Gesellschaft & Politik
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EU knallhart

Symbolische Beerdigung durch Studenten des Forschungsabkommens Horizon 2020 und des Studentenaustausch-Programmes Erasmus vor dem Bundeshaus, am Donnerstag, 20. Februar 2014, in Bern. Kurz nach der Entscheidung des Bundesrates, das bilaterale Abkommen auf Kroatien nicht auszuweiten, reagiert die Europaeische Union und macht die Drohung wahr: die EU sistiert die Verhandlungen ueber Horizon 2020 und Erasmus. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Bild: KEYSTONE

Schweiz im nächsten Studienjahr definitiv bei «Erasmus +» nicht dabei



Die Schweiz nimmt im Studienjahr 2014/15 definitiv nicht am Studentenaustauschprogramm "Erasmus+" teil. Das sagte der EU-Arbeitskommissar Làszló Andor am Mittwoch bei einer Debatte vor dem EU-Parlament über die Konsequenzen der Schweizer Zuwanderungsinitiative.

Die Schweiz habe nach der Aussetzung der Verhandlungen mit Brüssel die Termine für die Verleihung der Stipendien verpasst. Das bedeute, dass sie nicht wie die EU-Mitgliedstaaten, sondern nur noch wie ein Drittstaat behandelt werde, sagte Andor.

Weil es beim Forschungsprogramm "Horizon 2020" kein gültiges internationales Abkommen gebe, werde die Schweiz 2014 auch hier nicht mehr als "assoziiertes Land", sondern nur noch als Drittland teilnehmen. Schweizer Projektvorschläge würde entsprechend behandelt. Die Schweiz habe angedeutet, dass sie ihre internen Beratungen über die Ausweitung des Freizügigkeitsabkommens mit Kroatien bis Anfang April abschliessen werde. "Wir müssen das schnell wissen", sagte Andor. "Business as usual" sei keine Option. 

In der Schweiz bleiben die (meist negativen) Reaktionen nicht aus:

Die EU spielt mit dieser Massnahme einer ihrer Trümpfe gegen die Schweiz aus. Wo die EU sonst noch die besseren Karten hat, lesen Sie hier.

(aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • beeeeerich 27.02.2014 12:20
    Highlight Highlight Es ist schon erstaunlich, wie die europäische Elite hyperventiliert, weil die Schweiz sich erlaubt, selber zu denken, statt sich von den allesswissenden und moralkeulenschwingenden EU-Politikern und EU-Funktionären diktieren zu lassen...

    A propos Fremdenfeindlichkeit: Wenn es als fremdenfeindlich ist, dass die EU die Einwanderung aus Nicht-EU-Ländern autonom bestimmen will - ja, dann bin ich tatsächlich auch fremdenfeindlich.
  • jonaszürrer 26.02.2014 22:59
    Highlight Highlight Kommen die auländdr jetzt auch nicht mehr zu uns studieren
  • Vrs 26.02.2014 20:00
    Highlight Highlight so what...:) dann gehen wir Studies eben in die USA oder Kanada, da befinden sich doch laut den zahlreichen Rankings die besten Universitäten :)
  • Hans Jucker 26.02.2014 19:55
    Highlight Highlight Egal ob die Schweiz sich infolge der Initative politisch in zwei Meinungen geteilt hat, sollten trotzdem alle annehmen was wir abgestummen haben. Die SVP - Initative wurde anngenommen, so ist das in einer demokratie die mehrheit entscheidet ueber die minderheit. Die Rechten und unterstuetzer der SVP initative dürfen stolz sein, sowie die Linken stolz auf Fabi sein dürfen. Jedoch sollte man nicht die Demokratie in Frage stellen, uns ueberzeugen wollen, dass alles schlecht wird. Natürlich wird die initative folgen international sowie national haben werden, jedoch müssen wir es hinnehmen wie es ist, und wir müssen halt bestmögliches herausholen, sodass wir die bilateralen möglichst behalten können. Trotzdem sollten wir keine scheu zeigen den Eulern zu zeigen dass wir auch ein land mit
    Meinung sind und nicht zur EU gehoeren wo 2/3 lànder ueber uns entscheiden können.
    Wenn wir jetzt halt bei diesem forschungsprogramm nicht dabei sind, ist es halt so. Dann sollten wir halt mehr steuern anstatt in die neuen Grippen zu investieren in ein forschungsprogramm investieren ;).
  • mauchmark 26.02.2014 18:52
    Highlight Highlight Noch hat die Schweiz keinen Vertrag gekündigt oder verletz. Die konkrete Umsetzung der MEI Initiative hat noch nicht mal begonnen und schon macht die EU Nägel mit Köpfen. Das trozige und unzuverlässige Verhalten der EU macht eines deutlich; der bilaterale Weg wäre auf kurz oder lang für die Schweiz zur Sackgasse geworden. Es gibt schlussendlich wohl keinen Mittelweg, sondern nur der EU Beitritt oder die Unabhängigkeit der Schweiz. Welches ist das kleinere Übel?
  • TeoLolstoy 26.02.2014 18:12
    Highlight Highlight Na, herzliche Gratulation. Das passiert wenn man einfach mal "d'Fuscht im Sack macht" und dann launisch stimmen geht. Aber Hauptsache, man hat wieder einmal "ein Zeichen" gesetzt. Humbug.
  • street21 26.02.2014 18:06
    Highlight Highlight HILFEE wir können kein Studentenaustausch mehr machen....PANIK ...^^
    • TeoLolstoy 26.02.2014 18:13
      Highlight Highlight Stimmt, Bildung ist ja sowieso unwichtig, und hey, in der Schweiz haben wir doch alles! Diese ausländischen Unis, die braucht man doch eh nicht! Da lernt man doch gar nichts! /sarkasmus
    • jonaszürrer 26.02.2014 18:24
      Highlight Highlight Jaaa das Ist eine super sache und jetzt ist das zerstört
    • tisc 26.02.2014 18:29
      Highlight Highlight Das sollte nicht ins Lächerliche gezogen werden!
      Der Austausch ist sehr wichtig,
      für die Schweiz insbesondere. Vernetzung und Vermarktung der Schweizer Unis, ETHs und FHs ist in der heutigen Zeit ein Muss!
      Wer das nicht versteht, versteht nichts von Bildung..
    Weitere Antworten anzeigen
  • christian_denzler 26.02.2014 18:02
    Highlight Highlight Nicht erstaunlich. Die EU behandelt uns nun so wie wir es uns gewünscht haben: als Drittstaat. Wir können ja nach Amerika. An die Eliteunis schaffen wir es nicht und der Rest ist erwa gleich brauchbar wie kein Auslandaufenthalt.

    Menschen, die heute immer noch glauben, ein Land kann alleine überleben müssen mir unbedingt ihren Dealer nennen. So eine krasse Realitätsflucht könnte ich ab und zu auch brauchen.
    • Adiii 26.02.2014 18:08
      Highlight Highlight Je nach Fachgebiet ist ein Auslandjahr sehr gut, auch an europäischen UNI's.
  • Adiii 26.02.2014 17:57
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