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Grossbritannien kehrt in EU-Forschungsprogramm zurück

epa10790665 Paraguayan researcher Alejandra Wu-Chuang dissects a tick to identify microbiota, in a laboratory at the campus facilities of the ANSES (French Agency for Food, Environmental and Occupatio ...
Eine Forscherin in Frankreich.Bild: keystone

Grossbritannien kehrt in EU-Forschungsprogramm zurück

07.09.2023, 10:20
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Grossbritannien kehrt zum EU-Forschungsprogramm «Horizon Europe» zurück. Das milliardenschwere Programm fördert Wissenschaftsprojekte.

Angesichts des Brexits wurde lange über eine Rückkehr verhandelt - nun gibt es eine Einigung, wie der britische Premierminister Rishi Sunak und die Kommission der Europäischen Union am Donnerstag mitteilten.

Grossbritannien war 2020 aus Horizon ausgeschlossen worden. Der Schritt erfolgte als Reaktion auf Londons einseitiges Vorgehen im Streit um Brexit-Sonderregeln für Nordirland. Britische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forderten wiederholt ihre Regierung auf, sich mit der EU auf eine Rückkehr zu einigen.

«Horizon Europe» ist ein EU-Forschungs- und Innovationsförderprogramm mit einem Budget von gut 95 Milliarden Euro. Es ist für die Jahre 2021 bis 2027 ausgelegt. Mit dem Programm werden Forschungsvorhaben und die internationale Zusammenarbeit in der Wissenschaft gefördert. Wichtig ist dabei nicht nur das Geld, sondern auch die Kooperationsmöglichkeit.

Britische Wissenschaftler werteten die Rückkehr als wichtigen Schritt. «Von der Früherkennung von Eierstockkrebs bis zur Entwicklung sauberer Energienetzwerke unter Beteiligung Dutzender Universitäten und vieler Industriepartner - Horizon lässt uns Dinge tun, die ohne dieses Mass an Zusammenarbeit nicht möglich wären», teilte die Präsidentin von Universities UK, Sally Mapstone, mit.

Grossbritannien will sich auch am Erdbeobachtungsprogramm Copernicus beteiligen, nicht aber an der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom). Streitpunkt bei den Verhandlungen um eine Rückkehr zum Horizon-Programm waren finanzielle Fragen, für die nun aber nach Angaben von London und Brüssel Lösungen gefunden wurden.

(yam/sda/dpa)

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13 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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j0ach1m
07.09.2023 12:01registriert März 2015
Wichtig zu erwähnen wäre hier, dass auch die Schweiz ausgeschlossen wurde und es nachwiervor auch bleibt. In Rahmen dieses Programms wird die Zukunft von Europa auf verschiedenen Ebenen gezimmert. Wer nicht mitmachen kann, hat das Nachsehen. Und es geht da bei Weitem nicht nur um abstrakte Themen. Die Schweiz riskiert hier den Anschluss an Digitalisierung, Innovation und Forschung zu verlieren. Notabene unser heutiger Garant für unseren Wohlstand.
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