Gesellschaft & Politik
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Mehrere hundert Tonnen

Letzte syrische Chemiewaffen auf US-Frachtschiff verladen 



The Danish cargo ship Ark Futura arrives at Gioia Tauro port, southern Italy, Wednesday, July 2, 2014. Syria's acknowledged stockpile of chemical weapons has been handed over to Western governments for destruction. About 1,300 tons of chemical weapons are currently on the Ark Futura and are expected be transferred to the U.S.-owned MV Cape Ray at Gioia Tauro. The Cape Ray has been fitted with two machines designed to neutralize the most toxic chemicals, including mustard gas and the raw materials for sarin nerve gas, that were removed from Syria as part of the international effort to destroy its chemical weapons. The most dangerous chemical weapons will be transferred from the Danish vessel Ark Futura to the Cape Ray, which will move into international waters for the destruction. Other material will be taken to toxic wastes sites in various countries for disposal. (AP Photo/Adriana Sapone)

Bild: Adriana Sapone/AP/KEYSTONE

Die letzte Phase der Zerstörung des syrischen Chemiewaffenarsenals ist in der Nacht zum Donnerstag eingeläutet worden. Bis zum Abschluss des Verfahrens werde es voraussichtlich aber noch einige Wochen dauern, erklärte das Pentagon. 

Mehrere hundert Tonnen Senfgas und Vorläuferprodukte des Nervengases Sarin wurden in der süditalienischen Hafenstadt Gioia Tauro von einem dänischen Frachter auf das US-Spezialschiff «MV Cape Ray» verladen, wie das US-Verteidigungsministerium mitteilte. Von dort werden sie nun in internationale Gewässer transportiert und auf hoher See unschädlich gemacht. 

Der dänische Frachter «Ark Futura» war von einem Kriegsschiff der italienischen Marine begleitet worden, ein Militärhelikopter überwachte den Luftraum. Der Hafen war während der mehrstündigen Verladung an Bord der «Cape Ray» weiträumig abgesperrt, die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) überwachte den Ablauf. 

The Danish ship Ark Futura (L), carrying a cargo of Syria's chemical weapons, and the U.S. ship Cape Ray (R) are seen docked at Gioia Tauro port in southern Italy July 2, 2014. The Danish ship carrying some of Syria's most dangerous chemical agents began transferring them on Wednesday onto the U.S. cargo vessel equipped with special gear to neutralise them at sea, officials said.      REUTERS/Ciro De Luca (ITALY - Tags: MARITIME CONFLICT POLITICS CIVIL UNREST)

Vom dänischen Frachter «Ark Futura» (l) wurde die letzte Ladung auf das US-Schiff «MV Cape Ray» verladen. Bild: CIRO DE LUCA/REUTERS

Letzte Ladung

Die «Ark Futura» hatte den syrischen Mittelmeerhafen Latakia am 23. Juni verlassen, um die Restbestände der chemischen Kampfstoffe ausser Landes zu bringen. Die letzte Ladung entsprach nach Angaben der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) etwa acht Prozent der deklarierten Bestände. Die übrigen 92 Prozent der Chemiewaffen aus Syrien waren bereits in den vergangenen Monaten verschifft worden. 

Die syrische Staatsführung hatte der Vernichtung der Kampfstoffe zugestimmt, nachdem die USA wegen eines Chemiewaffeneinsatzes im Sommer 2013 nahe Damaskus mit einem Militärangriff gedroht hatten. Bei der Sarin-Attacke in einem Vorort der syrischen Hauptstadt waren im August vergangenen Jahres 1400 Menschen getötet worden. Der Westen machte Präsident Baschar al-Assad dafür verantwortlich, Damaskus gab den Rebellen die Schuld. 

Nach Bundeswehrangaben sollen die zum Schutz des Zerstörungsvorgangs auf offener See eingeteilte deutsche Fregatte «Augsburg» sowie ein weiteres Schutzschiff aus Italien am Donnerstag im zentralen Mittelmeer auf die «Cape Ray» treffen. Dort soll dann im sogenannten Hydrolyseverfahren unter Einsatz von Wasser und verschiedenen Chemikalien damit begonnen werden, die Giftgasbestände zu zerstören. Übrig blieben Reststoffe, die private Spezialfirmen entsorgen sollen. (rey/sda/afp) 

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