DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Rigorose Auslegung der Scharia: Saudi-Arabien exekutierte in diesem Jahr schon 151 Menschen



U.S. Secretary of State John Kerry (L) meets with King Salman of Saudi Arabia in Diriyah Farm, Saudi Arabia, October 24, 2015. REUTERS/Carlo Allegri

Der saudische König Salman (rechts) bei einem Treffen mit US-Aussenminister John Kerry: Laut Amnesty International sind Todesurteile in Saudi-Arabien häufig politisch motiviert.
Bild: CARLO ALLEGRI/REUTERS

In Saudi-Arabien sind nach Angaben von Amnesty International in diesem Jahr bereits 151 Menschen hingerichtet worden. Dies sei die höchste Zahl seit 1995, als 192 Todesurteile vollstreckt worden seien, teilte die Menschenrechtsorganisation am Montag mit.

Im Vergleich zum Gesamtjahr 2014, als insgesamt 90 Menschen exekutiert wurden, sei dies ein alarmierender Anstieg. Hinrichtungen seien unter allen Umständen «abscheulich», es sei jedoch besonders beunruhigend, in welchem Masse Saudi-Arabien die Menschenrechte missachte und Menschen nach oftmals unfairen und politisch motivierten Prozessen exekutiere.

In dem erzkonservativen Königreich werden Vergewaltigung, Mord, Abkehr von der Religion, Raub und Drogenhandel mit der Todesstrafe geahndet – in Anwendung einer rigorosen Auslegung der Scharia.

Saudi-Arabien steht wegen Menschenrechtsverletzungen immer wieder in der Kritik. Ende Oktober hatte der Oberste Gerichtshof das Todesurteil gegen den schiitischen Geistlichen Scheich Nimr al-Nimr, dessen Neffen sowie zwei Minderjährige bestätigt. Sie waren wegen Protesten gegen das sunnitische Königshaus verhaftet worden. (trs/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Portugals Ex-Regierungschef soll wegen Geldwäsche vor Gericht

Der frühere portugiesische Regierungschef José Sócrates (63) soll wegen Geldwäsche und Urkundenfälschung vor Gericht. Mehrere andere Anklagepunkte, darunter auch Korruption, die die Staatsanwaltschaft beantragt hatte, liess der Ermittlungsrichter Ivo Rosa jedoch unter anderem wegen Verjährung und mangelnder Beweisführung nicht zu, wie portugiesische Medien am Samstag berichteten.

Der Richter kritisierte die Argumentation der Staatsanwaltschaft für eine Korruptionsanklage am Freitag scharf. «Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel