Nach Paredes-Ausraster: Spanier sticheln bei WM-Feier gegen Argentinier
Am späten Sonntagabend hat sich Spanien dank eines 1:0-Siegs über Argentinien zum Weltmeister gekrönt. Am Montag ist die Nationalmannschaft in Madrid gelandet, tourte dort am Abend in einem offenen Bus durch die Stadt. Rund zwei Millionen Menschen bereiteten den frisch gekrönten spanischen Fussballweltmeistern einen triumphalen Empfang bereitet. «Ich schwebe buchstäblich auf Wolke sieben», sagte Ferran Torres, der Schütze des 1:0-Siegtores im Finale gegen Argentinien, kurz vor Beginn des Korsos.
Die Profis feierten dabei nicht nur mit den Fans, sondern schickten auch einen Gruss in Richtung Argentinien. Wie ein auf X geteiltes Video der Sportzeitung «Mundo Deportivo» zeigt, hielt Fabián Ruiz während der Feierlichkeiten ein Schild in die Luft. Auf diesem stand: «Velada del Año VII: Paredes vs Gavi». Bei «Velada del Año» handelt es sich um ein Boxevent des spanischen Streamers Ibai Llanos.
😂 Ojo al momento en la rúa
— Mundo Deportivo (@mundodeportivo) July 20, 2026
🥊 El público tira una pancarta que pone 'Velada del Año VII: Paredes vs Gavi'
👀 Y Lamine responde: "Nos vemos"
Hazlo, @IbaiLlanos pic.twitter.com/AVe6jRNVgz
In dem in Spanien beliebten Twitch-Format treten Internetpersönlichkeiten und Promis gegeneinander an. In der siebten Ausgabe wünscht sich die spanische Nationalmannschaft also ein Duell zwischen Argentiniens Leandro Paredes und WM-Sieger Gavi.
Hintergrund dieses Schilds ist eine unschöne Szene nach dem Schlusspfiff des WM-Finals. Paredes hatte Gegenspieler Gavi bei einer Rangelei am Leibchen gegriffen, ihn mit der Hand im Gesicht getroffen und zu Boden geschubst. Der Argentinier sah dafür Rot. Ex-Nationalspielerin Tabea Kemme sagte als Expertin bei MagentaTV, bei Paredes sei «etwas durchgeknallt». Auch die restliche argentinische Mannschaft fiel nach dem Schlusspfiff im Final mit unsportlichen Aktionen auf. Die FIFA hat mittlerweile ein offizielles Verfahren eingeleitet.
Das Schild haben die spanischen Nationalspieler offenbar aber nicht selbst erstellt, sondern von den Fans gereicht bekommen. Mit der Botschaft schienen sie dennoch einverstanden zu sein. Ruiz hielt es grinsend in die Kamera, Lamine Yamal deutete mit dem Finger darauf und sagte: «Wir sehen uns.» (abu/t-online.de)

