International
Nordkorea

Nordkorea will sich komplett von Südkorea abriegeln

epa11613266 A loudspeaker set up on a hill in the North Korean border county of Kaepung, North Hwanghae Province as seen from South Korea's Ganghwa County, 19 September 2024. Some 4,300 residents ...
Ein Propaganda-Lautsprecher an der koreanischen Grenze.Bild: keystone

Nordkorea will sich komplett von Südkorea abriegeln

Nordkorea will sämtliche Strassen- und Eisenbahnverbindungen zu Südkorea unterbrechen.
09.10.2024, 07:3609.10.2024, 07:36

Zudem sollen die Gebiete auf nordkoreanischer Seite mit «starken Verteidigungsstrukturen» befestigt werden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA den nordkoreanischen Generalstab. Die Massnahmen sollen demnach mit sofortiger Wirkung beginnen. Begründet werden die Schritte mit dem Schutz der nationalen Sicherheit sowie zur Verhinderung eines Krieges.

Laut Angaben des südkoreanischen Militärs hat Nordkorea bereits in den letzten Monaten Zehntausende Landminen entlang des Grenzgebiets verlegt.

Bei der Versiegelung der ohnehin nur wenigen Strassen- und Bahnverbindungen handelt es sich vorrangig um eine symbolische Massnahme Nordkoreas, da es seit mehreren Jahren bereits keinen direkten Austausch mehr zwischen den beiden Staaten über deren militärisch hochgerüstete Landesgrenze gibt.

Dies war jedoch nicht immer der Fall: Während der Annäherungspolitik zwischen den beiden Koreas rund um die Jahrtausendwende öffnete Nordkorea entlang der Grenzregion die Sonderwirtschaftszone Kaesong, in der südkoreanische Fabrikbesitzer und nordkoreanische Arbeiter unter anderem Textilien produzierten. Im Osten der Grenze liess Nordkorea zudem einige tausend südkoreanische Besucher zur Touristenregion entlang des Diamanten-Gebirge (koreanisch: «Keumgangsan»).

Mittlerweile hat sich die Rhetorik jedoch stark gewandelt. Ende 2023 hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un bei einer Sitzung der herrschenden Arbeiterpartei die innerkoreanischen Beziehungen als solche zwischen zwei sich bekämpfenden Staaten bezeichnet. Auch hatte er gefordert, Südkorea müsse in der sozialistischen Verfassung des Landes als Hauptfeind bezeichnet werden. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
22 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
22
Jacques Moretti wurde auch in der Schweiz bereits verurteilt – die Sonntagsnews
Mängel bei den Ermittlungen zur Brandkatastrophe in Crans-Montana, eine Verurteilung des Barbetreibers im 2016 und die Walliser Staatsanwaltschaft an der Kapazitätsgrenze: Das findet sich in den Sonntagszeitungen.
Akten zur Strafuntersuchung zum Brand von Crans-Montana VS haben laut der «NZZ am Sonntag» grosse Mängel bei den Ermittlungen aufgezeigt. Unter anderem seien die Smartphones der Betreiber der Bar erst acht Tage nach der Katastrophe beschlagnahmt worden, wie die Zeitung gestützt auf Ermittlungsakten schrieb. Die Staatsanwaltschaft habe die Mitglieder der Walliser Behörden zudem mit Samthandschuhen angefasst, urteilte die Zeitung. Der Sicherheitschef der Gemeinde habe zwei Tage nach dem Brand persönlich Dokumente zur Bar bei der Staatsanwaltschaft abliefern dürfen – obschon er sich in einem Interessenskonflikt befinde. Die Akten bestätigen laut der Zeitung zudem, dass die Staatsanwaltschaft offenbar die Autopsie der Opfer vergessen hatte. Die Dokumente lassen laut der «NZZ am Sonntag» weiter darauf schliessen, dass die Wohnung der Barbetreiber nicht durchsucht worden ist. Die Staatsanwaltschaft und die Anwälte der Barbetreiber nahmen demnach keine Stellung.
Zur Story