International
Frankreich

Frankreich erlässt umstrittenes Überwachungs-Gesetz

Frankreich erlässt umstrittenes Überwachungs-Gesetz

24.07.2015, 06:0224.07.2015, 10:39

In Frankreich kann ein umstrittenes Gesetz zur Überwachung von Telefon- und Internetverbindungen in Kraft treten. Der Verfassungsrat gab am Donnerstag grünes Licht. Erlaubt werden sollen Telefonüberwachung und versteckte Kameras ohne richterliche Genehmigung.

Weiter können die Behörden unter anderem Internet-Provider dazu anhalten, sogenannte Metadaten – etwa wann und wie häufig eine Website besucht wird – zu sammeln. Die Inhalte der Verbindungen dürfen nicht gespeichert werden.

Das Gesetz war im März eingebracht worden, zwei Monate nach den Anschlägen von Paris. Die Regierung von Präsident François Hollande begründete die Massnahmen mit dem Schutz vor Terroranschlägen. 

Charlie Hebdo

Bürgerrechtler erklärten, die Geheimdienste würden nicht ausreichend kontrolliert. Es drohe eine flächendeckende Überwachung der Bevölkerung. (sda/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Norwegens Parlament stimmt für Epstein-Kommission
Nach Bekanntwerden der Verstrickungen der aussenpolitischen Elite in Norwegen in den Epstein-Skandal hat das dortige Parlament einstimmig die Einrichtung einer unabhängigen Untersuchungskommission beschlossen. Die Kommission soll die Arbeit des Auswärtigen Dienstes und anderer Behörden in den vergangenen Jahrzehnten prüfen, wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB berichtete.
Zur Story