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epa08225057 An exterior view shows the headquarters of the Christian Democratic Union (CDU) in Berlin, Germany, 18 February 2020. CDU chairwoman Annegret Kramp-Karrenbauer announced on 10 February her intention to renounce candidacy for chancellorship and must fine a successor. Three contenders arose for the CDU leadership, a former chairman of CDU/CSU parliamentary group Friedrich Merz, German Minister of Health Jens Spahn and North Rhine-Westphalia state premier Armin Laschet among others however none of them officially announced their candidacies yet.  EPA/HAYOUNG JEON

Wer übernimmt bei der CDU das Zepter? Blick auf das Parteihauptquartier im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin. Bild: EPA

Merkel-Nachfolge: Auch Laschet und Merz treten an – Spahn will nur Vize werden



Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat offiziell seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz erklärt. Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn sagte am Dienstag in Berlin, Laschet wolle als Parteichef kandidieren, er als sein Stellvertreter.

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, (r.) kandidiert als CDU-Parteichef, Gesundheitsminister Jens Spahn (l.) als sein Stellvertreter.

Armin Laschet (r.) und Jens Spahn geben ihre gemeinsame Kandidatur bekannt.

Vergangene Woche hatte bereits CDU-Aussenpolitiker Norbert Röttgen seine Kandidatur bekanntgegeben. Am Vormittag wollte auch der frühere CDU/CSU-Fraktionschef Friedrich Merz erklären, dass er antritt, wie die Nachrichtenagentur DPA am Montag aus Parteikreisen erfuhr.

Die zurücktretende CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte am Montag angekündigt, dass sich mögliche Kandidaten noch in dieser Woche erklären wollen. Gewählt wird die neue Parteispitze auf einem Sonderparteitag am 25. April in Berlin.

Mit den Bewerbungen steht fest, dass die CDU erneut in einer «Kampfkandidatur» – also einer Wettbewerbssituation - über ihren künftigen Parteivorsitz entscheiden wird. Eine einvernehmliche «Teamlösung» mit vorherigen Absprachen scheint vom Tisch.

FILE - In this Friday, Dec. 7, 2018. File photo, Friedrich Merz party member and candidate for the party chairmanship delivers his speech during a party convention of the Christian Democratic Party CDU in Hamburg, Germany, German Chancellor Angela Merkel's Christian Democratic Union will elect a new leader at the end of April 2020, party officials said Monday. (AP Photo/Markus Schreiber)

Auch der frühere Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz will laut DPA-Informationen antreten. Bild: AP

Röttgen begrüsste die Entwicklung. «Mein Eindruck war, es soll irgendwie gesprochen werden hinter verschlossenen Türen - und auf einmal regeln sich alle Fragen», sagte der frühere Umweltminister, der seine Kandidatur vor einer Woche als Erster angekündigt hatte, am Montagabend im ZDF. «Ich glaube, dass das dem Ernst der Lage nicht gerecht geworden wäre. Es wird ja jetzt auch anders sein.»

«Grösste Krise unserer Geschichte»

Merz bekräftigte bei einem Auftritt in Mecklenburg-Vorpommern, er wolle «einen Beitrag leisten», die Herausforderungen der nächsten Jahre zu meistern.

Die Hamburger Wahl, bei der die CDU auf ein Rekordtief von 11.2 Prozent abgestürzt war, sei ein «Desaster» für die CDU, sagte er am Montagabend bei einer CDU-Veranstaltung in Ueckermünde. Die Analyse zeige, dass die Grünen wahrscheinlich der Hauptgegner der CDU bei den nächsten Bundestagswahlen seien.

epa08243903 Christian Democratic Union (CDU) party chairwoman Annegret Kramp-Karrenbauer speaks to the media at an press conference after the meeting of the party's federal board in the headquarters in Berlin, Germany, 24 February 2020.  EPA/JENS SCHLUETER

Die abtretende CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer. Bild: EPA

Die nächste Bundestagswahl findet regulär im Herbst 2021 statt. Kanzlerin Angela Merkel will dann nicht mehr kandidieren. Den CDU-Vorsitz hatte sie schon Ende 2018 abgegeben.

Spahn sagte am Dienstag, seine Partei befinde sich «in der grössten Krise unserer Geschichte». (cbe/sda/dpa)

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