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Wo sind die Weihnachts-Designs? Kritik an Starbucks-Becher

Starbucks-Weihnachts-Becher: Mehr kultureller Zündstoff als ein Triple Venti Pumpkin Spice Latte.
Starbucks-Weihnachts-Becher: Mehr kultureller Zündstoff als ein Triple Venti Pumpkin Spice Latte.
Bild: Barstucks

Starbucks hat das Becher-Design geändert – und jetzt haben einige Christen nichts Besseres zu tun, als sich darüber aufzuregen 

09.11.2015, 12:1110.11.2015, 09:52
Oliver Baroni
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Aus der Abteilung «Deren Sorgen möchte ich haben!» erreicht uns heute diese bizarre Nachricht: Christen wittern eine Kriegserklärung an Weihnachten aufgrund des neuen Designs der Weihnachts-Sonderedition-Kaffeebecher von Starbucks.

Verwirrt? Nun mal von vorne:

Jedes Jahr gibt Starbucks saisonale Pappbecher-Designs für die Weihnachtszeit heraus. Guckt, hier das brandneue Red Cup Design für 2015:

«Der diesjährige rote Starbucks-Becher hat einen zweitönigen Farbverlauf mit einer hellen Mohnblumen-Farbe, die subtil in einen dunkleren Cranberry-Ton hinein fliesst», ...

... heisst es auf der Starbucks-Website. Etwas pompös formuliert vielleicht, aber soweit alles klar. Jeffrey Fields, Starbucks-Vizepräsident für Design und Content, präzisiert:

«Wir haben die Gestaltung im klassischen Starbucks-Festtags-Rot verankert, das hell und aufregend ist. Der fliessende Farbverlauf schafft eine charakteristische Dimension, Fluidität und Gewichtung», ...

Öh ... waaas?

Ach, egal. Fazit ist, die neuen Starbucks-Weihnachts-Becher sind da und sie sind rot. Ende gut, alles gut.

Denkste! Einige gläubige Christen sehen dies als weiteres Anzeichen für den fortwährenden «Krieg gegen Weihnachten», der seit einigen Jahren hier im Westen tobe und von bösen Gottlosen geschürt werde, die gewillt seien, alles, was uns lieb und heilig ist, auf dem blutigen Altar der Political Correctness zu opfern. 

«Was genau ist an Weihnachten, wovor Starbucks Angst hat zu feiern?», ...

... so Simon Calvert vom britischen Christian Institute gegenüber der konservativen News-Site Breitbart London. Und für Andrea Williams der Lobby-Gruppierung Christian Concern ist es ...

«... eine Verneinung einer historischen Wirklichkeit und des grossen christlichen Erbes hinter dem American Dream, von dem Starbucks so sehr zehren konnte. Es verhindert auch die Hoffnung an Jesus Christus und daran, dass dessen Geschichte in dieser Festtags-Zeit erzählt werden kann.»

Weshalb? Nun, weil frühere Starbucks-Weihnachts-Becher nicht mit roter Farbe sondern auch mit Weihnachts-Designs verziert waren:

Und weil Schlittschuhe und Schneeflocken heuer fehlen, wird die Hoffnung an Jesus Christus zunichte gemacht, so die Logik der echauffierten Evangelikalen.

Im Ernst, Leute, ... WTF??

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52 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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so wie so
09.11.2015 13:47registriert Juli 2015
Schlittschuhe und Rentiere sind christliche Symbole. Jesus fuhr unheimlich gerne Schlittschuh und ritt auf einem Rentier durch die Wüste. Sein Vater war der Weihnachtsmann und er erschuf Coca Cola. Wer das missachtet, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Alles nur wegen den böses Moslems. Nämlich! Btw-bei solchen Werbetexten fällt mir wieder ein, warum ich nicht ins Marketing wollte.
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AirChicken
09.11.2015 14:03registriert Mai 2015
Frage an Oliver: Wie fühlt man sich, wenn man über so etwas einen Artikel schreiben muss?
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TanookiStormtrooper
09.11.2015 14:30registriert August 2015
Man kann sich aber auch über jeden Mist aufegen! Immerhin gibt es einen Weihnachtsbecher und keinen Ramadanbecher, was wollen diese Spinner eigentlich? Ich gebe zu, auch ich finde wertneutrale Weihnachten schwachsinnig, wenn man es jedem Recht machen will, endet es so:
Starbucks hat das Becher-Design geändert – und jetzt haben einige Christen nichts Besseres zu tun, als sich darüber aufzuregen 
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