUV EV2 (4,06 Meter) übernimmt ab dem Frühjahr zunächst die Rolle des Einstiegs-Stromers unterhalb des grösseren EV3, dem er optisch nahesteht.

Je nach Akkugrösse mit 42 oder 61 kWh bietet der EV2 eine Reichweite von rund 300 oder bis zu 450 Kilometern. Zunächst startet die EV2-Produktion im Februar mit der kleinen Akku-Variante. Die Long-Range-Variante folgt voraussichtlich ab Juni. Ein konkreter Termin für den Verkaufsstart steht noch aus.

Die Preise dürften unterhalb von 30'000 Franken beginnen.

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Die beliebtesten Kommentare
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Döner macht schöner
26.01.2026 18:56registriert Mai 2020
Habe mir gerade den E-Mini von 2021 gekauft als Occasion. Knapp über CHF 10'000 mit nicht mal 35k km. Wenn nun endlich die günstigen Stromer auf den Occasionsmarkt kommen, dann könnte das noch was werden mit der Energiewende.
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Fakten_Checker
26.01.2026 20:18registriert September 2025
SAP lässt seit dem 1.1.26 nur noch Elektroautos als Dienstwagen zu, weil wichtigster Punkt sind günstiger und die Autos können an allen SAP Standorten nebenbei geladen werden, damit vertrödeln die Mitarbeiter keine Zeit mehr an der Tankstelle.
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