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Georgios Epitideios von der griechischen «Goldenen Morgenröte» trat als Redner auf.
Georgios Epitideios von der griechischen «Goldenen Morgenröte» trat als Redner auf.Bild: ANATOLY MALTSEV/EPA/KEYSTONE

Neonazi-Parteien folgen dem Ruf von Putins Getreuen und treffen sich in St. Petersburg

22.03.2015, 21:1722.03.2015, 21:26

Vertreter mehrerer europäischer rechtsextremer Parteien haben sich am Sonntag in St. Petersburg getroffen. Zu der Veranstaltung hatte die dem Kreml und Präsident Wladimir Putin nahestehende Rodina-Partei (Vaterlandspartei) geladen.

Die rund 150 Mitglieder von Parteien wie der griechischen Goldenen Morgenröte, der britischen National Party und der deutschen NPD berieten in der zweitgrössten russischen Stadt unter anderem darüber, wie «traditionelle Werte» von Familie und Christentum, für die auch Präsident Putin stehe, gefördert werden können.

Ebenfalls Referent: Udo Voigt, EU-Parlamentarier für die deutsche NPD.
Ebenfalls Referent: Udo Voigt, EU-Parlamentarier für die deutsche NPD.Bild: Dmitry Lovetsky/AP/KEYSTONE

«Bedrohung der nationalen Identität»

Themen des Treffens waren nach Angaben der Veranstalter auch die Ukraine-Krise und die «arrogante» Politik der USA. Das Forum sei der erste Schritt, eine gemeinsame Plattform gegen die «Bedrohung der Souveränität und der nationalen Identität» zu schaffen, sagte Fjodor Birukow von der Rodina-Partei.

Obwohl Putin einerseits «faschistische» Tendenzen in der Ukraine kritisiert, wird ihm gleichzeitig eine Nähe zu nationalistischen Kräften im eigenen Land nachgesagt.

Verschiedene rechtsextreme Gruppen aus anderen europäischen Ländern sympathisieren in der Ukraine-Krise offen mit dem russischen Präsidenten. Sie sehen es als legitim an, dass Putins Regierung in der Ostukraine die Interessen der prorussischen Separatisten verteidigt. Gleichzeitig sollen auch Dutzende Neonazi-Söldner aus ganz Europa in den ukrainischen Freiwilligenbatallionen kämpfen.

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Rund um die Veranstaltung formierten sich auch Gegner des Neonazi-Treffens.
Rund um die Veranstaltung formierten sich auch Gegner des Neonazi-Treffens.Bild: ANATOLY MALTSEV/EPA/KEYSTONE

Vertreter des französischen Front National (FN) nahmen an dem Treffen in St. Petersburg nicht teil. FN-Chefin Marine Le Pen kritisierte allerdings am Samstag im russischen Fernsehen erneut die europäischen Sanktionen gegen Russland und die antirussische «Propaganda» in der Ukraine-Krise. Die Sanktionen geschähen nur «auf Befehl der USA», sagte sie.

Lautstarker Dissens unerwünscht: Polizisten tragen eine Frau weg, die gegen den Anlass protestierte.
Lautstarker Dissens unerwünscht: Polizisten tragen eine Frau weg, die gegen den Anlass protestierte.Bild: ANATOLY MALTSEV/EPA/KEYSTONE

(tat/sda/afp)

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