International
Asien

Iran lässt Person nach Sabotagevorwürfen hinrichten

Iran lässt Person nach Sabotagevorwürfen hinrichten

03.03.2024, 21:5203.03.2024, 21:52

Der Iran hat eine Person nach Sabotagevorwürfen hinrichten lassen. Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Sonntagabend berichtete, wurde dem Mann ein Angriff auf eine Einrichtung des Verteidigungsministeriums im vergangenen Jahr vorgeworfen. Tasnim sprach von einem Agenten des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad. Weitere Details wurden nicht bekannt gegeben, auch nicht die Identität der Person.

Ende Januar 2023 war im Iran eine Munitionsfabrik des Verteidigungsministeriums nahe der Metropole Isfahan mit mehreren kleinen Fluggeräten angegriffen worden. Der Iran hatte damals den Staat Israel als Drahtzieher für die Attacke verantwortlich gemacht. Das «Wall Street Journal» berichtete damals unter Berufung auf «mit der Operation» vertraute Personen, dass Israel hinter den Angriffen stehe.

Bereits Ende Januar liess Irans Justiz im Zusammenhang mit dem Angriff auf die Fabrik vier Kurden hinrichten. Die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Hengaw warf der Islamischen Republik einen unfairen Prozess vor. Die Geständnisse der Männer seien unter Folter erzwungen worden.

Menschenrechtsaktivisten kritisieren die Praxis der Todesstrafe im Iran seit Jahrzehnten. Offizielle Zahlen zu den Hinrichtungen gibt es nicht. Laut einem Jahresbericht von Hengaw wurden im vergangenen Jahr 829 Menschen exekutiert. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Elon Musk zofft sich mit Ryanair-CEO – und überlegt sich, die Airline zu kaufen
Zwischen dem SpaceX-Boss und Ryanair-CEO Michael O'Leary ist ein heftiger Streit entbrannt. Beide bezeichnen einander als Idiot. Nun macht Musk Andeutungen, dass er sich den Kauf der Airline überlegt.
Ryanair-CEO Michael O'Leary hat sich mit dem reichsten Mann der Welt angelegt. Begonnen hatte das Ganze, als O'Leary in einem Radio-Interview erklärte, dass Ryanair kein Starlink-Wi-Fi in seinen Flugzeugen installieren wolle. Grund sei der steigende Treibstoffverbrauch, den eine Antenne verursachen würde und auf die Kundschaft abgewälzt werden würde.
Zur Story