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Christen und Muslime in Sorge: Wie Hindu-Nationalisten in Indien für Angst-Klima sorgen

Die Hindu-Nationalisten unter Premierminister Narendra Modi verändern das Land. Dabei hilft ihnen eine dubiose Organisation.

Ulrike Putz aus Delhi / ch media



Volunteers of Hindu nationalist Rashtriya Swayamsevak Sangh (RSS), or the National Volunteers Force,  perform yoga together during a mass public rally in Gauhati, India, Sunday, Jan. 21, 2018. According to an RSS official, more than thirty thousand volunteers are taking part in the yoga gathering. (AP Photo/Anupam Nath)

Mitglieder der indischen Nationalisten-Organisation Rashtriya Swayamsevak Sangh beim Yoga. Bild: AP/AP

Molana Niaz ist kein schüchterner Mann. Jeden Freitag predigt der 72-Jährige in der Burana-­Idgha-Moschee im Herzen der indischen Hauptstadt Delhi vor gut 5000 Gläubigen. In seinem kleinen Büro in einem Seiten­flügel des Gotteshauses hängen Fotos, die den Imam im Gespräch mit den wichtigsten Repräsentanten seiner Glaubensgemeinschaft zeigen. Doch wenn es darum geht, sich vor Fremden zur Lage der etwa 200 Millionen Muslime in Indien zu äussern, wird Niaz einsilbig. «Die Situation ist nicht gut», sagt er leise.

«In Kreisen der ­Regierung werden starke Worte benutzt. Wir haben Angst.»

Die Regierung ist die des Hindu-Nationalisten Narendra Modi. Seit 2014 herrscht er mit absoluter Mehrheit über Indien, seitdem ist der Ton rauer geworden. Das liegt daran, dass Modi und seine Partei BJP in der Wolle gefärbte Rechtsnationalisten sind. Ihr Hurra-Patriotismus und ihre markigen Worte gegen Andersdenkende kommen bei vielen Indern gut an.

Übergriffe auf Christen und Muslime nehmen zu

Im sich aufheizenden Klima nehmen Gewalttaten gegen die Minderheiten zu. Moscheen und Kirchen werden immer häufiger das Ziel von Anschlägen. Die katholische Kirche zählte in diesem Jahr bereits mehr als 200 Angriffe auf Christen. Muslime wurden in den vergangenen Monaten immer wieder Opfer von Lynch-Mobs. Dutzende Menschen wurden von selbst ernannten hinduistischen Kuh-Schützern aufgeknüpft oder totgeschlagen, weil sie angeblich Rinder geschlachtet haben sollen. Kühe gelten im Hinduismus als heilig.

»Einer von 65 Indern gehört zu uns, wir haben unsere Augen und Ohren in jeder Gasse, in jedem Häuserblock»

Um zu verstehen, warum in Indien der Hass auf alles Andersartige plötzlich salonfähig geworden ist, muss man Rashtriya Swamyamsevak Sangh (RSS) einen Besuch abstatten. Diese 1925 gegründete «Nationale Freiwilligenorganisation» ist heute mit mehr als 20 Millionen Mitgliedern und über 60000 Ortsgruppen der grösste Verein der Welt.

Fast alle Angehörigen der jetzigen Regierung sind aus den Rängen des RSS hervorgegangen. Premierminister Modi trat der Bewegung als Achtjähriger bei. Die BJP ist aus dem RSS heraus gegründet worden. Das alles macht den RSS zur wohl einflussreichsten Institution in Indien, sagt Aditya Mukherjee, der als Historiker die Geschichte und Gegenwart der Organisation erforscht. «Der RSS ist der Deep State, das Zentrum der Macht im Land», sagt er.

