«Faden verloren»: SRF-Korrespondent muss gleich zwei Mal Schaltung unterbrechen
Gleich zwei Mal musste das SRF dieses Wochenende eine Schaltung nach New York abbrechen. Korrespondent Roger Aebli war nicht in der Lage, seine Ausführungen zu Venezuela zu Ende zu führen.
«Ich bin kurz vor dem Nervenzusammenbruch», sagte Aebli am Samstagmittag zu Moderator Florian Inhauser. Er habe kaum geschlafen, was er Inhauser vor der Sendung geschrieben habe. «Ich weiss nicht, was gerade passiert», so Aebli, worauf Inhauser die Schaltung unterbrach. «Da ist jemand ganz offensichtlich überarbeitet», sagte Inhauser. «Das kann mal passieren, in Zeiten, in denen sich die Ereignisse überschlagen.»
Die Schaltung von Samstag:
Gegenüber den Tamedia-Zeitungen teilte Stefan Reinhart, Leiter der Auslandkorrespondentinnen und -korrespondenten von SRF, danach mit, dass Aebli kurz vor der Sendung einen Migräneanfall erlitten habe. Deshalb habe er sich nicht ausreichend konzentrieren können. Am Sonntagmorgen hiess es seitens des SRF, dass es Aebli besser gehe und er einsatzbereit sei.
Erneuter Vorfall
Bei der Sendung «SRF News Spezial» am Mittag erledigte Aebli seine Aufgabe souverän. Doch bei der Hauptausgabe der Tagesschau am Abend ging die Schaltung erneut schief. «Entschuldigung, jetzt habe ich ganz kurz den Faden verloren», sagte Aebli, als er über die Übergangsregierung in Venezuela sprach.
Die Schaltung von Sonntag:
Kurz darauf wurde klar, dass Aebli den Faden nicht wiederfinden würde. Inhauser brach die Schaltung nach New York ab und gab weiter zur Lateinamerika-Korrespondentin Karen Naundorf.
Reporter macht Pause
Wie SRF gegenüber dem Blick mitteilt, gehe es Aebli mittlerweile wieder gut, er werde jedoch «für einige Tage pausieren». Die US-Berichterstattung werde von Washington-Korrespondent Pascal Weber sichergestellt, der zuvor in der Weihnachtspause war. (cma/con)
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