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epa07687228 (FILE) - A handout file picture made available by the Iranian Presidency Office shows Iranian President Hassan Rouhani visiting the Bushehr nuclear power plant in the city of Bushehr, southern Iran, 13 January 2015 (reissued 01 July 2019). According to Iranian media on 01 July 2019, Iran has passed the limit on its stockpile of low-enriched uranium by exceeding of 300kg set in a landmark 2015 nuclear deal made with world powers. The International Atomic Energy Agency (IAEA) said it will file a report.  EPA/IRANIAN PRESIDENCY OFFICE HANDOU  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES *** Local Caption *** 55176101

Irans Präsident Hassan Ruhani besucht das Kernkraftwerk in Bushehr (Archivbild 2015) Bild: EPA

Europäer warnen Iran vor Aushöhlung des Atomabkommens



Die Aussenminister Deutschlands, Frankreichs und Grossbritanniens sowie die EU-Aussenbeauftragte haben den Iran im Atomstreit aufgerufen, die zulässige Uranmenge wieder einzuhalten.

Sie seien «äusserst besorgt» über Irans Bekanntmachung, dass das Land die im Wiener Atomabkommen festgelegte Begrenzung von Beständen an niedrig angereichertem Uran überschritten hat, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung, die das Auswärtige Amt am Dienstagabend verbreitete.

«Wir rufen Iran nachdrücklich auf, seinen Schritt rückgängig zu machen und von weiteren Massnahmen abzusehen, die die Nuklearvereinbarung aushöhlen.»

Die Aussenminister warnten: «Wir haben konsequent und deutlich darauf hingewiesen, dass unser Festhalten an der Nuklearvereinbarung von ihrer vollständigen Einhaltung durch Iran abhängt.» Sie prüften nun «mit Dringlichkeit» und in enger Abstimmung mit den anderen Teilnehmern des Abkommens «die nächsten Schritte im Rahmen der Vereinbarung».

Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vom Montag hat der Iran erstmals die Obergrenze seiner niedrigangereicherten Uranvorräte überschritten. Nach dem Atomabkommen liegt die vorgeschriebene Obergrenze bei 300 Kilogramm.

Die Vereinbarung von 2015 soll dazu dienen, den Iran am Bau einer Atombombe zu hindern. Neben der Obergrenze bei den erlaubten Vorräten muss der Iran auch die Auflage beachten, dass er sein Uran nicht höher als 3.67 Prozent anreichern darf. Diese zweite Auflage will Teheran nach bisherigen Angaben am kommenden Sonntag (7. Juli) verletzen.

Damit reagiert Teheran vor allem auf die Sanktionspolitik der USA. Die US-Regierung hatte sich unter Donald Trump 2018 aus dem Abkommen zurückgezogen und hat seitdem immer stärker an der Sanktionsschraube gedreht. (sda/dpa)

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Avenarius 03.07.2019 11:45
    Highlight Highlight Die EU sollte mal mit den USA über die Abrüstung ihrer 6500 Atombomben sprechen. Und sagen: "Ihr könnt den Iran weiter unterdrücken und ausbluten (nach israelischer Art) wenn ihr 6000 Atombomben abrüstet!"
    Was glaubt ihr, wie die Reaktion aussähe?
  • Hexentanz 03.07.2019 08:59
    Highlight Highlight Vielleicht müsste die EU mal so mit Trump reden, anstelle dem Iran. Schliesslich hat nich der Iran das Abkommen gekündet.

    Hoffe wirklich, dass dieser kulturelle Schatz namens Persien nicht zerstört wird. Auch wenn die Mullas seit dem (durch die USA gestützten) Regimewechsel / Revolution nicht mehr das gleiche sind..

    ..aber die Leute dort hassen die USA nicht, genauso wie Amis den Iran nicht hassen per se.. nichtmal Israelis.. das sind vorallem Machtspiele der Regierungen..

    Schaut mal Indigo Travel Videos aus dem Iran, macht direkt Lust da mal hinzugehen. (400.- ab Basel via Istanbul).
  • P. Silie 03.07.2019 00:53
    Highlight Highlight "Ein Appeaser ist jemand der das Krokodil füttert, in der Hoffnung als letzter von ihm gefressen zu werden." (Winston Churchill)
  • Breezy 03.07.2019 00:40
    Highlight Highlight Machen druck auf Iran aber bei den Amis nicht.
    Verkehrte Welt
  • Kubod 02.07.2019 23:52
    Highlight Highlight Das ging ja schnell
  • Walter Sahli 02.07.2019 23:37
    Highlight Highlight Das ist ziemlich erbärmlich was die Aussenminister Deutschlands, Frankreichs und Grossbritanniens sowie die EU-Aussenbeauftragte hier bieten. Was bringt es dem Iran, wenn er sich an den Deal hält? Die genannten Länder und die EU haben ja nicht den Mut, sich ernsthaft Trump entgegenzustellen und somit bleiben die Sanktionen in Kraft.

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

Er hielt in Bagdad selbst die Stellung, als Raketen einschlugen: Der frühere TV-Starkorrespondent Ulrich Tilgner (71) sagt im grossen Interview, warum die nächtlichen Angriffe der Iraner erst Vorgeplänkel sind, wieso Trump im Irak die Felle davonschwimmen und wann der Iran tatsächlich angreifen wird.

Er weiss aus erster Hand, was Krieg wirklich bedeutet: Über 30 Jahre lang berichtete Ulrich Tilgner (71) aus dem Nahen Osten. Und erarbeitete sich nicht zuletzt mit geschichtsträchtigen Live-Einschaltungen aus Bagdad einen Kultstatus. Das Schweizer Fernsehen drehte sogar eine Doku über den einst wohl bekanntesten Korrespondenten im deutschsprachigen Raum. «Unser Mann im Irak», hiess der SRF-Film.

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