International
Umwelt

Hurrikan «Laura» kostet Versicherer bis zwölf Milliarden Dollar

State Highway 27 leading to Cameron, La. is seen in Creole, La., Friday, Aug. 28, 2020, as the storm surge recedes in the aftermath of Hurricane Laura. (AP Photo/Gerald Herbert)
State Highway 27 zwischen Creole und Cameron, Louisiana.Bild: keystone

Experten: Hurrikan «Laura» kostet Versicherer bis zwölf Milliarden Dollar

29.08.2020, 10:1029.08.2020, 17:03

Die Zerstörungen durch den Hurrikan «Laura» in den USA dürften die Versicherungsbranche nach Schätzung von Experten bis zu zwölf Milliarden US-Dollar (gut 10 Milliarden Euro) kosten. Der auf Risikoanalysen spezialisierte Versicherungsdienstleister CoreLogic bezifferte die versicherten Schäden an Wohn- und Betriebsgebäuden in den US-Staaten Louisiana und Texas auf acht bis zwölf Milliarden Dollar, wie am Freitag in Irvine/Kalifornien mitgeteilt wurde.

«Laura» hatte in Hurrikanstärke schwere Schäden an der US-Küste am Golf von Mexiko angerichtet und sich über Louisiana zu einem tropischen Sturm abgeschwächt. Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 55 Kilometern pro Stunde und viel Regen bewegte sich Laura am Freitag durch Arkansas und Missouri in östlicher Richtung.

Die Experten von CoreLogic erklärten, dass viele Geschädigte nach einem Hurrikan möglicherweise die Kredite für ihre Häuser nicht mehr bezahlen können. Auf diese Weise könnte «Laura» die wirtschaftliche Lage von Familien zusätzlich erschweren, die bereits wegen der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen haben.

A girl wades towards her flooded home a day after the passing of Tropical Storm Laura in Port-au-Prince, Haiti, Monday, Aug. 24, 2020. Laura battered the Dominican Republic and Haiti on it's way  ...
Bild: keystone

«Laura» war am Donnerstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde auf das US-Festland getroffen. Mindestens sechs Menschen starben. Vier von ihnen kamen ums Leben, weil Bäume auf Häuser stürzten, wie der Gouverneur des Staates Louisiana, John Bel Edwards, sagte. Die Wucht des Sturms deckte Dächer ab, riss Fassaden von Häusern ab und liess Strommasten umknicken. Das Stromnetz habe grossen Schaden genommen, sagte Edwards.

Der Gouverneur machte zugleich klar, dass die Behörden ein noch schlimmeres Szenario befürchtet hatten. Das Hurrikan-Zentrum hatte vor bis zu sechs Meter hohen Sturmfluten gewarnt. Die Behörden hatten Hunderttausende angewiesen, sich in Sicherheit zu bringen.

«Laura» war am Mittwoch innerhalb weniger Stunden von Kategorie zwei auf Kategorie vier (von fünf) hochgestuft worden. Es war der erste starke Hurrikan der Saison. Die US-Klimabehörde NOAA rechnet damit, dass 2020 ein Rekordjahr für Wirbelstürme werden könnte. Erwartet werden 19 bis 25 Stürme, davon sieben bis elf Hurrikans. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Hurrikan Laura in 20 Bildern
1 / 22
Hurrikan Laura in 20 Bildern
Hurrikan Laura ist in der Nacht auf den 27. August auf die US-Küste am Gold von Mexiko aufgetroffen.
quelle: keystone / eric gay
Auf Facebook teilenAuf X teilen
So mächtig ist Hurrikan «Laura»
Video: twitter
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Nachtfrost
29.08.2020 15:58registriert Januar 2019
"Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 55 Kilometern pro Stunde..."

Das müssten wohl eher 55 Meter pro Sekunde (198 Kilometer pro Stunde) oder 55 Knoten (102 km/h) sein.
200
Melden
Zum Kommentar
3
Alex Honnold bezwingt Taipeh-Wolkenkratzer – in nicht einmal 92 Minuten
US-Freeclimber Alex Honnold hat sich den Traum von einer Wolkenkratzer-Besteigung erfüllt. Der 40-Jährige kletterte in rund anderthalb Stunden ohne jegliche Absicherung auf den 508 Meter hohen Taipeh 101 in Taiwans Hauptstadt.
«Ich bin total gehypt, unglaublich!», sagte Honnold, nachdem er es schliesslich geschafft hatte. Auf der Spitze des Gebäudes schoss der Extremsportler zunächst ein Selfie, ehe er der jubelnden Menge am Boden zuwinkte. Honnold, der als einer der besten Freikletterer der Welt gilt, benötigte für seinen Aufstieg an der Fassade des pagodenartig gebauten Hochhauses entlang eine Stunde und knapp 32 Minuten.
Zur Story