»Einer von 65 Indern gehört zu uns, wir haben unsere Augen und Ohren in jeder Gasse, in ­jedem Häuserblock», bestätigt Chander Bhardwaj, Bezirksvorsteher im Ortsverein Ballabhgarh vor den Toren Delhis. Bhardwajs Schützlinge haben sich wie an jedem Morgen im staubigen Park im Herzen der Arbeitersiedlung versammelt. Körperliche Ertüchtigung ist teil des Programms des RSS, und so absolvieren die etwa 30 Männer Yoga-Übungen und gehen dann zum zentralen Bestandteil des Frühsports über. Mit Bambusstöcken bewaffnet, üben die Hinduaktivisten den Nahkampf, prügeln auf unsichtbare Gegner ein, bevor sie zu einer Art Todesstoss ansetzen: Kein Wunder, dass ihre Gegner in Angst leben.

Totale Unterwerfung

Bei politischen Schulungen werden die Mitglieder indoktriniert. Sie studieren die Schriften der Vordenker der Bewegung und erfahren so, dass Nicht-Hindus in Indien sich «den Hindus total unterwerfen» müssten, wie M.S. Golwalkar, der Chefideologe des RSS, schon 1938 schrieb. Andersgläubige verdienten in Indien keine Bürgerrechte, befand Golwalkar, und verkündete, im Hinblick auf seine Muslime könnte Indien «vom Umgang der Nazis mit den Juden nur ­lernen und profitieren».

«Wenn sie das natürlich nicht wollen, dann gibt es mit Pakistan und Bangladesch ja muslimische Nachbarländer, in die sie auswandern können.»

Die Sache mit den Muslimen sei gar nicht so schlimm, wiegelt Bhardwaj nach dem Frühsport ab. Es stünde jedem Inder zu, sich auf seine Ursprünge zu besinnen. Schliesslich seien alle Bewohner des Subkontinents einst Hindus gewesen. «Nur sind einige dann von Muslimen und Christen missioniert worden.» Wenn deren Nachfahren sich nun eines Besseren besönnen und zum Hinduismus zurückfänden, seien alle Probleme gelöst. «Wenn sie das natürlich nicht wollen, dann gibt es mit Pakistan und Bangladesch ja muslimische Nachbarländer, in die sie auswandern können.»

«Indien steuert auf ein grosses, böses Desaster zu.»

Die RSS-Bewegung sei wie eine Familie, die sich gut um ihre Angehörigen kümmerte: Der RSS stifte viele Ehen, die daraus entspringenden Kinder gingen dann auf die Schulen, die die Organisation betreibe. Erwachsene könnten auf die Seilschaften zählen, die der RSS in allen Institutionen und Behörden etabliert habe.

Der RSS bestimmt das Leben, bis hin in die Details: «Dieses Jahr haben wir auf Anraten der Sektion unsere Lichterketten, die wir zu Diwali aufhängen, ausgetauscht», berichtet Bhardwaj. Er und seine Frau hätten die «Made in China»-Lampions weggeschmissen und neue «Made in India» gekauft.

Indem der RSS Bildung, Gesundheitsversorgung und soziale Dienstleistungen anbiete, die normalerweise der säkulare Staat zur Verfügung stellt, schaffe er eine Parallelwelt, sagt der Journalist Ashutosh Gupta. «Es gibt viele Familien, die schon in zweiter oder dritter Generation RSS-Mitglieder sind und alles glauben, was ihnen die Bewegung weismacht.»

Indien sei zutiefst polarisiert, klagt Gupta. «Diskriminierung ist an der Tagesordnung.» In seinem Apartmentblock in Noida, einem Mittelklasse-Vorort von Delhi, habe ein Nachbar eine der 160 Wohnungen an einen Muslim verkauft. Der Verkäufer sei deshalb angefeindet worden, die neue Familie werde geschnitten. Der 54-Jährige macht sich angesichts solcher Zustände grosse Sorgen, dass die Lage in seinem Heimatland bald in Gewalt umschlagen könnte.

«Indien steuert auf ein grosses, böses Desaster zu.»

