Schweiz
Wirtschaft

Klaus Schwab: WEF-Gründer will 200-Millionen-Grundstück an Bund schenken

Darum will WEF-Gründer Schwab der Schweiz sein 200-Millionen-Grundstück schenken

29.01.2026, 10:1129.01.2026, 10:11

Es zählt zu den wertvollsten Grundstücken der Schweiz: das Areal des WEF-Hauptsitzes in Cologny GE. Klaus Schwab, Gründer des World Economic Forums, besitzt das rund 200 Millionen Franken teure Grundstück und will es nun dem Bund schenken, wie der Blick berichtet.

Das Areal umfasst rund 50’000 Quadratmeter, davon gehören 10’000 dem Kanton Genf.
Das Areal umfasst rund 50’000 Quadratmeter, davon gehören 10’000 dem Kanton Genf.bild: World Economic Forum

Nach über 55 Jahren war Schwab beim diesjährigen WEF nicht mehr dabei. Stattdessen zog er sich mit seiner Frau in die Berge Omans zurück. Seit letztem Jahr hat der Gründer und langjährige Präsident im Stiftungsrat nichts mehr zu sagen.

German Klaus Schwab, Founder and Executive Chairman of the World Economic Forum, WEF, delivers a speech during the 55th annual meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Tuesday, ...
Gründer Klaus Schwab am WEF 2025.Bild: KEYSTONE

Doch das WEF liegt Schwab weiterhin am Herzen. Er will das World Economic Forum in der Schweiz halten und dem Bund deshalb sein rund 200 Millionen Franken teures Grundstück in Cologny schenken. Damit wolle er der Schweiz für die jahrzehntelange, verlässliche Unterstützung danken und etwas zurückgeben. Zugleich soll die Übertragung an den Staat das WEF dauerhaft in der Schweiz verankern.

Die Hindernisse der Schenkung

Bereits Ende Jahr wandte sich Schwab mit einem Brief an den Bundesrat. Sein Vorschlag wurde in der Landesregierung diskutiert. Nun zeigt sich jedoch, dass der Bund die Schenkung nicht einfach annehmen kann: Dafür braucht es zunächst eine gesetzliche Grundlage sowie die Zustimmung des Stiftungsrats.

Schwab kaufte einst das Grundstück und steigerte dessen Wert auf rund 200 Millionen Franken.
Schwab kaufte einst das Grundstück und steigerte dessen Wert auf rund 200 Millionen Franken.bild: World Economic Forum

Eine entsprechende Antwort, unterzeichnet von Bundespräsident Guy Parmelin und dem Bundeskanzler, ging laut Blick-Recherche kurz vor dem diesjährigen WEF an Schwab. Auf Anfrage erklärte die Bundeskanzlei, sie äussere sich nicht zu «allfälligen Korrespondenzen des Bundesrates mit Privatpersonen».

Schwab äussert sich zu den aktuellen Vorgängen nicht. Nun ist der Stiftungsrat gefordert. Auf Anfrage der WEF-Medienstelle teilt dieser mit: «Das WEF hat keine Pläne, die Immobilie in Cologny, in der sich unser Hauptsitz befindet, aufzugeben.» (fak)

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74 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jacques #23
29.01.2026 12:29registriert Oktober 2018
Darf ich einmal hervorheben, dass Klaus Schwab einer der freundlichsten, visionärsten Menschen unserer Zeit ist und dem ich je begegnet bin und das seine Absichten durch und durch wohlwollend und wertvoll für die Gemeinschaft sind?

Aber hier herrscht gleich: Reichtum ist verdächtig und ziemlich sicher nur durch kriminelle Energie erreicht worden.

Nein, da war Mut, Vision und Kontinuität!
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Peter Vogel
29.01.2026 11:57registriert Juni 2020
Standort für ein regelmässiges internationales Treffen zu sein hat viele Vorteile, auch wenn das einige nicht erkennen können. Anders als der ESC bringt das WEF der Schweiz durchaus etwas.
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Rethinking
29.01.2026 12:57registriert Oktober 2018
Richtig so. Der Bund soll das Geschenk annehmen.

Nehmt den Finger raus und macht es möglich!
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