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Moderne Leibeigenschaft: In Deutschland leben rund 10'500 Menschen wie Sklaven



Sklaverei bedeutet juristisch, dass Menschen unter Missachtung ihrer Grundrechte und Wünsche von anderen Menschen wie deren Eigentum behandelt werden. 1948 nahm die UNO-Generalversammlung die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte an, die «Sklaverei und Sklavenhandel in allen ihren Formen» ausdrücklich verbietet.

Moderne Sklaverei gibt es bis heute als Zwangsarbeit von Erwachsenen und Kindern im Bergbau, in der Landwirtschaft oder im Haushalt und ist oft verbunden mit sexueller Ausbeutung. Viele Opfer leben in Schuldknechtschaft oder wurden zur Heirat gezwungen. Zur modernen Sklaverei gehören «verkaufte» Kinder in Westafrika und Indien ebenso wie Zwangsprostituierte in Europa.

In this Dec. 7, 2015, photo, Hannah Hawas stands at the entrance of her tent in Harsham camp in Irbil, Iraq, after feeling the Islamic State invasion of Sinjar. Islamic State militants who stormed into the Iraqi town of Sinjar last year, massacring members of the Yazidi minority and forcing women into sexual slavery, are gone. But Sunni Muslims who lived alongside the Yazidis there for generations say their own nightmare is far from over and many have yet to return, saying they fear revenge attacks. (AP Photo/Alice Martins)

Eine Frau in einem Camp bei Erbil im Irak: Sie gehört zu den Jesiden, deren weibliche Mitglieder vom sogenannten «IS» als Sexsklavinnen gehalten werden.
Bild: Alice Martins/AP/KEYSTONE

Bis zu 35,8 Millionen moderne Sklaven

Die geschätzten Zahlen der weltweit in Sklaverei lebenden Menschen gehen weit auseinander. Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sind 21 Millionen Menschen betroffen, Menschenrechtsorganisation geht von bis zu 35,8 Millionen aus.

ADVANCE FOR USE MONDAY, DEC. 14, 2015 AT 12:01 A.M. EST (05:01 GMT) AND THEREAFTER - In this Monday, Nov. 9, 2015 photo, workers react during a raid on a shrimp shed conducted by Thailand's Department of Special Investigation in Samut Sakhon, Thailand. What constitutes modern-day slavery is often seen as an accepted way of doing business in Thailand's seafood export capital. Shed owners say they are providing jobs to poor migrant workers. Police may be paid to look the other way, or may not even understand that practices such as forced labor and debt bondage are against the law. (AP Photo/Dita Alangkara)

Eine Garnelen-Farm in Thailand.
Bild: Dita Alangkara/AP/KEYSTONE

In absoluten Zahlen leben nach dem Global Slavery Index mit 14,3 Millionen Betroffenen die meisten Sklaven in Indien. Es folgen China mit 3,2 Millionen, Pakistan mit 2,1 Millionen, Usbekistan mit 1,2 Millionen und Russland mit 1,0 Millionen.

In Mauretanien ist die Lage gemessen an der Bevölkerung am schlimmsten. Obwohl das Land 1981 als weltweit letzter Staat die Sklaverei offiziell verbot, gibt es dort 155'600 Sklaven unter vier Millionen Einwohnern.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten werden knapp 99'000 Arbeiter aus Ländern wie Indonesien, Nepal oder Äthiopien oft wie Sklaven gehalten, im Golfstaat Katar fast 30'000. In Deutschland leben rund 10'500 Menschen wie Sklaven.

Der lange Weg zur rechtlichen Abschaffung der Sklaverei

In der Antike war Sklaverei Alltag. In den vergangenen gut 200 Jahren wurde der Handel mit Menschen in immer mehr Ländern verboten. Auch heute noch gibt es Formen von Sklaverei, doch sind sie in der Regel illegal. Der lange Weg zur rechtlichen Sklavenbefreiung:

epa05061966 US President Barack Obama delivers remarks during a ceremony to commemorate the 150th anniversary of the ratification of the 13th Amendment to the US Constitution, which formally abolished slavery, on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 09 December 2015.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

US-Präsident Obama hält eine Rede anlässlich der Abschaffung der Sklaverei vor 150 Jahren.
Bild: MICHAEL REYNOLDS/EPA/KEYSTONE

(sda/dpa)

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