(aargauerzeitung.ch)

Indien versinkt im Plastik

2000 Tonnen Müll pro Tag

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52Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lokutus 03.12.2019 13:42
    Highlight Highlight Alle Religionen dienen ausschliesslich dazu Andersdenkende zu unterdrücken und auszubeuten. Die eigene Religion ist immer die bessere, der eigene Gott oder Glaube der Stärkere.
    Der Glaubensinhalt ist auf archaischem Niveau einem naiven Kinderglauben gleich, der in unserer heutigen Welt nichts mehr verloren hat.
  • Magnum 03.12.2019 13:35
    Highlight Highlight Seltsamerweise hört man von besorgten, selbsternannten Verteidigern der christlich-europäischen Leitkultur NIE etwas von Gewalt gegen Christen in Indien. Der Grund ist einfach: Muslime kommen im von hinduistischen Nationalisten regierten Indien noch viel ärger unter die Räder, und das ist den ganzen Pegidioten dann wiederum durchaus recht(s).
    Wenn Religion der Ausgrenzung und der Bildung von Kollektiven dient, wird es schneller gefährlich, als einem Lieb sein kann. Darum MUSS Religion in den privaten Bereich zurückgedrängt werden. Ein Hoch auf den säkularen Staat.
    • Knäckebrot 03.12.2019 17:49
      Highlight Highlight Kann auch von einer säkularen Ideologie her marginalisiert, diskriminiert, verfolgt und sogar gemordet werden.

      Ob sich eine Geahr in einer Weltsicht oder Gruppierung birgt, liegt historisch betrachtet eher an der Sichtweise und Haltung gegenüber den anderen Gruppen oder Andersdenkenden.
    • Magnum 03.12.2019 19:04
      Highlight Highlight Einspruch: Das angemasste Magiemonopol und das Monopol zur Gottgefälligkeit unterscheiden religiös geprägte von säkularen Staaten. Totalitäre Staaten bestätigen als Ausnahme die Regel.
    • Knäckebrot 04.12.2019 08:20
      Highlight Highlight Totalitäre Staaten bestätigen als Ausnahme die Regel.
  • Baccaralette 03.12.2019 13:19
    Highlight Highlight Könnt ihr bitte den Text nochmals lesen und die Tippfehler bereinigen?
    Es heisst Noida und nicht Nodia.
    • @schurt3r 03.12.2019 13:34
      Highlight Highlight Ja, danke.

      Hat sich gelohnt 😌
  • DemonCore 03.12.2019 12:25
    Highlight Highlight Alle Religionen tragen in sich den Kern des Faschismus. Kein Wunder haben wir diese parastaatlichen Organisationen. In Indonesien das selbe Schauspiel mit der FPI, die Pogrome ankündigt und durchführt und sich als eine Art private Religionspolizei aufführt.

    Religionen schädigen die Gesellschaft. Alle.
    • Knäckebrot 03.12.2019 17:56
      Highlight Highlight Finde es eine ziemlich triviale Auslegung der Geschichte, welche ziemlich viel Selektivität und Ausblendungen benötigt, damit sie Bestätigung findet.

      Dass du diese Sicht so beharrlich und absolut verfechtest finde ich eindrücklich.
  • bigbackclock 03.12.2019 11:00
    Highlight Highlight Selbsternannte "Kuh-Schützer", die Menschen totschlagen weil sie Rinder schlachten? 🤷Daran sieht man wie Absurd diese ganzen Ideologieen eigentlich sind, ganz egal ob religiös, national, oder ein Gemisch aus beidem.
  • insert_brain_here 03.12.2019 09:28
    Highlight Highlight Religiöse Nationalisten funktionieren immer gleich, egal welche Religion oder Nation. "Wir wollen doch nur in Frieden leben, mit Menschen die alle genau so denken und handeln wie wir. Bis es soweit ist schlagen wir allen anderen den Schädel ein"
  • Toerpe Zwerg 03.12.2019 09:08
    Highlight Highlight Gläubige halt ...
    • Driver7 03.12.2019 09:43
      Highlight Highlight Das Problem ist nicht der Glauben, sondern Menschen die andere als "Gruppe" (vor-)verurteilen.. und genau das machst du mit der Aussage: "Gläubige halt" auch. Also bitte immer zuerst denken.. dann schreiben.
    • Toerpe Zwerg 03.12.2019 09:54
      Highlight Highlight Der Zwerg denkt immer bevor er schreibt ...

