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epa08279517 Women clash with Carabineros as thousands of women march during the celebration of International Women's Day, in Santiago, Chile, 08 March 2020.  EPA/Alberto Valdes

Demonstrantinnen in Santiago de Chile, 8. März. Bild: EPA

Gewalttätige Konfrontationen in Chile bei Protesten zum Frauentag



Bei Demonstrationen zum Internationalen Frauentag ist es in Chile zu gewalttätigen Konfrontationen mit der Polizei gekommen. Demonstranten in der Hauptstadt Santiago versuchten am Sonntag (Ortszeit), Barrieren rund um den Präsidentenpalast zu überwinden.

Die Polizei trieb sie aber mit Tränengas und Wasserwerfern zurück. Teilnehmer der Demonstrationen forderten zudem den Rücktritt von Präsident Sebastián Piñera.

Women clash with the police near La Moneda presidential palace during a protest marking International Women's Day, in Santiago, Chile, Sunday, March 8, 2020. (AP Photo/Esteban Felix)

Protestierende und Polizisten geraten aneinander. Bild: AP

An den Demonstrationen zum Frauentag in Santiago nahmen nach Schätzungen der Polizei mehr als 125'000 Menschen teil. Die Organisatoren nannten hingegen die Zahl von rund 500'000 Teilnehmern. Nach Beobachtung von Journalisten erstreckte sich die Menge der Protestierenden über eine Länge von vier Kilometern.

Women march and clash with police near La Moneda presidential palace during a protest marking the upcoming International Women's Day, in Santiago, Chile, Sunday, March 8, 2020. (AP Photo/Esteban Felix)

Insgesamt nahmen 125'000 bis 500'000 Demonstrierende teil. Bild: AP

Die Demonstranten protestierten vor allem gegen die Gewalt gegen Frauen. Sie forderten auch eine Liberalisierung des Abtreibungsrechts. Viele Frauen trugen grüne Kopftücher – das Kleidungsstück symbolisiert den Kampf für das Recht auf den Schwangerschaftsabbruch.

In Chile gibt es seit Monaten immer wieder Massenproteste gegen die Regierung. Etwa 30 Menschen wurden seitdem nach Behördenangaben getötet, tausende Personen wurden verletzt. Die Proteste wurden anfänglich durch eine Erhöhung der Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr ausgelöst. Die Demonstranten kritisieren aber auch generell soziale Missstände und Ungleichheiten. Staatschef Piñera plant für April ein Verfassungsreferendum an, womit er auf eine der Forderungen der Demonstranten einging. (sda/afp)

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