DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Macron und Putin erwägen neuen Ukraine-Gipfel in Berlin

26.06.2020, 21:56

Frankreichs Staatschef Emmauel Macron und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin haben nach französischer Darstellung über einen möglichen neuen Ukraine-Gipfel gesprochen. Sie stimmten grundsätzlich überein, dass ein Spitzentreffen im sogenannten Normandie-Format, an dem auch Deutschland beteiligt wäre, nützlich sei.

Es solle von französischer Seite mit Deutschland daran gearbeitet werden, denn ein solcher Gipfel werde in Berlin stattfinden, verlautete am Freitagabend aus Kreisen des Élyséepalastes nach einer Videokonferenz der beiden Staatschefs. Ein möglicher Termin für ein Spitzentreffen blieb zunächst offen.

Das Gespräch der beiden Staatsoberhäupter fand per Videokonferenz statt, 26. Juni 2020.
Das Gespräch der beiden Staatsoberhäupter fand per Videokonferenz statt, 26. Juni 2020.
Bild: keystone

Zuletzt hatte es einem Gipfel mit Russland, der Ukraine, Deutschland und Frankreich im vergangenen Dezember in Paris gegeben. Kiew und Moskau hatten dabei eine Wiederbelebung des Friedensprozesses für die umkämpften Gebiete in der Ostukraine angestossen. Die Bezeichnung Normandie-Format leitet sich von der ersten Begegnung dieser Art im Juni 2014 in der französischen Region Normandie ab.

Beide Präsidenten betonten laut einer russischen Mitteilung, dass sie sich bald persönlich treffen wollten. Ursprünglich hatte Macron am 9. Mai an der Militärparade zum Sieg über Nazi-Deutschland in Moskau teilnehmen wollen. Wegen der Corona-Krise wurde die Parade aber verschoben, der Besuch fiel aus. Macron wolle den Besuch im Spätsommer nachholen, wenn es eine Möglichkeit gebe. Putin sagte nach Kremlangaben, dass «Russland nie jene Franzosen vergessen werde, die zusammen mit sowjetischen Soldaten an der Ostfront kämpften».

Lybien und die «Wagner-Gruppe»

Putin und Macron seien besorgt, dass die Kämpfe im nordafrikanischen Libyen weitergehen, teilte der Kreml weiter mit. Beide sprachen sich demnach für einen sofortigen Waffenstillstand und die Wiederaufnahme des innerlibyschen Dialogs aus, so wie es bei der Friedenskonferenz im Januar in Berlin vereinbart worden war. Es solle eine politisch-diplomatische Lösung des Konflikts geben, hiess es.

Macron sprach nach Pariser Angaben die Einmischung ausländischer Mächte in dem ölreichen Land an. Erst zu Wochenbeginn hatte der 42-Jährige die Türkei scharf für die Unterstützung der international anerkannten Regierung des Landes kritisiert. Bei der Unterhaltung mit dem Kremlchef sei auch das Stichwort «Wagner-Gruppe» gefallen, hiess es aus den Élyséekreisen.

Das US-Militär geht nach früheren Angaben davon aus, dass in dem vom Bürgerkrieg erschütterten Land rund 2000 Angehörige der privaten russischen Gruppe im Einsatz sind. Der «Wagner-Gruppe» werden Beziehungen zum Kreml nachgesagt. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So tickt Putin – privat wie politisch

1 / 30
So tickt Putin – privat wie politisch
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Macrons ungewöhnliche Liebesgeschichte

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Französischer Neonazi (26) baut vier radioaktive Bomben für Schulprojekt

Verbindung in die Neonazi- und Ku-Klux-Klan-Szene: Ein 26-Jähriger hat in Frankreich vier Bomben gebaut, die mit radioaktivem Material gefüllt waren. Das hatte er offenbar auf Ebay gekauft.

Ein französischer Berufsschüler soll vier Bomben mit Uranstaub gebaut haben. Gekauft hatte er das radioaktive Material offenbar bei Ebay, heisst es in einem Bericht der französischen Zeitung «Le Canard Enchaîné». Der 26-Jährige ist ein Sympathisant des Ku-Klux-Klans (KKK) und ein Neonazi. 

Die Polizei nahm den Mann in Colmar nahe der Grenze zur Schweiz fest. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung seien grosse Mengen Neonazi-Materialien sowie eine Ku-Klux-Klan-Haube und ein Umhang einer illegalen …

Artikel lesen
Link zum Artikel