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Vulkan-Ausbruch in Indonesien – Tsunami-Warnung

Vulkan könnte ins Meer stürzen – Tsunami-Warnung und höchste Alarmstufe in Indonesien

Nach dem Ausbruch des Vulkans Ruang in Indonesien haben die Behörden die höchste Alarmstufe ausgegeben und vor einem möglichen Tsunami gewarnt.
18.04.2024, 07:5018.04.2024, 12:10
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Der 725 Meter hohe Feuerberg im Sangihe-Archipel nördlich von Sulawesi hat in den vergangenen Tagen mehrmals bis zu 3000 Meter hohe Wolken aus Asche und Gestein in den Himmel geschleudert. Wegen der Eruptionen drohen Teile der Vulkaninsel ins Meer zu stürzen. Mittlerweile wurde die höchste Alarmstufe ausgegeben. Tausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

In this photo released by Sitaro Regional Disaster Management Agency (BPBD Sitaro), hot molten lava glows at the crater of Mount Ruang as it erupts in Sanguine Islands, Indonesia, Wednesday, April 17, ...
Der Vulkan Ruang in Indonesien ist ausgebrochen.Bild: keystone

Vulkanausbrüche hätten das Potenzial, Tsunamis mit verheerenden Folgen auszulösen, zitierte die indonesische Nachrichtenagentur Antara einen Sprecher des staatlichen Zentrums für Meteorologie, Klimatologie und Geophysik (BMKG). Verursacht würden diese durch den Einbruch von Flanken eines Vulkans - oder schlimmstenfalls des gesamten Berges. Die Folge sind möglicherweise meterhohe Flutwellen.

Im Jahr 1871 hatte ein Ausbruch des Ruang einen Tsunami mit bis zu 25 Meter hohen Wellen ausgelöst. Auf der fünf Kilometer entfernt liegenden Nachbarinsel Tagulandang starben damals rund 400 Menschen.

epa11285818 A handout photo made available by National Search and Rescue Agency (BASARNAS) shows rescuers observing Mount Ruang eruption in Tagulandang, Indonesia, 18 April 2024. The Center for Volcan ...
Zwei Rettungskräfte beobachten den Mount Ruang.Bild: keystone

Zuletzt spuckte der Vulkan 2002 eine riesige Aschesäule aus, die westwärts in Richtung Borneo und Sumatra zog. «Was die Tsunami-Bedrohung angeht, so haben wir aus der Geschichte gelernt», sagte Heruningtyas Desi Purnamasari vom Zentrum für Vulkanologie und geologische Gefahrenabwehr (PVMBG).

Um den Krater wurde eine Sperrzone in einem Umkreis von sechs Kilometern eingerichtet. Bewohner der fünf Kilometer langen und vier Kilometer breiten Insel wurden ebenso in Sicherheit gebracht wie Anwohner im Westen und Südwesten von Tagulandang. Den Eruptionen waren seit Anfang April mehrere Erdbeben vorausgegangen.

Menschen in Küstennähe sollten besonders vorsichtig sein, weil jederzeit glühendes Gestein ins Meer stürzen könnte, warnten die Behörden. Auf Tagulandang seien bereits Einwohner durch herabfallende Asche und Steine verletzt worden, sagte der Sprecher des Katastrophenschutzes, Abdul Muhari.

Am Donnerstag wurde der Flughafen in Manado, der Provinzhauptstadt von Nord-Sulawesi, vorsorglich geschlossen. Auch Flüge zwischen der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur und den Bundesstaaten Sarawak und Sabah auf der Insel Borneo sowie andere Verbindungen in der Region wurden gestrichen, teilten die Fluglinien Malaysia Airlines, AirAsia und Batik Air mit. Die Sicherheit der Passagiere und der Crews habe absolute Priorität, hiess es.

Der weltgrösste Inselstaat Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Entlang dieses Gürtels kommt es häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen. In Indonesien gibt es etwa 130 aktive Vulkane.

Im Dezember 2018 war eine Flanke des Vulkans Anak Krakatau in die Sundastrasse zwischen den indonesischen Inseln Java und Sumatra gerutscht. Kurz danach überspülten Flutwellen vier Küstenstädte in der Umgebung. Durch den Tsunami starben rund 430 Menschen, 14'000 wurden verletzt. (saw/sda/dpa)

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Die grössten Vulkanausbrüche der letzten 20 Jahren.
Vulkan: Hunga-Tonga
Standort: Tonga
Letzter Ausbruch: 14. Januar 2022
quelle: youtube
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Einmaliger Gebrauch: Vulkanausbruch in Island
Video: twitter
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