      Der Glaube schafft erst diese "Anderen" als Gruppe und ist daher selber das Problem. Es bleibt ein ewiges Trauerspiel: Kindlicher Aberglaube schafft Gruppen mit absolutem Wahrheits- und Machtanspruch und verursacht Gewalt und Krieg.

      Deshalb: Gläubige halt ...
    • TodosSomosSecondos 03.12.2019 10:00
      Highlight Highlight @Driver7: Das ist in etwa so wie “guns don’t kill people, people kill people”

      Stimmt zwar schon aber dass es Waffen gibt und diese allen zugänglich sind, ist sehr wohl Teil des Problems.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DemonCore 03.12.2019 08:35
    Highlight Highlight Religionen, für irgendetwas waren die nochmal gut. Ich komme nur grad nicht drauf.

    Würde es anders aussehen, wenn statt dessen der Islam in der Mehrheit wäre?

    Die meisten muslimischen Länder sind jetzt nicht gerade Leuchttürme der religiösen Toleranz. Keines, genau genommen.
  • Scaros_2 03.12.2019 08:28
    Highlight Highlight Wenn ich das nur schon lese, läuten bei mir die Alarmglocken. "Eine Bewegung, die wie eine Familie sei und sich um die Leute sorge". - Ja klar, solange du die Regeln befolgst - ansonsten gibt es Sippenschaft.

    Das ist keine kleine Sache mehr sondern ist die pure Neuauflage des Nationalsozialismus analog den Nazis. Es ist jetzt eben keine Hitlerjugend etc. sondern was anderes. Aber das Rezept und der Grund ist der gleiche.

    Hier müsste man jetzt aus wirtschaftlicher Sicht anfangen Indien unter Druck zu setzen.

    Womit das enden wird, das sollte jedem klar sein.
    • Grohenloh 03.12.2019 14:38
      Highlight Highlight SippenHAft
  • Nik G. 03.12.2019 08:25
    Highlight Highlight Was wäre wenn der 3. Welkrieg in Asien ausbricht? Oke sehr zynisch aber es gibt da so Parallelen zu Deutschland um 1930.
  • Stratosurfer 03.12.2019 08:16
    Highlight Highlight Kaum zu fassen, dass eine Partei derart offensichtlich an einem neuen Genozid arbeitet. Offenbar ist der Mensch unfähig aus der Geschichte zu lernen...
    • Baccaralette 03.12.2019 13:20
      Highlight Highlight Die Menschen lernen nur aus ihrer eigenen Geschichte.
    • dechloisu 03.12.2019 14:01
      Highlight Highlight die Geschichte lehrt die Menschen dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt
  • rodolofo 03.12.2019 07:56
    Highlight Highlight Letztlich sind die Methoden und Mechanismen der Macht (als Selbstzweck) immer mehr, oder weniger die Selben, gleichgültig wo, wann, wofür und von wem.
    Das ist sowohl tröstlich, als auch beunruhigend...
  • Matthias Thommen 03.12.2019 07:51
    Highlight Highlight Diese RSS erinnert irgendwie an die Anfänge der SA und später SS...
    Das macht Angst...

    Verhelfen wir mit unserem Konsum/Investitionen jetzt dem nächsten Regime den Aufstieg zur Grossmacht (nach China)? Und kein Politiker will sehen, was für ein Wolf im Schafspelz Modi ist...
  • Yes. 03.12.2019 07:51
    Highlight Highlight nice 👍🏻
    Die Welt hatte ja nicht schon genug Probleme.
  • thelastpanda 03.12.2019 07:43
    Highlight Highlight Eigentlich keine grosse Überraschung, dass in einem Land, in dem das Kastensystem immer noch eine grosse Rolle spielt, auch auf andere Religionen gezielt wird. Dass es jedoch so schlimm ist, und ein Verein offen sagen kann, man müsse mit den Christen und Muslimen so verfahren wie die Nazis mit den Juden, das hätte ich nicht gedacht. Beängstigend...
  • bullygoal45 03.12.2019 07:42
    Highlight Highlight Ich arbeite seit 2 Monaten in einem der ärmsten indischen Staaten Odisha. Hier besetzt die BJB nur 10 Sitze der 147.

