International
Lateinamerika

Kinderschänder in Kolumbien zu 60 Jahren Haft verurteilt

«Grausamer Wolf» – Kinderschänder in Kolumbien zu 60 Jahren Haft verurteilt

14.02.2019, 11:5114.02.2019, 14:34
FILE - This March 30, 2011 file photo, show security guard inside the new maximum security pavilion at La Picota prison during a press tour, in Bogota, Colombia. More than 100 rebels of the Revolution ...
Bild: AP/AP

Ein Kinderschänder ist am Mittwoch wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs von mindestens 276 Kindern und Jugendlichen in Kolumbien zu einer langen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Nach Angaben der kolumbianischen Staatsanwaltschaft erhielt Juan Carloz Sánchez die Höchststrafe von 60 Jahren Haft.

Sánchez, der sich im Internet «Grausamer Wolf» nannte, suchte sich seine kleinen Opfer in Einkaufszentren der Küstenstadt Barranquilla im Norden Kolumbiens. Er bot ihnen Geld an, damit sie mit ihm kamen, dann missbrauchte er sie und verkaufte die Aufnahmen davon im Internet.

Seit seinem Geständnis im vergangenen September sitzt der 38-Jährige im Hochsicherheitsgefängnis La Picota in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá ein.

Festgenommen wurde Sánchez nach fünfjährigen Ermittlungen im November 2017 in Venezuela, im vergangenen September dann wurde er an Kolumbien ausgeliefert. Auf seine Spur kamen ihm mexikanische Ermittler, die bei einem anderen Festgenommenen hunderte Videos von Sánchez gefunden hatten. Die kolumbianischen Behörden vermuten, dass er auch in Venezuela Kinder missbrauchte. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Wegen Epstein-Skandal: Nach Hillary muss heute Bill Clinton vor dem US-Kongress antraben
Im Zuge der politischen Aufarbeitung des Epstein-Skandals kommt es in den USA zu einem äusserst seltenen Ereignis: Zum ersten Mal seit Jahrzehnten soll mit Bill Clinton heute ein früherer US-Präsident vor dem US-Parlament aussagen. Der 79-Jährige kannte den 2019 gestorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, der jahrelang einen Missbrauchsring betrieben hatte. Clintons Name und Bilder von ihm tauchen in Dokumenten zu den Epstein-Ermittlungen auf. Jegliches Fehlverhalten im Kontext seiner Bekanntschaft zu Epstein hatte Clinton aber bestritten – genau wie jegliches Wissen über dessen Verbrechen.
Zur Story