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Südafrikas Parlament setzt wegen Fremdenfeindlichkeit Tätigkeit aus



epa04711238 A handout picture made available by the South African Government Communication and Information System (GCIS) shows South Africa President Jacob Zuma (R) addressing a crowd during a visit to affected areas after recent xenophobic attacks in the port city of Durban, South Africa, 19 April 2015. Zimbabwean President Robert Mugabe strongly condemned violence against foreigners in South Africa, in the wake of incidents in which at least five people were killed in xenophobic attacks during the past two weeks.  EPA/ELMOND JIYANE / GCIS / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: EPA/GCIS

Das südafrikanische Parlament setzt seine Sitzungen ab kommender Woche aus, damit die Abgeordneten in ihren Wahlkreisen gegen Fremdenhass aktiv werden können.

Die Parlamentspräsidentin Baleka Mbete sagte am Freitag, angesichts der tödlichen fremdenfeindlichen Ausschreitungen im Land könne die Nationalversammlung nicht einfach so weitermachen wie bisher.

In einer Erklärung verurteilte das Parlament «Gewalt gegen Ausländer, Rassismus und Intoleranz». Am Donnerstag waren in Johannesburg 10'000 Menschen gegen ausländerfeindliche Übergriffe auf die Strasse gegangen.

Seit Ostern wurden bei solchen Übergriffen in Südafrika mindestens sieben Menschen getötet. Tausende weitere flüchteten. Allein 2000 Bürger aus dem benachbarten Mosambik kehrten nach Angaben der dortigen Regierung inzwischen in ihr Heimatland zurück.

Tansania brachte am Freitag 30 seiner Landsleute in die Heimat zurück, darunter Frauen und Kinder, die Zuflucht in zwei Sammellagern in Durban gefunden hatten.

Unruhen seit Anfang April

Die Unruhen hatten Anfang April in der Hafenstadt Durban ihren Ausgang genommen und weiteten sich später auch auf Johannesburg aus. Die Regierung entsandte Anfang der Woche die Armee in die dortigen Armenviertel, um die Gewalt einzudämmen.

Razzien richteten sich gegen Unterkünfte südafrikanischer Arbeiter, deren Bewohner beschuldigt werden, gegen Einwanderer unter anderem aus Simbabwe, Malawi, Mosambik und anderen afrikanischen Staaten vorgegangen zu sein.

Mehr als 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid sind insbesondere unter jungen Schwarzen in Südafrika Arbeitslosigkeit, Armut und Perspektivlosigkeit weit verbreitet. Nicht selten schlägt die Frustration in Gewalttätigkeit um. (aeg/sda/afp)

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