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Mit 1400 Schweizer Gondeln löst La Paz sein Verkehrsproblem

Mit 1400 Schweizer Gondeln löst La Paz sein Verkehrsproblem

22.07.2015, 11:5822.07.2015, 12:19
25 Millionen Menschen wurden seit 2014 mit den Seilbahnen befördert – im Hintergrund die Millionenstadt La Paz.
25 Millionen Menschen wurden seit 2014 mit den Seilbahnen befördert – im Hintergrund die Millionenstadt La Paz.Bild: DAVID MERCADO/REUTERS

Dank der Einnahmen aus dem verstaatlichten Gasgeschäft will die bolivianische Metropole La Paz bis 2019 das weltweit grösste innerstädtische Seilbahnnetz aufbauen. Die Gondeln stammen aus der Schweiz.

Neben drei bestehenden Linien sollen sechs neue dazukommen. «Wir werden dann 1400 Kabinen im Einsatz haben», sagte der Chef des Seilbahnprojektes, César Luis Dockweiler, in La Paz. «In keiner Stadt der Welt werden mehr zirkulieren.»

Insgesamt wird das Transportnetz dann rund 30 Kilometer umfassen. Die Kosten würden sich auf 450 Millionen Dollar belaufen. Kabinen und Kabel kämen aus der Schweiz, die Masten aus Österreich und der Stahl aus Deutschland.

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Seilbahnen in La Paz
Seilbahn in La Paz: Die Gondeln verbindet die bolivianische Hauptstadt mit dem benachbarten El Alto.
quelle: epa/efe / martin alipaz
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Mit den drei bestehenden Linien seien bereits seit 2014 rund 25 Millionen Menschen befördert worden. Es ist ein Prestigeprojekt des linken Präsidenten Evo Morales. Beauftragt ist das österreichische Unternehmen Doppelmayr.

Die Idee für das beispiellose Projekt hängt mit der besonderen Topographie zusammen. Damit wird der Talkessel von La Paz (3600 Meter Höhe) mit der wenige Kilometer entfernt auf dem Altiplano in 4000 Metern Höhe liegenden Millionenstadt El Alto verbunden.

Viele Menschen leben in El Alto, arbeiten aber in La Paz. Durch die Seilbahn stecken sie weniger mit Bussen im Stau fest, Fahrgäste sprechen von über einer Stunde Zeitgewinn am Tag. (wst/sda/dpa)

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