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Andere Geiseln wurden gerettet

US-Militär vermasselt Geisel-Befreiung: Reporter weiterhin in den Händen von Al-Kaida



Das US-Militär ist nach eigenen Angaben mit der Befreiung einer amerikanischen Geisel des Terrornetzwerks Al-Kaida im Jemen gescheitert. Bei der Aktion sind Gefangene verschiedener Nationalitäten gefunden und gerettet worden, aber der vermisste US-Journalist Luke Somers war nicht dabei.

Dies teilten das Weisse Haus und das Pentagon am Donnerstag in Washington mit. Zur Identität der befreiten Geiseln wurden keine Angaben gemacht. Die US-Regierung reagierte mit dem Eingeständnis auf ein im Internet verbreitetes Video, das den Amerikaner zeigt.

Al-Kaida-Video ist offenbar echt

Ein Sprecher des Al-Kaida-Ablegers auf der arabischen Halbinsel droht in dem Film mit der Tötung des 33-Jährigen. «Uns ist das Video bekannt», sagte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates von Präsident Barack Obama, Bernadette Meehan. Weitere Details zu der bislang geheimen Kommandoaktion wollte sie nicht bekanntgeben.

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«Er ist unschuldig»: Bruder und Mutter von Luke Somers appellieren an die Geiselnehmer. video: youtube/أحمد عبدالرحمن

Die US-Regierung habe drei Tage Zeit, um Forderungen zu erfüllen, «die sie genau kennen», erklärte der Sprecher in dem Video. Ansonsten werde die Geisel ihr «unabdingbares Schicksal» treffen. Am Ende muss sich Somers selbst äussern. «Ich suche nach jeder Hilfe, die mich aus dieser Situation befreien kann», sagte er. «Ich bin sicher, dass mein Leben in Gefahr ist.»

Misslungene Geisel-Befreiung bereits vor einer Woche

Der Journalist war vor mehr als einem Jahr in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa entführt worden, wo er als freier Fotoreporter arbeitete. Die «Washington Post» hatte bereits vor der Bekanntgabe durch die Regierung berichtet, dass die US-Armee in der vergangenen Woche mit dem Versuch scheiterte, ihn zu befreien. Laut dem Pentagon wurde bei der Aktion mit jemenitischen Streitkräften kooperiert.

Was die Terroristen von Washington verlangen, sagte der Al-Kaida-Sprecher nicht. Er verurteilte US-Angriffe in der islamischen Welt, unter anderem in Afghanistan, im Irak, in Syrien, in Somalia und im Jemen.

Das Terrornetzwerk hat vor allem im Süden des Jemens seine Hochburgen. Jementische Sicherheitskräfte und US-Armee gehen dort immer wieder gegen Dschihadisten vor. (sda/dpa/tat)

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