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Kommentar zum WEF: Dieser Satz von Guy Parmelin hätte nicht sein müssen

KEYPIX - US President Donald Trump, right, speaks with Switzerland's Federal President Guy Parmelin, center, next to Switzerland's Economy Minister Federal councillor Karin Keller-Sutter lef ...
Guy Parmelin empfängt Donald Trump am WEF in Davos.Bild: keystone
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Dieser Satz hätte wirklich nicht sein müssen

Donald Trump erniedrigt in seiner Rede die Schweiz und deren Regierung. Trotzdem lobt Bundespräsident Guy Parmelin den US-Präsidenten.
22.01.2026, 11:3522.01.2026, 22:11

«Ich hätte einen Haufen Knieschoner mitbringen sollen für die ganzen Staatenlenker», sagte Gavin Newsom Anfang der WEF-Woche. Der kalifornische Gouverneur spielte damit auf die Europäer an, welche lieber auf den Knien bei US-Präsident Donald Trump betteln, anstatt Widerstand zu leisten.

Auch die Schweizer «Staatenlenker» hielten sich bislang mit Kritik an Trump zurück. So sagte Aussenminister Ignazio Cassis im Dezember, dass die USA mit vielem «nicht Unrecht» hätten. In Erinnerung bleibt auch, wie Bundesrätin Karin Keller-Sutter Teile von J.D. Vances Rede an der Münchner Sicherheitskonferenz als «sehr schweizerisch» bezeichnete.

Das sogenannte «Team Switzerland», bestehend aus Schweizer Wirtschaftsführern, beschenkte den US-Präsidenten gar mit einem Goldbarren und einer Rolex-Uhr, um ihn milde zu stimmen.

Umgekehrt schrecken die USA nicht mit Kritik an der Schweiz zurück. «Ohne uns wäre die Schweiz nicht die Schweiz», sagte Donald Trump in seiner WEF-Rede. In der Schweiz sei «die Hölle los» gewesen, nachdem er sie mit Zöllen belegt habe.

Obwohl er hier zu Gast ist, verhöhnte er Karin Keller-Sutter vor versammelter Weltöffentlichkeit. Sie sei beim Telefonat zu den Zollverhandlungen sehr repetitiv gewesen und habe ihn genervt.

Video: watson/Elena Maria Müller

Ein Weckruf für unsere Landesregierung? Nein, sie lobte den US-Präsidenten sogar noch.

Nach der öffentlichen Demütigung empfingen die Bundesräte Ignazio Cassis, Karin Keller-Sutter und Guy Parmelin die US-Delegation um Donald Trump – und wieder hätten sie «Knieschoner» brauchen können, um es in den Worten von Newsom auszudrücken.

Bundespräsident Guy Parmelin begrüsste Donald Trump mit den Worten:

«Davos ohne Sie ist nicht wirklich Davos.»
Guy Parmelin begrüsst Donald Trump am WEF.Video: instagram/guyparmelin

Die Runde lachte verlegen, worauf Trump entgegnete: «Das ist wahr.»

Die Szene erinnerte ein wenig an die Kabinettsitzungen in Washington D.C., bei denen zuerst alle Teilnehmenden sagen, wie grossartig Trump ist, bevor sie auf die Inhalte zu sprechen kommen.

Die offizielle Schweiz sollte bei diesen Spielchen nicht mitmachen.​

Parmelins Schmeichelei, kurz nachdem der US-Präsident über unser Land und unsere Regierung hergezogen hat, ist fehl am Platz. Trump wird diese Unterwürfigkeit als Schwäche verstehen und uns bei nächster Gelegenheit wieder erpressen.

Wir sollten uns nicht kleiner machen lassen, als wir sind. Es ist Zeit, dass sich die Schweiz von den Knien erhebt.

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Trumps Aussagen am WEF
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Donald Trump lobt sich bei seiner Rede am WEF selbst.

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Video: watson
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Gandalf der Weise
22.01.2026 11:48registriert Januar 2023
Es wird Zeit, dass sich ganz Europa von den Knien erhebt. Geschlossen.
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Theor
22.01.2026 11:44registriert Dezember 2015
gibt es eigentlich Irgendwo ein Bestreben für ein Referendum oder eine Initiative oder irgendwas, dass die offiziellen Stellen einmal zwingen würde, die Schweiz nicht länger mit ihrer Rückgradlosigkeit zu blamieren? Ich glaube, die hätte inzwischen gute Chancen mehrere hunderttausende Unterschriften zu sammeln.
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flausch
22.01.2026 11:46registriert Februar 2017
Die Bürgerliche Schweiz war immer nur "Neutral" wenn es darum ging sich kritiklos rechten Despoten unterwerfen zu können.
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