DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Peter Chadwick war seit 2015 untergetaucht.
Peter Chadwick war seit 2015 untergetaucht.Bild: AP

Mordverdächtiger US-Millionär nach jahrelanger Flucht festgenommen

07.08.2019, 11:50

Ende einer jahrelangen Fahndung: Nach mehr als vier Jahren auf der Flucht ist der US-Millionär Peter Chadwick wegen des mutmasslichen Mordes an seiner Frau in Mexiko festgenommen worden.

Ein Hinweis habe zur Ergreifung des 55-Jährigen nahe Mexiko-Stadt geführt, erklärte die Polizei bei einer Pressekonferenz am Dienstag (Ortszeit).

Orange County Bezirksstaatsanwalt Todd Spitzer hält Bilder vom Haus von Peter Chadwick und dem Müllcontainer hoch, wo die Leiche seiner Frau gefunden wurde.
Orange County Bezirksstaatsanwalt Todd Spitzer hält Bilder vom Haus von Peter Chadwick und dem Müllcontainer hoch, wo die Leiche seiner Frau gefunden wurde.Bild: AP

Der britischstämmige Millionär war nach Angaben des Bezirksstaatsanwalts von Orange County einer der meistgesuchten Kriminellen der USA. Auf ihn war eine Belohnung von 100'000 Dollar ausgeschrieben. Chadwick wurde an die USA ausgeliefert.

Chadwicks Frau war 2012 ermordet worden. Der Millionär hatte in Vernehmungen bei der Polizei behauptet, die dreifache Mutter sei von einem Handwerker getötet und er selbst als Geisel genommen worden. Der Mörder habe ihn gezwungen, nach Mexiko zu fahren, um die Leiche zu entsorgen.

Eine Million Dollar Kaution

Die Ermittler glaubten ihm jedoch nicht. So fanden sie Kratzspuren an Chadwicks Hals und getrocknetes Blut unter seinen Fingernägeln. Auch im Haus des Paares in Kalifornien deutete vieles auf ein Verbrechen hin. Chadwick fuhr die Beamten schliesslich zu einem Müllcontainer nahe San Diego, wo er die Leiche versteckt hatte.

Die Polizei geht davon aus, dass der Millionär seine Frau im Streit um die finanziellen Folgen einer Scheidung erwürgte. Gegen eine Kaution in Höhe von einer Million Dollar kam Chadwick, der sein Vermögen mit Immobilien gemacht hat, im Dezember 2012 auf freien Fuss. Seinen britischen und seinen amerikanischen Pass gab er ab.

Falsche Spur gelegt

Doch 2015 türmte er. Zuvor hatte er sich offenbar mit Büchern darüber informiert, wie man seine Identität wechselt und auf der Flucht überlebt. Nach Angaben der Ermittler versuchte Chadwick die Polizei auf eine falsche Fährte zu locken, indem er Hinweise hinterliess, dass er sich nach Kanada abgesetzt haben könnte. Offenbar lebte er jedoch all die Jahre in Mexiko.

Bei Chadwick wurden mehrere gefälschte Ausweise gefunden. Er lebte in einer grossen Wohnung in Puebla, einer bei US-Auswanderern beliebten Stadt nahe Mexiko-Stadt. Im Falle einer Verurteilung droht ihm nun lebenslange Haft. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das sind Europas meistgesuchte Verbrecher

1 / 47
Das sind Europas meistgesuchte Verbrecher
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Abonniere unseren Newsletter

5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Th. Dörnbach
07.08.2019 12:23registriert Mai 2019
Die Bildstrecke zu Europas Meistgesuchten solltet ihr mal updaten.
750
Melden
Zum Kommentar
avatar
Sharkdiver
07.08.2019 12:59registriert März 2017
Einer der meist gesuchte US Bürger liest Bücher über das Identität wechseln und so und lebt danach an einem Ort wo es von US Bürger wimmelt. Risiko dass einer das Fandungsbild kennt ist doch gross🤦‍♂️
621
Melden
Zum Kommentar
avatar
Unicron
07.08.2019 12:40registriert November 2016
Hat sich also, so alles in allem gesagt, eher nicht gelohnt, ne?
381
Melden
Zum Kommentar
5
Erst Leute entlassen, dann auf LinkedIn weinen: US-CEO kassiert heftige Kommentare
Männer vergiessen Tränen. CEOs auch. Nun hat ein Chef sich weinend auf LinkedIn gezeigt, nachdem er zwei Mitarbeitende entlassen hatte. Die Reaktionen liessen nicht lange auf sich warten.

Sein Name ist Braden Wallake. Doch die Welt kennt ihn nun als «The crying CEO». Und das kam so.

Zur Story