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Triumph für Salvini: Lega räumt bei Wahl in Umbrien ab

Triumph für Salvini: Lega räumt bei Wahl in Umbrien ab

28.10.2019, 07:2428.10.2019, 07:24

Bei der Regionalwahl in der mittelitalienischen Region Umbrien am Sonntag hat das Mitte-Rechts-Lager unter der Führung der rechten Lega-Partei einen klaren Sieg errungen. Die Mitte-Rechts-Kandidatin und Lega-Senatorin Donatella Tesei behauptete sich laut endgültigen Wahlergebnissen mit 57 Prozent der Stimmen.

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Donatella Tesei bei ihrer Stimmabgabe.Bild: EPA

Ihr Mitte-Links-Rivale um das Amt des Regionalpräsidenten, Vincenzo Bianconi, musste sich mit 37 Prozent begnügen. Bei der Wahl des Regionalparlaments eroberte die Lega von Ex-Innenminister Matteo Salvini 37 Prozent der Stimmen. Die mit der Lega verbündete postfaschistische Partei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) kam auf zehn Prozent. Die rechtskonservative Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi, die ebenfalls zum Mitte-Rechts-Bündnis gehört, erreichte fünf Prozent.

Zum ersten Mal seit den 1970-er Jahren übernehmen nun Mitte-Rechts-Kräfte die Führung der traditionell linksorientierten Region.

Das Wahlergebnis in Umbrien gilt als schwere Niederlage für die Regierungsparteien in Rom. Die Fünf-Sterne-Bewegung, stärkste Einzelpartei im italienischen Parlament, fiel auf sieben Prozent. Ihr Koalitionspartner, die Sozialdemokraten der Partito Democratico (PD), kam auf 22 Prozent. Die beiden Parteien waren im August eine Regierungskoalition eingegangen, nachdem die Allianz aus Lega und Fünf-Sterne-Bewegung in die Brüche gegangen war. Dies hatte im September zur Bildung eines zweiten Kabinett unter dem parteilosen Premier Giuseppe Conte geführt.

Skandal belastete

Die Mitte-Rechts-Koalition in Umbrien profitierte klar von der hohen Wahlbeteiligung. Rund 64.4 Prozent der 703'000 Wahlberechtigten, gaben bei den Wahlen am Sonntag ihren Stimmzettel ab, das sind fast neun Prozent mehr als bei den letzten Regionalwahlen in Umbrien 2015.

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Matteo Salvini im September in Pontida.Bild: AP

«Dieser Sieg der Mitte-Rechts-Kräfte ist eklatant. Ich feiere auch das starke Wachstum bei der Wahlbeteiligung», kommentierte Salvini, der in den letzten Wochen unermüdlich wahlwerbend durch Umbrien gereist war. Das Wahlergebnis stärkt Salvinis Forderung nach vorgezogenen Parlamentswahlen in Italien.

Die Sozialdemokraten, die die Region in den vergangenen Jahren regiert hatten, zahlen einen hohen Preis für einen im April ausgebrochenen Skandal im umbrischen Gesundheitswesen. Mehrere Lokalpolitiker waren festgenommen worden. Die sozialdemokratische Präsidentin der Region war zurückgetreten, was den Weg zu vorgezogenen Regionalwahlen geführt hatte. (sda/apa)

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