International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Turkey's President Recep Tayyip Erdogan addresses the supporters of his ruling Justice and Development Party, AKP, during a rally in Ankara, Turkey, Thursday, March 14, 2019. Continuing an exchange of words with the Israeli prime minister, Erdogan says Benjamin Netanyahu is

Bild: AP/AP

Erdogan ist ein schlechter Verlierer und will Stimmen neu auszählen lassen



Die türkische Regierungspartei AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan ficht das Ergebnis der Kommunalwahl in Istanbul weiterhin an: Sie beantragte am Sonntag eine Neuauszählung aller Stimmen in 38 Wahlbezirken der Bosporus-Metropole.

Das teilte Vize-Parteichef Ali Ihsan Yavuz mit. Für den übrigen Bezirk Büyükçekmece verlangte die AKP demnach eine Annullierung des Wahlergebnisses.

Bereits nach der Bekanntgabe vorläufiger Ergebnisse der Kommunalwahl am Montag hatte die AKP eine Reihe von Einsprüchen bei örtlichen Sektionen der Wahlbehörde YSK eingelegt. In mehreren Bezirken von Istanbul wurde eine teilweise Neuauszählung, in vier Bezirken eine komplette Neuauszählung angesetzt.

Auch in der Hauptstadt Ankara stellte die AKP angesichts ihrer erwarteten Niederlage entsprechende Anträge. Dort scheiterte die Partei aber mit dem Versuch, eine komplette Neuauszählung zu erreichen. Die Wahlbehörde YSK lehnte einen entsprechenden Antrag am Sonntag für 13 der 25 Wahlbezirke in Ankara ab, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.

In Istanbul hatten sowohl der AKP-Kandidat, Ex-Ministerpräsident Binali Yildirim, als auch Ekrem Imamoglu von der oppositionellen CHP nach der Abstimmung am Sonntag vor einer Woche den Sieg für sich beansprucht. Der Oppositionskandidat Imamoglu erklärte an diesem Sonntag, er führe auch in der laufenden Nachauszählung noch mit einem Vorsprung von mindestens 16'500 Stimmen.

Ekrem Imamoglu, the opposition, Republican People's Party's (CHP) mayoral candidate in Istanbul, talks to The Associated Press in Istanbul, Thursday, April 4, 2019. Imamoglu said he's confident that the result of a recount of votes in the city will confirm his victory and has renewed an appeal to Turkey's President Recep Tayyip Erdogan to help end the standoff. Imamoglu won the tight race for Istanbul in Sunday's local elections in a major upset for Erdogan, who rose to power as the mayor of the city of 15 million and has said that whoever wins Istanbul wins to whole of Turkey. (AP Photo/Lefteris Pitarakis)

CHP-Politiker Ekrem Imamoglu Bild: AP/AP

Ohrfeige für Erdogan

Ein Verlust von Ankara und Istanbul wäre für die AKP ein harter Schlag, nachdem sie und ihre islamisch-konservative Vorgängerpartei die Städte 25 Jahre lang regiert hatte. Die erwartete Niederlage in den beiden grössten Städten der Türkei gilt auch als persönlicher Denkzettel für Erdogan, nachdem er die Abstimmung zu einer Art Referendum über seine eigene Politik gemacht hatte.

Die türkischen Wahlbehörden geben sich unabhängig. Zahlreiche Oppositionelle bezweifeln dies jedoch, da Einsprüche der pro-kurdischen Partei HDP gegen den Urnengang vom 31. März nicht zugelassen wurden. Der Istanbuler Oppositionskandidat Imamoglu appellierte am Sonntag an die YSK, ihrer «historischen Verantwortung» gerecht zu werden. (sda/afp)

Erdogans wahnsinniger Präsidentschaftspalast

Seine Partei muss in den Grossstädten einstecken

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Wir haben das erste 5G-Handy der Schweiz ausprobiert – und es ist ziemlich spektakulär

