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Rosalia wird wegen WM-Video von argentinischen Fans gecancelt

Ein WM-Sieg, ein Song und ein Shitstorm: Rosalia wird von argentinischen Fans gecancelt

Der Frust über die WM-Niederlage reicht längst über den Fussball hinaus. Nun gerät die spanische Sängerin Rosalia ins Visier einiger argentinischer Fans.
22.07.2026, 14:3522.07.2026, 14:35

Rosalia war während der WM omnipräsent: Mit einem Spanien-Schal über dem Kopf fieberte sie auf der Tribüne mit – und ihr Hit «Despechá» wurde zum inoffiziellen Soundtrack von La Roja.

Rosalia und Penelope Cruz besuchten gemeinsam das WM-Spiel zwischen Spanien und Österreich.

Doch das ist nicht der Grund, warum einige Argentinierinnen und Argentinier ihre Tickets für das Konzert der Latin-Sängerin verkaufen.

Denn plötzlich mischt noch eine andere bekannte Persönlichkeit mit: Mia Khalifa.

Nach dem umstrittenen WM-Finale gegen Argentinien teilte die Ex-Pornodarstellerin libanesischer Herkunft ein Video, in dem sie sich über den spanischen Sieg freut. Im Hintergrund läuft Rosalias Song «La Perla».

Khalifa wäre nicht Khalifa, wenn sie nicht noch eine kleine Provokation nachschieben würde. Unter das Video schreibt sie: «So klingt das Leben jetzt, nachdem die Perlen besiegt wurden.» Dazu singt sie eine Zeile aus dem Song mit:

«La decepción local, rompecorazones nacional, un terrorista emocional, el mayor desastre mundial. Es una perla, nadie se fía.»

Übersetzt heisst das: «Die lokale Enttäuschung, der nationale Herzensbrecher, ein emotionaler Terrorist, die grösste Katastrophe der Welt. Er ist eine Perle – niemand vertraut ihm.»

Der Liedtext handelt ursprünglich nicht von Fussball, sondern von einer schwierigen Beziehung. Nach dem WM-Finale lässt er sich aber durchaus als kleiner Seitenhieb gegen die argentinische Mannschaft verstehen.

Persona non grata

Und warum bekommt jetzt ausgerechnet Rosalia den Shitstorm ab? Weil sie das Video geteilt hat. Einige Fans fühlten sich dadurch verspottet – und lassen ihrem Ärger im Netz freien Lauf. Von einigen Fans wird Rosalia bereits zur Persona non grata erklärt. Nach heftiger Kritik aus Argentinien löschte sie das Video später wieder.

Denn das Timing könnte kaum ungünstiger sein: Rosalia wird im August mehrere Konzerte in Argentinien spielen. Einige Fans ziehen bereits die Konsequenz – und verkaufen ihre Tickets oder rufen zu Boykott auf. In Grossbuchstaben schreibt eine X-Userin:

Rosalia hat sich bereits zur Kritik geäussert. Auf Instagram schreibt sie: «Ich habe auf Teilen gedrückt, weil ‹La Perla› lief, und ich habe gar nicht gelesen, was dort stand. Mein Fehler. Entschuldige.»

Die Sängerin ist in Argentinien eigentlich äusserst beliebt. Alle ihre Konzerte sind ausverkauft. Ob am Ende der Ärger oder die Musik lauter ist, entscheidet sich wohl erst bei ihren Auftritten.

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