    Trotzdem gab und gibt es hier immernoch brutale Hetze und Mord an Christen. Modi hält den Menschen mit dem Swachh Bharat Programm eine trügerische Brille auf die Nase. Ich sehe böses im Unterholz..

    Grüsse aus der grössten Demokratie der Welt! 🇮🇳🇮🇳🇮🇳
    • Mittelpunk0 03.12.2019 08:40
      Highlight Highlight Odisha selber hat aber grössere Probleme. Die Naxaliten töten dort alles, was ihnen vor die Flinte kommt.

      Bin dennoch froh in Bhubaneswar zu heiraten und nicht in Jajpur.
    • Mittelpunk0 03.12.2019 11:03
      Highlight Highlight Bitte keine Unwahrheiten über Odisha verbreiten. Die letzten Übergriffe fanden 2008 statt.
      Aufgrund dessen hat die BJP auch an Stärke in Odisha verloren und die sakuläre BJD hat die Mehrheit der Districts in ihrer Hand.

      Allgemein verglichen mit Indien im allgemeinen gibt es kaum Gewalt gegen Andersgläubige und das trotz über 92% Hindud in Odisha
    • bullygoal45 03.12.2019 13:35
      Highlight Highlight Die grossen Übergriffe von 2008 überblenden natürlich alles. Da haben Sie recht. Angehörige der Lutherian Church leben trotzdem immer noch in Angst (erzählt man uns).

      Wir besuchten staatliche Schulen, an denen nur Hindus zugelassen sind. Die Christen und Muslime werden an vielen Orten noch diskriminiert (Hausmiete, Arbeitsmarkt etc.).

      Im „städtischen“ Koraput ist die Stimmung, zumindest gegen aussen, ziemlich gut. Hier haben wir keine Probleme. In den Dörfern sieht es anders aus.Bin gespannt wie es in 10 Jahren aussieht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beggride 03.12.2019 07:08
    Highlight Highlight Genau, und wenn die Europäer und Asiaten vor x Jahren nicht zur weissen Hautfarbe konvertiert hätten, hätten wir heute auch kein Problem. Was für ein Schwachsinn ist das denn?
    Zudem mal eine andere Frage: Wie stehen diese Hindus zu den Buddhisten?
    So oder so ist es aber zutiefst besorgniserregend, wenn die Bevölkerung zu Selbstjustiz greift (weil Kühe umgebracht, ist es akkurat den anderen Menschen umzubringen) und die Regierung oder zumindest der Verein hinter dieser das gutiert, wissen wir worauf es hinausläuft...
  • Domimar 03.12.2019 07:05
    Highlight Highlight An vielen Orten dieser Welt geschehen derzeit sehr unheilsame Entwicklungen. Man möchte fast denken, die Menschen sehnen sich nach einem erneuten Weltkrieg.
  • flugsteig 03.12.2019 06:33
    Highlight Highlight Beängstigende Entwicklung.
    Andererseits sind 20 Millionen Mitglieder bei einer Bevölkerung von ca. 1,4 Milliarden Menschen wieder etwas zu relativieren. Im Vergleich, das wäre ein Verein mit etwa 120’000 Mitgliedern in der Schweiz. Was mich beunruhigt ist, dass soviele Regierungsmitglieder einem so kleinen Kreis entspringen.
  • Quinn 03.12.2019 06:19
    Highlight Highlight witzig - man hängt nationalismus an ein wort, dann bedeutet es etwas schlechtes/böses.

    vielleicht wäre ein bericht über den islam in südost asien gut, dass man sieht, warum er so gehasst wird. der islam gehört nicht da hin.
  • ravendark 03.12.2019 06:10
    Highlight Highlight Religion ist wie ein Messer. Man kann damit töten oder feines Gemüse schnippeln.

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