Link zum Artikel

16 Fakten, die wir viel zu spät (ODER ERST JETZT!) gecheckt haben 🤯

Link zum Artikel

Das? Das ist nur die wohl umfangreichste Schatzkarte aller bisherigen Zeiten

Link zum Artikel

25 geniale Erfindungen, die beweisen, dass wir schon in der Zukunft leben

Link zum Artikel

Über Nacht blind – die Geschichte vom Aushängeschild des Zürich Marathons

Link zum Artikel

Tödlicher Hefepilz – warum Candida auris so gefährlich ist

Link zum Artikel

«Die unendliche Geschichte» wird 35 – das wurde aus den Darstellern

Link zum Artikel

Stell dir vor, du bist Anwältin für Menschenrechte und die «Bunte» schreibt über deine Haare

Link zum Artikel

Samsung will nicht, dass du diesen Bericht zum Galaxy Fold siehst

Link zum Artikel

8 Dinge, die jeden Schweizer aus der Fassung bringen. Garantiert!

Link zum Artikel

«Sorry, ich muss heute noch fahren» – aus dem Leben eines Rollstuhlfahrers

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

10
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nik G. 08.04.2019 10:01
    Highlight Highlight Ist ja momentan Mode als Politiker. Wen man verliert sind alle anderen Schuld, die Medien, der Sozialismus, die Flüchtlinge usw. Überall hat es Fake News und es gibt Verschwörungen. Nehmt es mal wie Erwachsene ihr "alten" Säcke.
  • Firefly 08.04.2019 09:50
    Highlight Highlight Der Typ ist nicht "Ein schlechter Verlierer" sondern kein Demokrat. Er benutzt die Demokratie nur solang sie ihm dient. Ein moderner Diktator also.
  • rodolofo 08.04.2019 09:32
    Highlight Highlight Alle türkischen Medien gleichgeschaltet und zu Sprachrohren der AKP-Regierung umfunktioniert worden.
    Auch die "Wahlbeobachter" dürften vor allem Spitzel der AKP gewesen sein, die sozialen Druck auf die WählerInnen ausübten, entweder brav die "Richtigen Türken" von der AKP zu wählen, oder -eingeschüchtert, oder eingesperrt- den Wahlen fern zu bleiben, aber auf KEINEN FALL "die Terroristen" zu wählen (Label für die politische Opposition im Neu-Osmanischen AKP-Paradies)!
    WER ALSO sollte denn überhaupt die Möglichkeit gehabt haben, das Resultat zu ihren Gunsten zu fälschen, ausser der AKP...?!
  • schwuppdiwupp 08.04.2019 03:26
    Highlight Highlight Razzia im YSK Büro Ankara in 3,2,1....
  • Juliet Bravo 08.04.2019 02:28
    Highlight Highlight Ja klar. Da verschwinden dann halt einfach ein paar Wahlurnen oder Stimmen aus aufmüpfigen Gegenden werden als ungültig erklärt.😏 Diese Klaviatur hat er sicherlich immer noch drauf. Es regt sich aber was. Und ewig hält kein solches autoritäres Regime.
    • manhunt 08.04.2019 07:34
      Highlight Highlight „Und ewig hält kein solches autoritäres Regime.“
      leider doch meist lange genug, um massiven schaden anzurichten.
    • rodolofo 08.04.2019 09:33
      Highlight Highlight Darum: Wehret den Anfängen!
      SVP? Nein Danke!
    • Antaxas 08.04.2019 11:31
      Highlight Highlight Glücklicherweise gibt es einige Personen die nun freiwillig in den Wahlzettel-Lagergebäuden übernachten um diese zu bewachen. Er wird sicherlich versuchen das Wahlergebnis zu ändern......
  • Durolex 08.04.2019 01:33
    Highlight Highlight Imagine my shock 🤯
    • bansaighdear 08.04.2019 08:56
      Highlight Highlight 😂 genau mein Humor.

Macron reagiert auf Gelbwesten-Proteste und kündigt niedrigere Steuern an

Als Antwort auf die mehr als fünfmonatigen Sozialproteste der Gelbwesten hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Steuersenkungen und Entlastungen für Rentner angekündigt. Grundsätzlich will er aber an seinem Reformkurs festhalten.

Er werde die Einkommensteuer «deutlich» senken, sagte Macron am Donnerstag in einer kämpferischen Rede, die live im Fernsehen übertragen wurde. Von der Einkommensteuer-Senkung soll nach den Worten des Staatschefs vor allem die Mittelschicht profitieren, aus der …

Artikel lesen
Link zum Artikel