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A man fixes the roof of a home surrounded by floodwaters brought on by Hurricane Eta in Wawa, Nicaragua, Tuesday, Nov. 3, 2020. Eta slammed into Nicaragua's Caribbean coast with potentially devastating winds Tuesday, while heavy rains thrown off by the Category 4 storm already were causing rivers to overflow across Central America. (AP Photo/Carlos Herrera)

Ein Mann in Nicaragua flickt sein Dach, das von Hurrikan «Eta» beschädigt wurde. Bild: keystone

Erdrutsche und Überschwemmungen – Hurrikan «Eta» trifft Nicaragua und Honduras



Der Hurrikan «Eta» ist mit grosser Kraft über die Karibikküste von Nicaragua hinweggezogen. Der gefährliche Wirbelsturm entwurzelte Bäume, deckte Dächer ab und liess Flüsse über die Ufer treten. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben. Bei einem Erdrutsch in einer Mine in Nicaragua wurde ein Bergmann getötet, wie der Fernsehsender TN 8 am Dienstag berichtete. In Honduras wurde ein 13-jähriges Mädchen von einer einstürzenden Mauer erschlagen.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Kilometern pro Stunde war «Eta» nahe Puerto Cabezas im Nordosten von Nicaragua auf Land getroffen. Später schwächte sich «Eta» zu einem Hurrikan der Kategorie zwei mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Kilometern pro Stunde ab. Auch wenn der Wirbelsturm an Kraft verliere, sei er aber weiterhin sehr gefährlich, sagte der Leiter des nicaraguanischen Zivilschutzes Guillermo González.

epa08795957 A fallen tree on a road due to intense rains and winds due to the passage of category 4 hurricane ETA on the north Caribbean coast of Bilwi, Nicaragua, 03 November 2020. The eye of hurricane Eta, with maximum winds of 240 kilometers per hour, made landfall on 03 Nvember south of the municipality of Bilwi or Puerto Cabezas, in the northern Caribbean of Nicaragua.  EPA/JORGE TORRES

Hurrikan «Eta» sorgt für Verkehrschaos in Nicaragua. Bild: keystone

Rund 30'000 Menschen aus den besonders gefährdeten Ortschaften an der Karibikküste wurden in Sicherheit gebracht. Die Regierung verlegte 1500 Soldaten in die Region, um bei der Evakuierung zu helfen und Sturmschäden zu beseitigen. In der Region Bilwi stürzten Bäume um, wurden Strassen überflutet und fiel der Strom aus, wie die Zeitung «La Prensa» berichtete. Auch Häuser seien beschädigt worden.

Zuletzt war Nicaragua 2016 von Hurrikan «Otto» getroffen worden. Besonders verheerend war Hurrikan «Mitch», bei dem 1998 in ganz Mittelamerika mindestens 9000 Menschen ums Leben kamen und 9000 weitere als vermisst gemeldet wurden. Die genaue Zahl der Todesopfer ist noch immer unbekannt. In den armen Ländern der Region mit der meist schlecht ausgebauten Infrastruktur haben Naturkatastrophen oft fatale Folgen.

epa08794454 A handout photo made available by the Fire Department of Honduras that shows the rescue work in a flooded area due to Hurricane Eta, in the community of La Masica, Honduras, 02 November 2020. A total of 165 people were evacuated in Honduras due to the proximity of the dangerous hurricane Eta, which climbed to category 4, while the civil protection authorities claim to be prepared with more than 54,000 kilos of food to care for those affected.  EPA/Fire Department of Honduras / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Eine Familie in Honduras wird evakuiert. Bild: keystone

Auch aus dem benachbarten Honduras wurden Überschwemmungen und Erdrutsche gemeldet. Etwa 30 Ortschaften wurden von der Aussenwelt abgeschnitten, weil Brücken einstürzten. «Es ist fundamental wichtig, dass jeder Einzelne Vorkehrungen trifft, um sein Leben zu schützen», sagte Präsident Juan Orlando Hernández in einer Videobotschaft. In El Salvador schloss die Regierung Schulen und Universitäten.

«Eta» ist der 28. Tropensturm im Atlantik in der laufenden Saison. So viele Tropenstürme gab es bislang nur im Jahr 2005. Die Hurrikansaison in der Karibik dauert noch bis zum 30. November. (sda/dpa)

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