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Grosser Erdrutsch reisst in Norwegen mehrere Häuser mit sich – 21 Vermisste

Ein 700 Meter langer und 300 Meter breiter Erdrutsch hat in Norwegen mehrere Häuser mitgerissen. 21 Menschen galten am Mittwoch vermisst.



Ein grosser Erdrutsch hat die Einwohner eines kleinen Ort im Süden Norwegens zu nachtschlafender Zeit überrascht und mehrere Gebäude erfasst. Mindestens 21 Menschen galten am Mittwoch als vermisst – Berichte über Tote gab es bis zum frühen Nachmittag aber nicht.

epa08911126 A view of the area of a landslide in the village Ask, some 40 km north of Oslo, Norway, 30 December 2020. According to the police, several people are still missing after a big landslide hit a residential area in the village of Ask.  EPA/FREDRIK HAGEN  NORWAY OUT

Ein Teil des Erdrutsches erfasste die Wohnhäuser in der Ortschaft Ask, 30. Dezember 2020. Bild: keystone

Mindestens zehn Menschen wurden bei dem Abgang am frühen Morgen in Ask – etwa 40 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Oslo – verletzt, wie die Polizei mitteilte. Sechs von ihnen seien in Krankenhäuser gebracht worden, sagte Einsatzleiter Roger Pettersen. Mehr als 700 Einwohner wurden als Vorsichtsmassnahme in Sicherheit gebracht.

Norwegens Regierungschefin Erna Solberg und Justizministerin Monica Maeland reisten nach Ask, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. «Ich stimme mit der Polizei überein, dass dies eine Katastrophe ist», sagte Solberg nach Gesprächen mit der Einsatzleitung. Der Erdrutsch dehnte sich auf einer Länge von 700 Metern und einer Breite von 300 Metern aus.

«Das ist einer der grössten Erdrutsche der vergangenen Jahre.»

Torild Hofshagen

Die genaue Ursache des Abgangs war zunächst nicht klar. Er könne aber mit der örtlichen Bodenart zusammenhängen, hiess es. Dabei handelt es sich um Quickton, eine wasserreiche Struktur, die instabil ist. In der Gegend um Ask gibt es Hügel, aber keine hohen Berge. In jüngster Zeit hatte es dort viel geregnet.

«Das ist einer der grössten Erdrutsche der vergangenen Jahre», sagte Torild Hofshagen von der norwegischen Behörde für Wasser und Energie. Seiner Einschätzung nach könnte die Ursache natürlicher Art oder durch den Bergbau ausgelöst worden sein. (sda/dpa)

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