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Vertraute von Boris Johnson tritt zurück und beschimpft Rishi Sunak

Vertraute von Boris Johnson tritt zurück und beschimpft Rishi Sunak

26.08.2023, 21:50
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Begleitet von scharfer Kritik an Premierminister Rishi Sunak hat eine enge Vertraute von Boris Johnson ihr Mandat im britischen Parlament aufgegeben. Sie habe ihren Rücktritt eingereicht, schrieb die Abgeordnete Nadine Dorries am Samstagabend beim Kurznachrichtendienst X, vormals Twitter. Dorries hatte den Schritt bereits vor einigen Wochen angekündigt und war in die Kritik geraten, weil sie die Ankündigung bisher nicht wahr gemacht hatte.

epa10057261 Britain's Secretary of State for Digital, Culture, Media and Sport Nadine Dorries arrives for a Cabinet meeting at 10 Downing Street, London, Britain, 07 July 2022. British Prime Mini ...
Nadine Dorries hat genug.Bild: keystone

Ihr Rücktritt zeigt die Zerrissenheit der konservativen Tories. Die frühere Kulturministerin nutzte die Gelegenheit für eine Abrechnung mit dem aktuellen Partei- und Regierungschef Sunak. Sie warf ihm vor, eine Kampagne gegen sie gefahren zu haben. «Die eindeutig orchestrierten und fast täglichen persönlichen Attacken zeigen das erbärmliche Niveau, auf das sich Ihre Regierung begeben hat», schrieb sie in einem Brief, den die Zeitung «Daily Mail» veröffentlichte. Sie kritisierte auch: «Seit Sie vor einem Jahr das Amt übernommen haben, wird das Land von einem Zombie-Parlament regiert, in dem nichts Sinnvolles passiert ist.»

FILE - Boris Johnson leaves his house in London, on March 22, 2023. A U.K. court on Thursday, July 6, 2023, rejected the British government's request to keep former Prime Minister Boris Johnson&# ...
Dorries hat sich für den ehemaligen Premierminister Boris Johnson eingesetzt.Bild: keystone

Inmitten schlechter Umfragewerte kommt auf die britischen Konservativen nun eine weitere Nachwahl zu, in Dorries' mittelenglischem Wahlkreis Mid Bedforshire.

Vor einigen Wochen hatte Dorries Sunak vorgeworfen, ihre geplante Berufung zum lebenslangen Mitglied ins House of Lords blockiert zu haben. Sie selbst war schwer gerügt worden, weil sie mit anderen die Ermittlungen eines Ausschusses zur «Partygate»-Affäre kritisiert und das Komitee etwa als «kangaroo court» (Willkürgericht) beschimpft und von einer «Hexenjagd» auf Johnson gesprochen hatte. (sda/dpa)

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