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IM HINBLICK AUF DEN MORGIGEN ENTSCHEID UEBER EIN NEUES VERFAHREN „ETERNIT BIS“ GEGEN STEPHAN SCHMIDHEINY STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG, 23. JULI 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG  -  Relatives of victims carry Italian flags with the slogan: 'Eternit: Justice!' as they gather outside the Justice Palace in Turin, Italy, 12 May 2015, prior to a first preliminary hearing for a second Eternit case against Swiss entrepreneur Stephan Schmidheiny. EPA/ALESSANDRO DI MARCO

Angehörige der Opfer auf dem Weg zum Gericht. Bild: EPA ANSA

Vorläufig kein neuer Asbest-Prozess gegen Schmidheiny in Italien



Der Schweizer Industrielle Stephan Schmidheiny muss sich vorerst keinem zweiten Asbest-Prozess stellen. Eine Turiner Richterin entschied, die Anklage wegen vorsätzlicher Tötung an das italienische Verfassungsgericht in Rom zu überweisen.

Richterin Federica Bompieri, die die Voranhörung zu einem möglichen zweiten Prozess gegen Schmidheiny leitete, möchte wissen, ob ein erneutes Verfahren gegen das Verbot der Doppelbestrafung verstösst.

Sie gab am Freitag bekannt, dass sie die verfassungsrechtlichen Einwände der Verteidigung von Stephan Schmidheiny als relevant betrachtet, wie Schmidheinys Mediensprecherin Lisa Meyerhans gegenüber der Nachrichtenagentur sda mitteilte. Die entsprechenden Fragen überwies sie deshalb an das Verfassungsgericht zur Beurteilung.

Schmidheiny wurde 2014 freigesprochen

In «Eternit bis» («Eternit zum Zweiten») – wie der Prozess in Italien genannt wird – geht es um 258 asbestverursachte Todesfälle in Regionen, in denen sich Asbest-Fabriken der Eternit (Italia) S.p.a. befunden haben. Die von Schmidheiny ab 1976 geführte Schweizer Eternit-Gruppe SEG war von 1973 bis zum Konkurs 1986 zunächst grösster und später deren Hauptaktionär.

Die Vorverhandlung hatte mehrere Wochen gedauert, zahlreiche Anträge um eine Teilnahme als zivile Partei wurden eingereicht. Auch das Ministerratspräsidium (Presidenza del Consiglio dei Ministri), die Region Piemont und die Provinz Alessandria hatten sich als Nebenkläger konstituiert.

Ein erstes Verfahren gegen Schmidheiny war im November 2014 mit einem Freispruch zu Ende gegangen. Das Oberste Gericht in Rom sah die Vorwürfe, vorsätzlich eine bis heute andauernde Umweltkatastrophe verursacht zu haben, als verjährt an. (jas/sda/ans)

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