Hongkong
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Noch zwei Camps bleiben übrig

Hongkonger Polizei vertreibt Demonstranten aus Geschäftsviertel



Die Polizei in Hongkong hat ein weiteres Protestlager der prodemokratischen Bewegung geräumt. Wie Reporter vor Ort berichteten, bauten rund 800 Beamte auf dem Platz im dichtbevölkerten Stadtteil Mongkok am Freitagmorgen Zelte und von den Demonstranten errichtete Barrikaden ab.

Auf nennenswerten Widerstand trafen sie nicht, der Protestplatz war beim Eintreffen der Polizei bereits weitgehend leer. An den anderen beiden Protestorten in Admiralty und Causeway Bay auf der Insel Hongkong campierten in der Nacht weiter Hunderte Demonstranten.

Riot police remove barricades surrounding the pro-democracy student camp in the Mong Kok district of Hong Kong, early Friday, Oct. 17, 2014. Riot police moved in on the Mong Kok pro-democracy protest zone in a dawn raid on Friday, taking down barricades, tents and canopies that have blocked key streets for more than two weeks. (AP Photo/Wally Santana)

Die Polizei räumt Barrikaden aus dem Weg. Bild: Wally Santana/AP/KEYSTONE

Eine kleine Gruppe von Demonstranten weigerte sich auch nach der Räumung des Camps, Mong Kok zu verlassen. Die Polizei erlaubte ihnen vorerst zu bleiben.

Bei den Demonstrationen der vergangenen Wochen war es in Mongkok immer wieder zu gewaltsamen Zusammenstössen gekommen. Die prodemokratischen Demonstranten fordern eine freie Wahl ihres Verwaltungschefs im Jahr 2017, ohne dass Peking eine Vorauswahl der Kandidaten trifft.

A pro-democracy protester is arrested by riot polices after police moved in the occupied area by the pro-democracy protesters in the Mong Kok district of Hong Kong, early Friday, Oct. 17, 2014. Riot police moved in on a Hong Kong pro-democracy protest zone in a dawn raid on Friday, taking down barricades, tents and canopies that have blocked key streets for more than two weeks. (AP Photo/Kin Cheung)

Ein Demonstrant wird festgenommen – allgemein hielt sich jedoch der Widerstand in Grenzen. Bild: Kin Cheung/AP/KEYSTONE

Am Donnerstag war der Chef der chinesischen Sonderverwaltungszone, Leung Chun Ying, überraschend auf die Protestbewegung zugegangen und hatte ihr neue Gespräche angeboten. Die Polizei erklärte aber, sie werde die Räumung der Strassenbarrikaden und Protestlager, mit der sie in den vergangenen Tagen begonnen hatte, fortsetzen.

Die durch die Blockaden verursachten Verkehrsprobleme in der ohnehin dichtbevölkerten Metropole strapazieren zunehmend die Geduld vieler Geschäftsleute und Einwohner. (sda/afp/dpa)

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