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Mutter hat Leiche Nawalnys gesehen

Mutter hat Leiche Nawalnys gesehen

22.02.2024, 17:2922.02.2024, 17:46
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In this grab taken from video provided by the Navalny Team on Tuesday. Feb. 20, 2024, Russian Opposition Leader Alexei Navalny's mother Lyudmila Navalnaya speaks, near the prison colony in the to ...
Ljudmila Nawalnaja.Bild: keystone

Die Mutter des im russischen Straflager gestorbenen Kremlgegners Alexej Nawalny hat nach tagelangem Warten Zugang zu seiner Leiche erhalten. Sie habe den Körper ihres Sohnes in der Leichenhalle zu sehen, aber nicht ausgehändigt bekommen, teilte Ljudmila Nawalnaja am Donnerstag in einem Video mit. Der 47-Jährige war am Freitag vergangener Woche im Straflager gestorben. Seither hatte die Mutter die Leiche in der Region am Polarkreis gesucht. Sie forderte erneut in dem Video, dass ihr der Leichnam ausgehändigt werde, damit sie ihn beerdigen könne.

Nawalnaja warf dem Machtapparat vor, sie zu erpressen und ihren Sohn heimlich beerdigen zu wollen. «Sie stellen Bedingungen, wo, wann und wie ich Alexej beerdigen soll. Das ist gegen das Gesetz», sagte sie. Die Ermittler hätten gedroht, etwas mit der Leiche anzustellen, wenn sie einem heimlichen Begräbnis nicht zustimme. Deshalb habe sie sich an die Öffentlichkeit gewandt, weil die Angehörigen, aber auch die Anhänger die Möglichkeit haben sollten, sich von Nawalny zu verabschieden.

Nawalnys Mutter sagte auch, dass sie über den Abschluss der medizinischen Untersuchung informiert worden sei, auch über die Todesursache. Sie nannte diese aber nicht. Nawalnys Sprecherin Kira Jarmysch schrieb bei auf der Online-Plattform X (vormals Twitter) kurz nach Veröffentlichung des Videos der Mutter, dass die medizinische Expertise angeblich einen natürlichen Tod festgestellt habe. Dagegen werfen Nawalnys Frau Julia, sein Team und auch Menschenrechtler Kremlchef Wladimir Putin vor, er habe den Oppositionellen, der 2020 nur knapp einen Giftanschlag überlebte, ermorden lassen.

Sie habe 24 Stunden alleine mit Ermittlern und der Kriminalbeamten verbracht, sagte Nawalnys Mutter. Am Mittwochabend sei sie dann in die Leichenhalle in der Stadt Salechard im Norden Russlands gelassen worden. Ljudmila Nawalnaja äusserte sich nicht dazu, in welchem Zustand die Leiche ihres Sohnes war.

Nawalny ist am 16. Februar nach Behördenangaben im Straflager mit dem inoffiziellen Namen «Polarwolf» in der sibirischen Arktisregion Jamal unter nicht geklärten Umständen ums Leben gekommen. Der durch den Giftanschlag und wiederholte Einzelhaft im Lager geschwächte Politiker soll bei einem Rundgang auf dem eisigen Gefängnishof zusammengebrochen und trotz Wiederbelebungsversuchen gestorben sein. (sda/dpa)

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4 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jacques #23
22.02.2024 17:44registriert Oktober 2018
Unter der Bedingung nichts Negatives zu äussern hat sie die Leiche sehen können und daneben gleich auch der freie Platz, der für sie reserviert ist, wenn sie öffentlich etwas falsches sagt.
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The man who shot liberty valance
22.02.2024 17:38registriert September 2020
Die Mutter von Alexej Nawalny beschuldigte am Donnerstag russische Ermittler, sie im Zusammenhang mit der Beerdigung ihres Sohnes zu "erpressen". Sie hätten versucht, sie zu einer Beerdigungszeremonie ohne Trauergäste zu zwingen.

Die Anschuldigung erhob sie in einem auf YouTube veröffentlichten Video.
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